Breuer, Joseph & Breuer, Raphael

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Breuer, Joseph (* Poppa Kom. Weißbrunn (Ungarn) 3. Nissan 5642 / 23. März 1882 Mem.png 3. Ijar 5740 / 19. Apr. 1980 New York, N. Y.) Dr. PhD

Breuer, Raphael (* Poppa Kom. Weißbrunn (Ungarn) 12. Adar 5641/ 11. Feb. 1881 Mem.png 1. Schewat 5692/ 9. Jan 1932 Aschaffenburg, Ufr.) Rabbiner Dr.



Breuer, Raphael: BreuerRaphael.png HaRav Raphael Breuer

Das Buch Josua ✡ יהושע

נביאים ראשנים, übersetzt und erläutert (hebr. / dt.) von Dr. Raphael Breuer

Frankfurt a. M.: Verlag von Sänger & Friedberg 1915

Koph.png Wortstimme

Es war nun, als Josua bei Jericho war, da hob er seine Augen auf und sah:

da stand ein Mann ihm gegenüber, und ein gezücktes Schwert

war in seiner hand. Da ging Josua hin zu ihm und sprach zu ihm:

Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden? Er antwortete:

Nein, als ein Heerführer Gottes bin ich soeben gekommen.

Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde nieder, bückte sich und sprach zu ihm:

Was hat mein Herr seinem Knechte zu sagen?

Da sprach der Heerführer Gottes zu Josua: Ziehe deinen Schuh

von deinem Fuße, denn der Ort, auf welchem du stehst,

ist von heiliger Bestimmung. Da tat Josua also.

Kap. 5: 13- 15

Anmerkung: Dieser Titel ist 2014 neu herausgegeben worden vom LIT- Verlag Münster i. W.:

Das Buch Josua übersetzt und erläutert von Dr. Raphael Breuer. Mit Erklärungen und einem Nachwort herausgegeben von Matthias Morgenstern.

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Zum Buch:
BHSänger&Fr.png

Gebundener Oktavband, Klammerheftung; XII & 184 S. Frakturdruck betreffs des Deutschen; Schrifttexte hebr. / deutsch samt Kommentar pro Seite. – Raphael Breuer schrieb ein siebenseitiges Vorwort, datiert Aschaffenburg, im Thamus 5675 [=Juni/ Juli 1915]; darin werden Parallelen zwischen der Kriegsführung des Josua und der des I. Weltkrieges gezogen; auch das mögliche Schicksal der deutschen Judenheit nach dem Krieg wird ins Auge gefasst, denn,

»Wir deutschen Juden haben unser Vaterland immer geliebt. An der Einmütigkeit, mit welcher das ganze Deutschtum gegen den von West und Süd unterstützten Sklavenüberfall sich erhebt, nehmen auch die deutschen Juden teil. Sie alle fühlen, daß der Boden, auf dem ihre Wiege stand und die Gräber ihrer Ahnen liegen, ein heiliger Boden ist, den es gegen eine Welt von Feinden zu verteidigen gilt; und sie eilen herbei, um auf die Wagschale, auf der Deutschlands Geschick entschieden wird, auch das Gewicht ihres jüdischen Opfermutes zu legen. (…).«

Zur Übersetzung ist im Vorwort nichts gesagt, wohl aber zum Inhalt des Kriegsbuches Josua.

Das Buch Richter ✡ שופטים

נביאים ראשנים, übersetzt und erläutert (hebr. / dt.) von Dr. Raphael Breuer

Frankfurt a. M.: Verlag von Sänger & Friedberg 1922

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An jenem Tage sang Deborah und Barak, der Sohn Abinoams, also:

Wenn Zügellosigkeit eingerissen war in Israel und sich das Volk

wieder weihet: so segnet Gott! Höret, Könige, neiget euer Ohr,

Staatenlenker! Ich — Gott singe ich den schauenden Sang,

ich lobsinge Gott, dem Gotte Israels. Gott, als du auszogst von Seir,

als du einherschrittest von Gefilde Edoms, da erbebte die Erde,

auch die Himmel strömten nieder, auch die Wolken strömten Wasser nieder.

Berge zerflossen vor Gott — dieser Sinai! — vor Gott, dem Gotte Israels!

Kap. 5: 1-5 
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Klammerheftung; VIII, 218 & [2] S. Frakturdruck betrffs des Deutschen. Weiteres wie oben. Der Autor schrieb ein fünfseitiges, undatiertes und unverortetes Vorwort; darin ist u. a. gesagt:

»An die Lektüre des Richterbuches, das nach B. bathra 14b von dem Propheten Samuel geschrieben wurde, dürfen wir erst dann herantreten, wenn wir uns vorher den mit nichts vergleichbaren Geist der heiligen Schriften zum Ausgangspunkte alles Erklärens und Verstehens erwählt und uns entschlossen haben, frei von jeder philosophischen, historischen, bibelkritischen Überheblichkeit die Verse dieses Buches in ehrfürchtiger Demut auf uns wirken zu lassen.« 


Die fünf Megilloth ✡ חמש מגילות

übersetzt und erläutert. (hebr. / dt.) von Dr. Raphael Breuer

Frankfurt am Main: Verlag von A. J. Hofmann

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Zum Buch:

Alle fünf Teile zusammengebunden in einem Band.

Erster Teil: Hoheslied ✡ שיר השירים

wie oben, 1912

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„Lege mich wie einen Siegelring an dein Herz, wie einen Siegelring

an deinen Arm! Denn gewaltig wie der Tod ist die Liebe,

hart wie das Grab ist die Eifersucht; ihre Gluten: Feuergluten,

eine Gottesflamme!"

„Ströme von Wasser vermögen nicht zu löschen die Liebe,

und Flüsse überfluten sie nicht. Gäbe ein Mann seines Hauses

ganzes Gut um Liebe, man würde ihn nur verachten".

Kap. 8: 6- 7 
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, XXII & 46 S. Frakturdruck; Anordnung wie oben. Raphael Breuer schrieb, datiert Aschaffenburg, im Schewat 5672 (= Jan / Feb 1912) ein umfangreiches, 19–seitiges Vorwort. Darin ist u. a. ausgeführt:

»Der vorliegende Kommentar hat den Versuch einer solchen Prüfung gewagt [wörtliche Auslegung, nicht allegorisch]. Er hat zu diesem Zweck nicht den Weg der Allegorie beschritten, vielmehr das Lied so reden lassen, wie es sich selber gibt. Da erwies sich denn, daß die Geschichte dieses Liebespaares, die Geschichte Sulammiths und ihres Jünglings, auch wenn sie in ihrem wörtlichen Sinne verstanden wird, ein heiliges Dokument des biblischen Geistes, eine Offenbarung des Ruach haQodesch über eines der wichtigsten Anliegen des menschlichen Daseins ist. (…)«

Zweiter Teil: Ruth ✡ רות

wie oben, 1908

Koph.png Wortstimme

Boas aber antwortete und sprach: Ausführlich ist mir bereits alles

erzählt worden, wie du an deiner Schwiegermutter nach dem Tode

deines Mannes gehandelt; wie du Vater und Mutter, dein Geburtsland

verließest und zu einem Volke wandertest, das du ehedem nicht gekannt.

Möge Gott dein Tun vergelten; einst wird vollständig sein dein Lohn

von Seiten Gottes, des Gottes Israels, unter dessen Fittigen zu weilen

du gekommen bist.

Da sprach sie: Ich werde noch Wohlwollen finden in deinen Augen,

mein Herr; du hast mich ja getröstet, hast deiner Magd freundlich

zu Herzen geredet — ich aber werde nicht sein wie eine von deinen Mägden.

Kap. 2: 11-13 
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Zum Buch:

Wie oben, (4) & 60 S. – Das zweiseitige Vorwort schrieb Raphael Breuer zu Frankfurt a. M., im Ijar 5668 (= Mai 1908); es ist überschrieben mit 'Zurück zur Bibel!; unter anderem ist gesagt:

»Inhalt, Charakter und Zweck des Buches Ruth ergeben sich aus dem Verfolg der Erzählung von selbst. Auch die Fülle der ethischen Gedanken und psychologischen Betrachtungen, die das Buch in seltener Feinheit bietet, vermag nur im Zusammenhang der Erzählung nach Gebühr gewürdigt werden, und, wie es die Alten taten, nur an der Hand der talmudischen Überlieferung. Nur demjenigen, der sich der kundigen Führung der jüdischen Weisen anvertraut, werden sich die stillen Schönheiten dieses Buches in ihrem ganzen unvergleichlichen Reiz erschließen. (…)«

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Umschlag des Titels von haRav Raphael Breuer,
in Israel publiziert.

Dritter Teil: Klagelieder ✡ איכה

wie oben, 1909

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Du aber bist doch Gott, tronst in die ewige Zukunft hin,

dein Tron reicht zu jeglichem Geschlecht. Warum willst Du

für immer uns vergessen, uns verlassen lebenslang?

Führe uns, Gott, zu Dir zurück, so werden wir unsere

Rückkehr erlangen, erneue, wie in der Vorzeit, unsere Tage!

Denn mußtest Du uns auch tief verachten, so zürntest Du doch

auch über uns gar sehr.

Kap. 5: 19- 22 
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Zum Buch:

Wie oben, VIII & 96 S. – Raphael Breuer verfaßte ein fünfseitiges Vorwort, datiert Frankfurt a. M., im Adar 5669 (=Feb./ März 1909). Zur Übertragung schreibt er u. a.:

»Eine gute poetische Übertragung, die sich über die Jahrhunderte hinweg die uns von Jirmejahus Tagen trennen, in die Seele des klagenden Propheten zu versetzen wüßte, wäre der beste, weil einzig mögliche Commentar, wenn man eben nicht bei der dichterischen Übersetzung eines hebräischen Textes in eine nichthebräische Sprache Gefahr liefe, dem hebräischen Texte nichthebräische Empfindungen einzumengen, die sich bei genauer Untersuchung als unfreiwillige Niederschläge aus nichtjüdischen Gedankenkreisen entpuppen. Die vorliegende Übersetzung hält sich darum möglichst an den Text, die Erklärung freilich sucht nicht nur den rein gedanklichen Inhalt eines Verses, sondern unter Führung von Talmud und Midrasch, die dem Verfasser dieser Lieder zeitlich und geistig am nächsten stehen, vor allem seinen Empfindungsgehalt wiederzugeben, worauf ja bei Klageliedern, die sich zunächst an das Gefühl wenden, der Schwerpunkt eines Commentars zu verlegen ist. (…)«


Vierter Teil: Koheleth ✡ קוהלת

wie oben: 1911

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Worin der Gewinn des Handelnden besteht bei dem, woran er sich müht?

Ich sah den Trieb, „den Gott den Menschen verliehen, (sie) damit zu quälen — "

Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit; auch das Ewige hat er in ihr Herz gesenkt,

ohne welches der Mensch das Werk nicht fände, das dieser Gott von Anfang

bis zu Ende vollbringt. Wohl wußte ich, daß als gut bei ihnen nur gilt,

sich zu freuen und sein Glück im Leben zu machen; allein der ganze Mensch,

so wie er ißt und trinkt und Glück gewinnt bei all seiner Mühe,

ist auch eine Gabe Gottes. Weiß ich doch, daß alles, was Gott gestalten will,

in aller Ewigkeit sein wird, darauf läßt sich nicts hinutun, und davon läßt

sich nichts abnehmen, und Gott hat gewirkt, daß man sich vor ihm fürchten lerne.

Kap. 3: 9-14 
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Zum Buch:

Wie oben; XV & 142 S. Das Vorwort von Raphael Breuer, 13 S. lang und datiert Aschaffenburg, im Siwan 5671 (= Juni 1911), gibt dem Leser eine umfangreiche Verständnishilfe der "Eitelkeiten" des Lebens; Breuer resumiert:

»Und wir sollten nicht froh und dankbar sein, wenn auch die Bibel – das ewige Buch, das jede natürliche Stimmung des Menschenherzens im Voraus berechnet, um sie zu regeln, zu leiten, zu verbessern, – wenn auch die Bibel uns eine lauschige Ecke bietet, wohin wir uns flüchten können, wenn uns das Leben mit seiner Torheit, seiner Grausamkeit, seinem הבל [Eitelkeit] übermannt? – –«


Fünfter Teil: Esther ✡ אסתר

wie oben: 1910

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Und es sprach Haman zu König Achaschwerosch:

Es ist da ein Volk, zerstreut und abgesondert unter den Völkern

in allen Provinzen deines Reiches, und ihre Gesetze weichen ab

von allem Volk, des Könos Gesetze vollbringen sie nicht,

und es frommt dem Könige nicht, sie zu dulden.

Wenn es dem Könige gefällt, so werde eine Verornung erlassen,

sie zu vernichten, und zehntausend Talente Silber will ich

der Finanzverwaltung zuwägen, sie in die Schatzkammer

des Königs zu bringen.

Kap. 3: 8-9 
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Zum Buch:

Wie oben; VIII & 102 S. Datiert zu Ashaffenburg, im Schewat 5670 (= Jan / Feb 1910), schrieb Raphael Breuer das sechseitige Vorwort; darin steht u. a.:

»Des Horebverfassers [=S. R. Hirsch] pietätvolle Art stand mir beim Schreiben dieses Commentars vor der Seele. Ich habe die Megillah nicht geprüft, sondern zu lesen, ihre Helden nicht entthront, sondern zu lieben und ihre Scenen nicht zerpflückt, sondern zu erleben gesucht.«


Das Lied der Lieder ✡ שיר השירים

übersetzt und erläutert. (hebr. / dt.) von Dr. Raphael Breuer

Frankfurt am Main: Verlag von A. J. Hofmann 1923

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Einen Tragsessel machte sich der König Salomo aus Hölzern des Libanon.

Seine Säulen machte er aus Silber, seine Lehne aus Gold, seine Sitz aus Pupur,

sein Innerstes liebevoll belegt von den Töchtern Jerusalems.

Geht hinaus und schauet, o Töchter Zions, den König Salomo in der Krone,

mit der ihn gekrönt seine Mutter an seinem Hochzeitstage,

am Tage seiner Herzensfreude.

Kap.3: 9- 11 
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Zum Buch:

Fadengehefteter Oktavband, VIII, 158 & (2 Leer–) S.; Frakturdruck betreffs des Deutschen. Textanordnung wie in der Megillah oben. Das undatierte Vorwort hat fünf Seiten; darin schreibt Breuer u. a.:

»So vieldeutig ist das Lied der Lieder und in solch weltweiten Perspektiven ergeht sich die Allegorie der Weisen, daß ein abschließender Kommentar – die Fülle der Erklärungen aus alter und neuer Zeit beweist´s – jenseits aller möglichen Versuche liegt. Dreimal hat allein Ibn Esra das Lied der Lieder erklärt: (…) Vor elf Jahren erschien mein erster Kommentar zum Hohenliedes, der durch eine Erklärung des Liedes (vermittels des einfachen Wortsinnes) die Notwendigkeit der Allegorie als ein Postulat des jüdischen Geistes herauszustellen suchte. In die Allegorie selbst versenkt sich der vorliegende zweite Kommentar, der das Lied (vermittels des breit kommentierenden Wortsinnes) erklärt.« 


Die Bücher Esra und Nehemia ✡ עזרא ונחמיה

übersetzt und erläutert. (hebr. / dt.) von Dr. Raphael Breuer

Frankfurt am Main:. J. Kauffmann Verlag

Teil 1: Das Buch Esra עזרא

Frankfurt am Main: wie oben 1933

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"So befahl Cyrus, der König von Persien: Alle Reiche der Erde

gab mir Gott, der Gott des Himmels, und er hat mir aufgetragen,

ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Judäa.

Wer unter euch von allem seinem Volke ist, mit ihm möge Gott sein,

und er ziehe hinauf nach Jerusalem in Judäa, und er baue das Haus Gottes,

des Gottes Israels; das ist der Gott von Jerusalem."

1: 2-3 
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Zum Buch:

Gemacht in Großoktav und kartoniert, aber nun in Antiqua gedruckt. XII & 66 S. Photo des Verfassers vor Titelseite. Anordnung wie oben. Dr. Joseph Breuer verfasste, datiert Frankfurt a. M., im Kislew 5693 / Dezember 1932, ein Geleitwort, das unvollendete Manuskript des Übersetzers (6 S.) ist als Einleitung wiedergegeben, leider undatiert.

Im Geleitwort schreib Joseph Breuer: »Den Kommentar zu den Büchern Esra und Nehemia hatte der heimgegangene Verfasser זצ’’ל bereits dem Druck übergeben, als Gottes unerforschlicher Wille seiner rastlosen Arbeit im Dienste unserer heiligen Lebensgüter ein Ziel setzte. (…).

In der unvollendeten Einleitung schreibt Raphael Breuer Wesentliches zum Inhalt, zur Übersetzung konnte er wohl nichts mehr sagen..


(Teil 2): Das Buch Nehemia ✡ נחמיה

übersetzt und erläutert (hebr. / dt.) von Raphael Breuer

ohne Orts- und Jahresangabe, (Frankfurt am Main: J. Kauffmann Verlag 1939)

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Als ich diese Worte hörte, setzte ich mich hin und weinte

und trauerte tagelang; ich fastete und betete vor dem Gott des Himmels.

Und ich sprach: O Herr, Gott des Himmels, du großer und furchtbarer Gott,

der bewahrt den Bund und die Huld denen, die ihn lieben

und seine Gebote beobachten.

Möge doch dein Ohr aufmerksam und deine Augen geöffnet sein, zu hören

das Gebet seines Knechtes, das ich jetzt vor dir bete, Tag und Nacht,

um die Kinder Israels, deine Knechte, und wobei ich bekenne die Sünden

der Kinder Israels, die wir gegen dich begangen haben, wie auch ich

und das Haus meines Vaters gesündigt haben. Wir haben uns schwer vergangen

gegen dich, und nicht haben wir bobachet die Gebote, die Gesetze un Rechte,

die du befohlen hast Mose, deinem Knechte.

Kap.1: 4- 7 
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Zum Buch:

Erstveröffentlichung in: Nachalat Z´wi Heft 9, Frankfurt a. M., Juni 1938 (nur Neh. 1:1 bis 5:15); danach durfte oder konnte das Heft nicht mehr erscheinen.

Buchdaten:

Gemacht in Großoktav kartoniert, aber nun in Antiqua gedruckt, 122 S. Die erste Titelseite mit der hebräischen und deutschen Überschrift, Buchteil-sowie Verlagsangabe samt Herausgabejahr fehlen, auch ein Vorwort o. ä. ist nicht vorhanden. Die Auflagenhöhe ist leider nicht bekannt und gemäß obiger Schilderung auch nicht zu bestimmen; dieser zweite Band ist jedoch ausgesprochen selten.

Stolperstein:

Dieses letzte Buch der Hirsch / Breuer / Wolf – Reihe hat eine sehr ungewöhnliche, fast tragische Geschichte, die hier dem Leser nicht vorenthalten werden soll:

Als am 10. November [1938, d. Vf.] die Druckerei Droller verwüstet wurde, stand dort der Ausdruck des vom Rabbiner der Synagoge an der Friedberger Anlage, Raphael Breuer, kommentierten Buches Nehemia unmittelbar bevor. Nach dem Pogrom blieb die Druckerei fast 1/2 Jahr im verwüsteten Zustand. Als entdeckt wurde, daß der Satz bis auf eine Seite unzerstört geblieben war, wurde das Buch ausgedruckt, mit der Seite 82 als Leerseite [enthält Text & Kommentar v. Kap. 10:30d bis 32]. Der damals 21-jährige Jakob Goldberger arbeitete als Schriftsetzerlehrling in der Druckerei David Droller in der Allerheiligenstraße. Nach der Verwüstung der Werkstatt entging Jakob allen Razzien und konnte nach Nürnberg fliehen. Er berichtet nach seiner Flucht von Nürnberg zurück nach Frankfurt im März 1939: "Dort sahen wir in der halbzerstörten Druckerei, daß der Schriftsatz eines Buches erhalten geblieben war, durch einen Zufall. Das heißt, eine Seite war zerstört worden. Es war ‚Das Buch Nehemia'(...)

Zwei Arbeiter zusammen mit dem sehr betagten Besitzer (die beiden geschäftsführenden Söhne Max und Gustav waren in ein Lager verbracht worden) druckten wir das Buch (ohne die zerstörte Seite 82) und banden es broschürenartig. Ein Exemplar nahm ich mit in die Emigration."

(Quelle: „Die Synagogen brennen ...!" Die Zerstörung Frankfurts als jüdische Lebenswelt. Siehe >Bibliographie.)

Chumasch Schma Kolenu ✡ חומש שמע קולנו

(Der Pentateuch, hebr. / dt.)

mit Haftarot und Megillot und einem einführenden Kommentar zu jeder Parascha von Marc Breuer

Deutsche, sprachlich leicht überarbeitete Übersetzung

Chumasch: Rabbiner Samson Raphael Hirsch. Haftarot: Mendel Hirsch. Megillot: Raphael Breuer

Bearbeitet und zusammengestellt: Edouard Selig. Veröffentlicht mit Unterstützung der Irene Bollag - Herzheimer Stiftung

Basel (Schweiz): Verlag Morascha 2007 der 1. Auflage

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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; (10), 1372 & (3) S. Antiquadruck (betreffs des Deutschen). Schrifttexte im Blocksatz, auf rechter Doppelseite die Masorah, links die Übersetzung. Die Haftaroth sind im Anschluß an die Torahabschnitte gesetzt und kurz eingeleitet. Jeder Torahabschnitt (Parascha) ist mehrseitig erläutert. Ab S. 1257 die fünf Rollen Megillat Esther, Schir Haschirim, Ruth, Echa und Kohelet. Ab S. 1348 Verzeichnis & Index der Haftarot, ab S. 1351 "Biblischer Index" (19 S.), ab S. 1370 "Die Vortragsmelodien der Tora"; zum Schluß noch die Brachot zur Tora–Vorlesung (hebr. / deutsch).


Breuer, Joseph

Das Buch Jirmejah ✡ ספר ירמיה

übersetzt und erläutert (hebr. / dt.) von Dr. Joseph Breuer

Frankfurt a. M.: Verlag von Sänger & Friedberg 1914

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Sieh, es kommen Tage, spricht Gott,

da lasse ich David einen gerechten Sproß erstehen,

der herrscht als König und handelt verständig

und verwirklicht Recht und Pflichttat auf Erden.

In seinen Tagen wird Juda geholfen und ruht Israel sicher,

und der Name dessen, der das verheißt, ist 'ד,

Gott unseres צדק =Ideals!

Deshalb, sieh, es kommen Tage, spricht Gott, da wird man

nicht mehr sagen: so wahr Gott lebt, der die Söhne Israels

aus dem Lande Mizraim emporgeführt; vielmehr:

so wahr Gott lebt, der emporgeführt und heimgebracht hat

den Samen des Hauses Israel von dem nach Norden gelegenen

Land, sowie von allen Ländern, wohin ich sie gestoßen,

daß sie wieder auf ihrem Boden wohnen. —

______________________________________________

[Erkl.: ' ד ist kurz für Vierwort (JHWH); צדק bedeutet Gerechtigkeit., d. Vf.]

Kap. 23: 5- 8 
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Zum Buch:

Fadengehefteter Oktavband, gebunden; (6) & 396 S. Frakturdruck betreffs des Deutschen. Textanordnung wie oben.

Das Buch ist Jacob S. Eisenmann in Antwerpen gewidmet, dem Schwiegervater Joseph Breuers. Dieser schrieb ein knapp zweiseitiges Geleitwort, datiert Frankfurt a. M., im Teweth 5674 (= Jan 1914); darin heißt es u. a.:

»Nicht unerwähnt bleibe es schließlich, daß dieses Buch zum großen Teil meiner Tätigkeit als Dozent an der hiesigen Thoralehranstalt sowie aus Vereinsvorlesungen hervorgegangen ist.« 


Das Buch Jecheskel ✡ ספר יחזכאל

übersetzt und erläutert (hebr. / dt.) von Joseph Breuer

Frankfurt a. M.: Verlag von Sänger & Friedberg 1921

Koph.png Wortstimme

Und ich lasse über sie   e i n e n   Hirten aufstehen,

der sie weiden wird, meinen Diener David.

Er wird sie weiden, er wird ihnen Hirte ein.

Ich 'ד werde ihnen Gott sein, und mein Diener David

Fürst in ihrer Mitte — ich 'ד habe es gesprochen.

Dann schließe ich für sie den Friedensbund:

ich lasse wildes Getier aus dem Lande schwinden,

und sie wohnen (selbst) in der Wüste sorgenfrei

und schlafen in den Wäldern.

_______________________________________

[Erkl.: ' ד ist kurz für Vierwort (JHWH)]

Kap. 34: 23- 25 
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Zum Buch:

Gebundener, fadengehefteter Oktavband; (4), X & 412 S. Frakturdruck betreffs des Deutschen; Textanordnung wie oben.

Das Buch ist Breuers verstorbener Schwester Hannah Meyer–Breuer gewidmet.

Breuer schrieb ein knapp zehnseitiges Geleitwort, welches zu Frankfurt a. M., im Monat Nissan 5681 (= April / Mai 1921) datiert ist. Darin führt er u. a. aus:

»Was von allen Prophetenbüchern gilt, muß auch bei der Lektüre des Buches Jecheskel beherzigt werden. Propheten wollen בקדושה in Heiligkeit gelesen werden. Propheten sind göttliche Führer, von Gott erwählt, daß sie uns helfen, das Leben in seiner Rätselhaftigkeit zu begreifen und uns für unserer göttliche Lebensaufgabe zu ertüchtigen. In aller Lebendigkeit treten sie in unsere Mitte, als Gegenwartswort tönt ihre Rede an unser Ohr, mit der Thora in der Hand stehen sie vor uns, daß wir sie, deren gewaltigste Interpreten sie waren, aus ihrer Hand als köstlichstes Lebensgut hinnehmen. (…)«

Folgende enigmatische Texte hat Joseph Breuer nicht übersetzt: 1: 4 - 28a / 3: 13 / 8: 2 / 10: 1b - 2b. 5. 6c. 8 - 22.

Breuer übersetzt das Tetragramm an einigen Stelle nicht, sondern benutzt eine (heute kaum mehr) gebräuchliche Variante, nämlich den vierten Buchstaben im hebr. Alefbeith "daleth", der als Zahl eben "vier" sagt, um »JHWH« zu ersetzen. An anderen Orten, etwa in 17: 22, wo es heißt »mein Herr (Adonai) JHWH אדני יהוה, « umschreibt er : »mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart«. Gottes Name »IHWH« wird durch eine Art Begegnungsprädikat umschrieben: »Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart« . Die Hirsch / Breuer- Schule erfordert diese ehrfürchtige Vermeidung des Namens Gottes aufs Extreme.

The Book of Yechezkel ✡ ספר יחזכאל

Translation and Commentary by Rav Dr. Joseph Breuer

English translation by Gertrude Hirschler. ⓒ Edited by the staff of the Rabbi Dr. Joseph Breuer Foundation.

Jerusalem (Israel): Philipp Feldheim. 1993

Biogramm.png
Biogramm:

Joseph Breuer:

https://en.wikipedia.org/wiki/Joseph_Breuer

Raphael Breuer:

https://de.wikipedia.org/wiki/Raphael_Breuer