Cohn, Toby

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Cohn, Toby (oder:) Toby - Cohn, (* Breslau, Schlesien 26. Dez. 1866 Mem.png 22. Aug. 1929 Berlin) Dr. med. (alle Daten unbestätigt)




Inhaltsverzeichnis

Psalmen und Gebete

In der Übersetzung aus dem Hebräischen von Toby Cohn

Ohne Ort (Berlin ?): (ohne Verlegerangabe) 1930

Aufgeschrieben im August 1930 von Fritz Toby

Koph.png Wortstimme

Ein Psalm Davids, für den Chordirigenten.

Die Ehre Gottes künden die Himmel ohne End,

Von seiner Hände Werken erzählt das Firmament,

es trägt ein Tag dem andern frohlockend zu das Wort,

von Nacht zu Nacht geflüstert pflanzt sich die Kunde fort,

kein Ton, kein Laut erschallet und keine Stimme gellt,

und doch schwingts durch die Lande, klingts bis ans Ende der Welt,

Gott baute auch da droben dem Sonnenball ein Zelt.

Psalm 19 
Bookmitband.gif
Zum Buch:

"Diese Übersetzungen fanden sich unter den Schriften meines Vaters. Ich schrieb sie im August 1930 auf." So von Fritz Toby am Schluß dieses außergewöhnlichen Buches bemerkt.

Folgende Psalmen hat Toby Cohn rhythmisch übersetzt:
6 – 8 – 19 – 23 – 91 – 92 – 93 – 113 bis 118 – 121 – 128.

Weiterhin sind folgende Gebete nachgedichtet: Morgengebet -- Dankgebet – Tischgebet – Sabbath – Tischgesang – Sabbatausgangs-Gebet – Huldigung (Alejnu) sowie das Nachtgebet.

CohnToby.png

Alle Texte sind in einer schwarzen Zierschrift gemalt mit blauen Initialbuchstaben. Wieviel Exemplare dieses Drucks von Fritz Cohn in Umlauf gebracht wurden, ist unklar. Auf einer Auktion in den USA wurde zumindest noch ein Ex. in gleicher Ausstattung zur Versteigerung angeboten, das unter der No. 24436 der «Bibliothek der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums» in Berlin eingegliedert war. Ein weiteres Ex. befindet sich in der Bücherei des Hebrew Union College. Der vorliegende Oktavband ist in helles Leinen gebunden und stammt zuletzt aus Israel.


Stolperstein:

Hier ist -- ausnahmweise -- als Zeugnis einer unrühmlichen Zeit ein dem Buch beliegender Brief im Wortlaut wiedergegeben, den Cohn (kaum leserliche Unterschrift) an einen namentlich nicht näher genannten "Herrn Doktor" am 26. III. 1933 handschriftlich verfaßte:

Absender: Dr. Hans (?) Toby - Cohn

Tel Aviv, Palestine, Hotel Eden, Rabinowitz Street 20

z. Zt.: c/o HOTEL HERZLIA , P.O.B. 708 Jerusalem Tel. 1240


Sehr geehrter Herr Doktor!

Als Anlage sende ich Ihnen die versprochenen Psalmen- Uebersetzungen meines Vaters. Hoffentlich werden Sie Freude daran haben. Inzwischen hatte ich Gelegenheit bei Herrn Salomon Ihre Übersetzungen der Gesangstexte ins Hebräische zu sehen. Ich würde mich gerne mit Ihnen darüber noch einmal unterhalten. Vielleicht bei meinem nächsten Aufenthalt in Jerusalem?

Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen noch einmal von ganzem Herzen danken für die freundliche Aufnahme, die ich bei Ihnen gefunden habe. Es ist für uns Neuankömmlinge so besonders angenehm, so freundlich empfangen zu werden. Mit den besten Grüssen auch von meiner Frau, zugleich an Ihre werte Familie,

bin ich Ihr sehr ergebener ....Cohn..... (unleserlich)

Biogramm:

Ein Toby COHN ist gelistet in:

"Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte." Berlin NW. 1901 (Spalte 337 / 8) mit folgenden Daten: Cohn, Toby geb. Breslau 26. 12. 1866 gest. 22. Aug. 1929 in Berlin. Studium der Medizin Breslau und Freiburg i. B. promovierte Dr. med.; praktizierte in der Poliklinik von Mendel zu Berlin, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Berlin.