Byzantinischer Text Deutsch BTD

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BYZANTINISCHER TEXT DEUTSCH • BTD

Rauer, Justin (* ... ) Priester – Schemamönch (S´chima–Mönch)

Klimmeck, Karl Johannes (* … ) Pfarrer

Lacarenko, Nil (* ...) Dr. phil, Mönch


Byzantinischer Text Deutsch • BTD (Probetexte)

Evangelienausgabe nach dem " Textus Receptus "

Biel Ct. Bern: Schweizerische Bibelgesellschaft. Projektiert für 2017. http://btd-bibel.com/

Koph.png Wortstimme

9 Als er aber früh am ersten Wochentag auferstanden war, erschien er zuerst Maria Magdalene, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.

10 Jene ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, welche trauerten und weinten.

11 Und als jene hörten, daß er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie ‹es› nicht.

12 Danach aber machte er sich zweien von ihnen, die unterwegs waren, in anderer Gestalt offenbar, als sie aufs Land gingen.

13 Und jene gingen hin und verkündeten ‹es› den übrigen; auch jenen glaubten sie ‹es› nicht.

14 Später machte er sich den Elfen selbst offenbar, als sie zu Tische lagen, und er schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, daß sie denen, die ihn auferweckt geschaut, nicht geglaubt hatten.

Markus 16
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Zum Buch:

Info: »An der Übersetzung der liturgischen Texte wird bereits gearbeitet, eine Bibelübersetzung auf der Grundlage des byzantinischen Textes steht allerdings aus. Hier hat die SB die Initiative ergriffen. Der erste Schritt ist ein Evangeliar, das in zwei unterschiedlichen Ausgaben erscheint. Das griechische Lektionar ordnet die Perikopen in der Reihenfolge des Kirchenjahrs an, während das slawische Lektionar der Abfolge der Bibeltexte in der biblischen Ordnung folgt. Eine dritte Ausgabe wird eine normale Evangelienausgabe sein für Freunde des Textus Receptus.«

Bisher (Mai 2017) sind die Osterevangelien nach Matthäus, Markus und Johannes, d. h. jeweils die letzten Kapitel, probeweise veröffentlicht.

Zur Übersetzung:

Die Quelle der Übersetzung „Byzantinischer Text Deutsch“ ist der Mehrheitstext oder die Byzantinische Textform. Das unterscheidet unsere Übersetzung grundlegend von den anderen zeitgenössischen Übersetzungen. Allerdings nehmen wir nicht als Grundlage die 2005 veröffentlichte Textedition des Byzantinischen Textes von Robinson und Pierpont. Wer etwas über diese Ausgabe erfahren möchte kann ein Interview lesen mit Prof. Dr. Maurice Robinson, allerdings in englischer Sprache.

Unsere Quelle ist die Ausgabe von Prof. Dr. Basilios Antoniades, die er im Auftrag des Ökumenischen Patriarchates 1904 erstellt hat. Auch hier liegt die Byzantinische Textform zugrunde. Im Unterschied zu Robinson und Pierpont berücksichtigt Antoniades hauptsächlich Lektionare vom Berg Athos, aus Konstantinopel oder Jerusalem. Diese Ausgabe gilt als der offizielle Urtext der griechischen Kirche.

Lektionare werden in der Liturgie, im Gottesdienst verwendet. Warum wir diese Quellen für unsere Übersetzung verwenden, werde ich in den kommenden Zeilen erläutern.

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Die Textkritische Forschung, auf der Suche nach dem „Urevangelium“, hat die historische Frage in das Zentrum ihrer Bemühungen gestellt. Aus den ältesten greifbaren Schriftzeugnissen erstellte sie einen neuen Text, der nach ihren Kriterien dem Urtext nahe kommen soll, der aber in dieser Zusammenstellung als Handschrift nicht vorhanden ist. Dieser eklektische (ausgewählt zusammengestellte) Text ist in keinem Gottesdienst der christlichen Kirche seit ihrer Entstehung so (in Griechisch) gelesen worden. Für Kirchen, in denen die Schrift über der Tradition steht (sola scriptura) ist dies kein Problem. Eher im Gegenteil: Richte ich mein kirchliches Leben alleine an der Schrift aus, benötige ich einen möglichst genauen und historisch zuverlässigen Urtext. Dieser Weg ist für unsere Bibelübersetzung nicht gangbar, denn mehr noch als die historischen Fragen spielt der gelebte Glaube in der Orthodoxen Kirche eine Rolle, der nicht die Schrift korrigiert, sondern sich in der Schrift bezeugt. Allerdings nicht im eklektisch gewonnenen Text, sondern im „praktizierten“ Text, dem Text der Mehrheit der Textzeugen und im besonderen Masse im Text, der in der Liturgie verwendet wird. Dort werden wir für unsere Übersetzung die Quelle finden müssen. (…)

(Quelle:) btd-bibel.com/schrift-und-liturgie/#more-152
»The New Testament of the Greek–Speaking Orthodox Churches – 
Original Greek (Koine) Text 1904« ist der Basis–Text für das BTD

BTD: Die Evangelien

übersetzt aus dem griechischen Text des ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel (1904/1912) / von Sch´ i– Archimandrit Justin (Rauer) / verglichen mit dem kirchenslavischen Text von Vr. Nil (Lazarenco)

Biel Ct. Bern: ⓒ Schweizerische Bibelgesellschaft 2018

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Zum Buch:

Gebundener, fadengehefteter Oktavband, XII, 319 & (5) S., 3 Lesebändchen, 4 Ikonen–Farbtafeln; Schrifttexte einspaltig und abschnittsweise gesetzt, jedoch ohne Überschriften; Kapitelzahlen in Rotdruck. Im Anhang ab S. 283: Anmerkungen zum Text, Lesarten etc., vor allem die des sog. kirchenslavischen Textes (Ksl.); keine Verweisstellen • Einführung in die Übersetzung • Masse und Geldwerte (aus der Lutherbibel 2017) • Zur Schreibung der Eigennamen: Vergleichstafel BTD / EinheitsÜs / Luther 17 • Wo finde ich was • Hinweise zu dieser Ausgabe und Abkürzungen.

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In der "Einführung in die Übersetzung" auf S. 309 ist u. a. gesagt:

“Grundlage unserer Übersetzung ist der von Prof. Vasileios Antoniades 1904/12 für das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel erstellte griechische Text. Antoniades berücksichtigte weder gedruckte liturgische Ausgaben aus Venedig, wie den Textus receptus, noch die grossen Kodizes, die für die kritischen Editionen des Nestle– Aland verwendet werden. Er verwendete, wie er schreibt: «Steine, welche die Bauleute verworfen haben», Manuskripte von Lektionaren, aus denen in der liturgischen Praxis der Kirche durch die Jahrhunderte hindurch vorgelesen wurden. 116 Manuskripte hat er berücksichtigt, vor allem aus Klöstern des Hl. Berges Athos aber auch aus Konstantinopel und Jerusalem. – Die Übersetzung des ist textnah und berücksichtigt in ihrer Konkordanz die Psalmen und liturgisch bedeutende Texte des AT. Es wurde darauf geachtet, dass die Texte laut vorgelesen werden können. Die Konkordanz betrifft auch Übersetzunegn, die von der Liturgiekommision der orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland erstellt wurden. (…)“

Es sind mehrere Vorworte bzw. geschrieben; das erste ist von Reto Mayer und Martin Vogler, Präsidium des Vostandes der Schweizerischen BG, verfasst; die weiteren sind Empfehlungsschreibungen bzw. Gutheißungen verschiedener orthodoxer Richtungen, etwa dem Vorsitzenden der Orthodoxen Bischofskonferenz in Bonn (Griechisch Orthodox), dem Erzbischof von Berlin und D (Russisch–orthodox), sowie dem Bischof der Diözesen der Serbisch–Othodoxen Kirchen von Österreich und der Schweiz.

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Weitere Psalmenbücher und Bibeltexte aus dem Bereich der Orthodoxen Christenheit:

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Biogramme:

Karl Johannes Klimmeck: Ehemaliger evangelischer Pfarrer, jetzt orthodox und stv. Geschäftsführer der Schweizerischen Bibelgesellschaft. War früher Pfarrer in Locarno–Monti Ct. Tessin (?); in Schliern Ct. Bern (bis Aug. 2000), und Lauenen, Ct. Bern.

Justin Rauer ist diplomierter theoretischer Physiker und hat Philosophie und alte Sprachen studiert. Er leitet als Schemamönch die serbisch-orthodoxe Verkündigungs-St. Justin-Einsiedelei in Eiterfeld bei Fulda. [Schema.., griechisch: (megalo)schemos, slawisch: Схима, skhima]

Nil Lazarenko vergleicht den BTD mit dem kirchenslavischen Text der Evangelien und hält die Unterschiede in den Anmerkungen fest. Er ist promovierter Altphilologe und Mönch der serbisch-orthodoxen Skite St. Spyridon in Geilnau bei Limburg.

http://www.die-bibel.ch/index.php?id=674