Borning, Walther

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Borning, Walther (* Stettin, Vorpommern 13. Juni 1888 † 2. Nov. 1949 Berlin?)

Buske, Norbert (* Demmin, Vorpommern 2. Januar 1936 )

Gess, Ernst Wolfgang Friedrich (* Berlin 11. Febr. 1895 † 19. Juli 1970 Berlin- Zehlendorf)

Hempel, Fritz Wilhelm (* Altlandsberg, Brandenburg 28. Mai 1900 † 9. Aug. 1989 Frankfurt an der Oder) Lic. theol. & D. Dr. phil.

Zabel, Kurt Theodor Heinz Adolf (* Rostock, Mecklenburg 2. Juli 1914 ? † ... ) Dr. theol. & phil.


»Berliner Neues Testament«

Pfarrer [Walther] Borning und ein Berliner Theologenkreis übersetzten das Neue Testament aus dem griechischen Urtext.

Die Veröffentlichungen erfolgten ab 1958 durch die Evangelische Haupt-Bibelgesellschaft (EHBG) zu Berlin und Altenburg.

Das geplante Gesamtwerk wurde nicht vollendet. Es erschienen, soweit bekannt, folgende Einzelbände:

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➊ Einer ist euer Meister. Das Evangelium nach Matthäus

übersetzt von Norbert Buske

Berlin (DDR): Evangelische Haupt-Bibelgesellschaft 1962

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"Das aber sollt ihr beten: / Unser Vater im Himmel, / Geheiligt werde dein Name!

/ Dein Reich komme! / Dein Wille geschehe im Himmel und auf Erden! /

Gib uns heute unser tägliches Brot, / Und vergib uns unsere Schuld, /

Wie wir vergeben unsren Schuldigern. / Und führe uns nicht in Versuchung, /

Sondern erlöse uns von dem Übel. / Denn dein ist das Reich und die Kraft /

Und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen."

Kap. 6
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➋ Der älteste Bericht über Jesus von Nazareth. Das Markusevangelium

übertragen in die Umgangssprache der Gegenwart von Fritz Hempel

Berlin (DDR): Evangelische Haupt-Bibelgesellschaft 1962

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Wortstimme:

"Welches der Gebote ist das wichtigste?

Jesus antwortete: „Das wichtigste Gebot lautet:

Höre Israel, euer Gott ist allein Gott,

und: Du sollst Gott deinen Herrn lieben aus vollem Herzen, mit ganzer Seele

und mit deiner ganzen Kraft.

Das zweite Gebot aber heißt: du sollst deinen Mitmenschen so lieben, wie du dich selber liebst.

Ein größeres Gebot als diese beiden gibt es nicht."

Kap.12
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➌ Das Evangelium nach Lukas

(übersetzt ohne Autorenangabe, wahrscheinlich von Walther Borning)

Berlin (DDR): Evangelische Haupt- Bibelgesellschaft 1958


➌ Sie fingen an fröhlich zu sein. Das Evangelium nach Lukas

(Lizenzausgabe, ohne Autorenangabe)

Wuppertal, Bergisches Land: von Cansteinsche Bibelanstalt 1959

Sonderausgabe der BIBELMISSION IN DEUTSCHLAND Wuppertal

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"Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels.

Denn er hat sein Volk heimgesucht und ihm Erlösung gebracht.

Unter den Nachkommen seines Knechtes David

hat er uns machtvolle Errettung erstehen lassen –

wie er es von Urzeit her durch den Mund seiner heiligen Propheten zusagte –

Errettung von unseren Feinden und aus der Hand aller derer, die uns hassen.

So schenkt er uns das gleiche Erbarmen, das er schon unseren Vätern erzeigte,

und gedenkt seines heiligen Bundes.“

Zacharias im 1. Kap
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.......

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Abb. der Umschläge: links die Berliner, rechts die Wuppertaler Ausgabe.

➍ Das Geheimnis ist gross. Das Evangelium nach Johannes

aus dem Urtext neu übersetzt von Ernst Gess

Berlin (DDR): Evangelische Haupt- Bibelgesellschaft 1961

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"Im Anfang war das Wort, und das Wort gehörte zu Gott.

Gott war das Wort, von Anfang gehörte es zu Gott.

Durch das Wort ist das All geworden.

Nicht Geschaffenes wurde ohne das Wort.

Im Wort war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Das Licht leuchtet in der Finsternis,

und die Finsternis nahm es nicht wahr."

Kap. 1
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➎ Bis an das Ende der Erde. Die Apostelgeschichte des Lukas

aus dem Urtext neu übersetzt von Kurt Zabel

Berlin (DDR): Evangelische Haupt-Bibelgesellschaft 1962

(Lizenzausgabe, ohne Ort [Hamburg, HH–Altona]): Hamburg- Altonaische Bibelgesellschaft 1964

Koph.png Wortstimme

"Ihr wisst von der Predigt, die Gott an das Volk Israel hat ergehen lassen:

er ließ ihnen Frieden verkündigen durch Jesus Christus.

Dieser ist ein Herr über alle...

von Jesus von Nazareth, den Gott mit heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat.

Dieser Jesus...hat alle, die vom Teufel beherrscht wurden, geheilt;

denn Gott war mit ihm."

Petrus in Kap.10
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Abb.: Cover der Berliner Ausgabe links, rechts die Altonaer Edition


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Viele Jahre, bevor das »Berliner NT« entstehen sollte, hatte Pfr. Borning eine Verstehenshilfe zum Evangelium verfasst:

Die Botschaft Jesu von Nazareth

Menschen der Gegenwart nahegebracht von Walther Borning

Volksausgabe

(Frankfurt am Main: Verlag Englert und Schlosser 1930)

Berlin- Frohnau: Hans Lesser Verlag, o. J.


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Dieser Titel ist keine Übersetzung der Evangelien, sondern eine Art Erzählung zur Botschaft. Borning schrieb es in den Jahren 1923 bis 1928 nach dem Evangelium des Markus. Er empfing es in Aussprachestunden über die Bibel mit den Insassen der Strafanstalt, an der er damals wirkte.

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Biogramme:

Walther Borning:

Pastor W. Borning: Ordinationsdatum 1. Juni 1914; er war 1914-18 Marinepfarrer in Kiel; Als Auszeichnungen aus dem 1. Weltkrieg werden genannt: E.K. II. und Friedrich-August-Kreuz am blauroten Bande. Letzteres wurde vom Großherzog von Oldenburg verliehen.

1919- 1921 Stadtvikar in Frankfurt a. M. 1921- 1930 Strafanstaltspfarrer in Frankfurt-Preungesheim, 1930 Veröffentlichung eines Buches "Gespräche mit Gefangenen". 1931-1934 Pfarrer in Berlin (Nazarethkirche); 1934-1936 Studiendirektor am Predigerseminar der Evangelischen Kirche der Altpreussischen Union in Frankfurt/ Oder, nochmals Studiendirektor von 1938- 1943; zudem ab 1. Juni 1936- 47 Pfarrer in Berlin- Charlottenburg (Gustav-Adolf-Kirche), 1947 Pfarrer in Berlin (Zwingligemeinde) sowie ebenso 1947 Pfarrer in der Stadtkirchengemeinde Berlin-Köpenick. In der Zwingligemeinde wurde Borning 1948 als kommissarisch genannt und in Köpenick (Stalau) als Verwalter.
Ehemalige Anschrift: Berlin-Charlottenburg, Tegeler Weg 97.

Bemerkenswert ist, daß Borning zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des ersten (Lukas-) Evangeliums bereits 9 Jahre verstorben war, vorausgesetzt, das Datum ist korrekt; dieser Umstand wird im Impressum nicht erwähnt.

Norbert Buske:

Nach dem Schulbesuch absolvierte Buske ein Theologiestudium, das er mit der Promotion zum Dr. theol. abschloss. Anschließend nahm er eine Tätigkeit als Pfarrer in Levenhagen Kr. Vorpommern- Greifswald auf. Er war seit 1973 Mitglied der Landessynode der Pommerschen Evangelischen Kirche und wurde später zum Kirchenrat ernannt.

Buske war von 1995 bis 1999 Beauftragter der Pommerschen Evangelischen Kirche und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Mecklenburgs bei Parlament und Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern.
Außerdem wirkte Buske von 1981 bis 2009 als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für pommersche Kirchengeschichte, von 1990 bis 2005 im Vorstand der Historischen Kommission für Pommern und im Vorstand der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst. Als Student war er Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz und Teilnehmer der I. Allchristlichen Friedensversammlung 1961 in Prag.
Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Buske __ https://kulturportal-west-ost.eu/biographien/buske-norbert-2

Ernst Wolfgang Friedrich Gess:

1914 Kriegsdienst, 1922 Stadtvikar in Berlin, 1923 Hilfsprediger am Diakonissenhaus Lutherstift in Frankfurt/ Oder, 1928-1958 Pfarrer in Berlin-Zehlendorf, 1953 Vertreter der Ev. Hauptbibelgesellschaft zu Berlin sowie Vorsitzender der Württembergischen Bibelgesellschaft. Zusammen mit dem Theologen Weber arbeitete er am johanneischen Korpus und verschiedenen Briefen des 1956er Luther- NT mit. Ab 1958 im Ruhestand.


Fritz Hempel:

Geboren wurde er um die Jahrhundertwende in Altlandsberg nahe Berlin, studierte an der Universität Berlin, wurde am 14. Februar 1926 ordiniert, erwarb 1929 den Grad eines Licentiaten der Theologie mit einer Arbeit über „Die Religion im Eiszeitalter“ und wurde 1942 zum Doktor der Philosophie promoviert.

Er amtierte 1926–1928 als Synodalvikar in Bad Wilsnack Kr. Prignitz, 1928– 1933 als Pfarrer in Sauen (Kr. Beeskow), 1933– 1950 in Oehna (Provinz Sachsen), 1951– 1956 in Schmersau/ Altmark und 1956–1959 in Laucha/ Unstrut. Nach einem fünfjährigen Wartestand wurde er zum 1. August 1964 emeritiert. Am 6. Mai 1930 heiratete er in Perleberg Ursula Parpart, die Tochter des Bad Wilsnacker Rektors Otto Parpart. Aus seiner Feder erschien 1956 das Büchlein „Golsdorf. Ein Bauerndorf auf dem Fläming“ und 1962 eine moderne Übertragung o.g. Markus- Evangeliums. 1962 heiratete er die Pfarrerin Dr. theol.Eva Hoffmann- Aleith. Er starb nach einem in mancherlei Hinsicht beschwerlichen Leben im hohen Alter von 89 in Frankfurt/ Oder.


Kurt Zabel:

Dr. theol. Dr. phil. Pastor Kurt Zabel: Abitur Rostock 1932, Theologiestudium in Rostock, 1. theol. Prüfung 4. Juli 1936, Vikar in Rostock an St. Nicolai und Domkandidatenstift in Berlin, 2. theol. Prüfung Magdeburg 23. Nov. 1938, ordiniert im Magdeburger Dom am 4. Dez. 1938. Von 1939-1940 Hilfsprediger in Thalwinkel, Unstrut, anschließend dort Pfarrer bis 1952. Dissertation 1942 in Rostock zum Dr. theol. mit dem Titel: Die Einwirkung des englischen und des niederländischen Frühpietismus auf Ph. J. Speners Lehre von der Rechtfertigung und Heiligung. Von Nov. 1952 bis April 1955 Pfarrer an St. Nicolai in Rostock. Zum 1. Mai 1955 schied er aus dem Dienst der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburg aus. 1955-1968 Generalsekretär des Ev. Bibelwerkes der DDR in Altenburg und einer der Verantwortlichen bei der Lutherbibel-Revision von 1956. Damals lebte er in Wilhelmshorst bei Potsdam. Er war auch schriftstellerisch tätig. Ehrenpromotion zum D. theol. am 31. Okt. 1968 UNI Rostock, theol. Fakultät. Fest steht auch noch, daß er 1968 seinen Dienst in der DDR beendete und 1969 in den Westen übersiedelte.

Seine Veröffentlichungen reichen bis zum Jahre 1968. Dann verlieren sich die Spuren und erst 1988 (Traurig und doch getröstet) und 1993 (Alt werden – Schicksal, Kunst oder mehr?) erscheinen noch zwei Veröffentlichungen von ihm im ERF-Verlag.

Nachfolgend der Text aus ”Beiträge zur Geschichte der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock”, Heft 11, Seite 66, von 1985:

Dr. Zabel hat seine umfangreiche Lebensarbeit der Bibelverbreitung und dem Bibelverständnis gewidmet und erfolgreich das Laienbibelstudium gefördert. Er hat vor allem mit seiner in mehreren Auflagen erschienen „Bibel in Auswahl mit Erklärungen" viel Zustimmung gefunden. ln einer Fülle von Einzelveröffentlichungen hat er sich um Fragen der Luther-Bibel verdient gemacht. Dr. Zabels allgemeinverständliche und volkstümliche Erklärungen, besonders soweit sie das Verhältnis vom Alten und Neuen Testament und den Inhalt der neutestamentlichen Briefliteratur betreffen, tragen lutherischen Charakter und verraten gute Tuchfühlung mit der theologischen Entwicklung. Die Theologische Fakultät der Universität Rostock schätzt das Lebenswerk Dr. Zabels und darüber hinaus das Ev. Bibelwerk in der DDR hoch ein.

Aus der Urkunde:

(Die Theologische Fakultät ehrt) ”den langjährigen erfolgreichen Generalsekretär des Bibelwerkes der DDR, den auch in der Ökumene geachteten lutherischen Theologen, der durch Wort und Schrift, durch seine Mitarbeit an der Revision des Luthertextes und durch seine mit ebenso maßvollen wie klugen Erklärungen versehenen Auswahlbibel sich unermüdlich für die Kenntnis der Heiligen Schrift in der heutigen Generation eingesetzt und damit das Anliegen der Reformation an zentraler Stelle gefördert hat.”