Bonner Bibel – AT

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"Bonner Bibel – Altes Testament"

Feldmann, Franz (* Hüsten, Hochsauerland 17. Mai 1866 † 9. Feb. 1944 Bonn a. Rh.) Priester Prof. Dr. theol.

Herkenne, Heinrich (* Köln am Rhein 5. Juli 1871 † 2. März 1948 Aachen, Rheinland) Prof. Dr. theol. Domkapitular

Allgeier, Franz Arthur (* Wehr, Baden 23. Okt. 1882 † 4. Juli 1952 Ebersteinburg, Baden) Priester Prof. Dr. theol & phil.

Eberharter, Andreas (* Hainzenberg/ Zillertal, Tirol 12. Okt. 1865 † 24. April 1932 Salzburg (Austria)) Prof. Dr.

Miller, Athanasius Max (* Wolfartsweiler, Württ. 22. Sep. 1881 † 17. Apr. 1963 Beuron, Hohenzollern) Pater Dr. theol. OSB

Wiesmann, Hermann (* Rapen b. Datteln, Westf. 16. Mai 1871 † 14. Nov. 1948 Frankfurt a / M) Pater Prof. S. J.



Die Heilige Schrift des Alten Testamentes • "Bonner Bibel"

Übersetzt und erklärt in Verbindung mit Fachgelehrten

Herausgegeben von Dr. Franz Feldmann und Dr. Heinrich Herkenne

Bonn am Rhein: ❶ Verlag von Peter Hanstein

Bonn am Rhein: ❷ Peter Hanstein Verlagsbuchhandlung

V / 2. Das Buch der Psalmen

übersetzt und erklärt von Dr. Heinrich Herkenne

Bonn am Rhein: ❷ 1.- 3. Tausend 1936

Imprimatur: Coloniae 1935
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1 Ein Psalm von Asaph.

Der Starke []¹ Jahve hat geredet und die Erd(bewohner) aufgerufen von der Sonne Aufgang bis zu deren Niedergang.

2 Von Sion her, der Schönheit Inbegriff, erstrahlte er []²,/ 3 kam unser Gott und konnte nicht schweigen.

Es fraß Feuer vor ihm her, und mächtig stürmte es um ihn herum.

4 Er rief die Himmel droben an / und auch die Erde, um sein Volk zu richten:

5 „Versammelt Jahve seine Frommen, / die den Bund mit ihm unter Schlachtopfern besiegeln,

6 Und es sollen die Himmel seine Gerechtigkeit künden, / daß ein Gott des Rechtes er ist!"

7 „Vernimm, mein Volk, laß mich reden, o Israel, laß mich dir vorhalten:

16 []³ Wie kannst du noch meine Gebote herzählen / und den Bund mit mir im Munde führen,

17 Wo doch die Zucht dir verhaßt ist / und du meine Worte hinter dich schleuderst?

____________________________


¹[ „Elohim“ ] für „Jahve“ später eingesetzt. ²[ „Gott“ ]. ³[ „Und zu dem Frevler sprach Gott“ ] . Versumstellung: auf 7 folgt 16.

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Zum Buch:

Gebundener Gr.–8°, Fadenheftung; XIV & 466 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt; darunter Worterklärungen und der Kommentarapparat.

Inhalt: Vorwort, Vorbemerkungen, Inhaltsverzeichnis, Einleitung (43 S.), Literaturverzeichnis.

In den "Vorbemerkungen" ist festgsetellt:

»Die Übersetzung fußt auf dem hebräischen (masoretischen) Text nach Biblia Hebraca, ed. Kittel (Liber Psalmorum ³,1930. In den elohimisch überarbeiteten Pss ist mehrfach stillschweigend ”Jahve" statt „Gott“ (= Elohim) eingesetzt.»

Heinrich Herkenne erklärt u. a. in seinem zweiseitigen Vorwort, datiert Aachen, den 15. November 1935:

»Das nächstgelegene Ziel bei Abfassung dieses Kommentars war die kritische Sichtung des Psalmentextes, um nach bester Möglichkeit den Boden für die Exegese zu ebnen. Zu dieser müsamen Kleinarbeit zwangen die Verhältnisse, einerseits die bekannte tiefe Textverderbnis der Psalmen, andererseits der bisherige Stand der Arbeiten am Psaltertext.« 

Herkennes Übersetzung ist eine wissenschaftliche, ebenso die Kommentierung. Oftmals wird der vermutlich verderbte Text konjiziert, d. h. umgedeutet, Verse werden umgestellt und Unstimmigkeiten in der Textfolge durch Nachbesserungen aufgeklärt. Diese Arbeit ist also nicht populär–wissenschaftlich oder gar erbaulich gehalten wie die von E. Kalt in Herders_Bibelkommentar. Im Vorwort genannte Werke von H. Gunkel, A. Bruno oder F. Wutz gehen Herkenne nicht weit genug oder haben sich betreffs der Aufgabenstellung nicht bewährt.

H´s Übersetzungsform eignet sich gut, um die wesentlichen Unterschiede zwischen der Hebraica und der LXX ersichtlich zu machen, denn die Abweichungen sind kursiv gedruckt.

VI / 1. Das Buch der Sprüche

Übersetzt und erklärt von Hermann Wiesmann S. I.

Bonn a. Rh.: ❶ 1923. 1.–5. Tausend

Imprimatur: Coloniae 1923
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10 Ein fester Turm ist der Name Jahves, / in den flüchtet sich der Fromme und ist gesichert.

11 Dem Reichen ist sein Besitz eine starke Feste / und wie eine steile Mauer in seiner Vorstellung.

12 Dem Sturz des Menschen (geht) Ueberhebung seines Herzens voran, / doch vor der Ehre schreitet die Verdemütigung..

13 Gibt jemand Antwort, ehe er (recht ) hörte, / so (wird) ihm das als Torheit und Schande (angerechnet).

14 Den Zorn des Nächsten hält aus, “wer ihn besänftigt“, / aber ein gebrochenes Gemüt – wer kann es ertragen?

15 Das Herz des Verständigen erwirbt Wissen, / und das Ohr der Weisen trachtet nach Erkenntnis.

16 Das Geschenk, (das) jemand (gibt), verschafft ihm Platz / und besorgt ihm Zutritt zu den Großen.

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“Veränderung des Grundtextes“

Kap. 18


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Zum Buch:

Gebundener Gr.–8°, Fadenheftung; (8) & 100 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt; darunter der Kommentarapparat.

Inhalt: Vorwort, Erklärung der Zeichen, Inhaltsverzeichnis, Einleitung samt Literaturverz. (10 S.), Alphabetisches Inhaltsverzeichnis am Schluß.

Der Verfasser schrieb ein kurzes Vorwort, datiert Bonn, den 15. August 1923.


VI / 2. Das Buch des Predigers oder Koheleth

Übersetzt und erklärt von Dr. Arthur Allgeier

Bonn a. Rh.: ❶ 1925. 1. bis 3. Tausend

Imprimatur: mit erzbischöflicher Druckerlaubnis. o. J.
Koph.png Wortstimme

10 Ich habe die Beschäftigung gesehen, die Gott dem Menschen zu übernehmen gibt:

11 Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, / doch hat er auch das Geheimnis (?) gelegt in ihr Herz, / indem der Mensch das Werk, das Gott tut, nicht findet von Anfangbis Ende.

12 Ich habe   e r k a n n t  , daß bei ihnen nur (das) gut ist: / Daß man Freude habe und es sich in seinem Leben gütlich tue.

13 Auch wenn irgend jemand ißt und trinkt und es gut hat ob all seiner Mühe, / so ist das eine Gabe Gottes.

14 Ich habe   e r k a n n t  , daß alles, was Gott tut, ewig gilt; / dazu kann man nichts beifügen und davon nichts wegnehmen, / und Gott hat gemacht, die (?) ihn verehren.

15 Was war, ist längst, und, was sein wird, ist längst. / Und Gott ahndet einen Verfolgten.

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15: wörtlich: Und Gott sucht einen Verfolgten

Kap. 3
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Zum Buch:

Gebundener Gr.–8°, Fadenheftung; (8) & 56 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt; darunter der Kommentarapparat.

Inhalt: Vorwort, Abkürzungen, Inhaltsverzeichnis, Einleitung samt Literaturverz. (19 S.), Register am Schluß.

Der Verfasser schrieb ein Vorwort, datiert Freiburg i. B., 24. Dezember 1924.


VI / 3. Das Hohe Lied

Übersetzt und erklärt von Dr. Athanasius Miller

Bonn a. Rh.: ❶ 1927. 1. bis 3. Tausend

Imprimatur: Coloniae 1927 / Beuronae 1926
Koph.png Wortstimme

5 Wer ist´s, der da heraufsteigt aus der Steppe, / Gestützt auf ihren Geliebten?

Unter dem Apfelbaum habe ich dich geweckt; / Dort gebar dich in Schmerzen deine Mutter, / Dort lag in Wehen deine Gebärerin.

6 Leg mich wie einen Siegelring an dein Herz, / Wie ein Siegel an deinen Arm.

Ja, stark wie der Tod ist die Liebe, / Hart wie die Unterwelt das Eifern der Liebe.

Ihre Gluten sind Feuersgluten, / Ihre Flammen Jahweflammen.

7 Viele Wasser vermögen die Liebe nicht zu löschen, / Und Ströme schwemmen sie nicht fort – / Wollte einer allen Reichtum seines Hauses für die Liebe geben, / Man würde ihn verachten.

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Kursivdruck: Abweichungen vom Text

Kap. 8
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Zum Buch:

Gebundener Gr.–8°, Fadenheftung; VIII & 74 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt; darunter der Kommentarapparat.

Inhalt: Vorwort, Abkürzungen, Inhaltsverzeichnis, Einleitung samt Literaturverz. (21 S.), Namen– und Sachverueichnis am Schluß.

Der Verfasser schrieb ein Vorwort, datiert Rom, St. Anselm, am Feste der hl. Agnes, 21. Januar 1927.


VI / 4. Das Buch der Weisheit

Übersetzt und erklärt von Dr. Franz Feldmann

Bonn a. Rh.: ❶ 1926. 1. bis 3. Tausend

Imprimatur: Mit erzbischöflicher Druckerlaubnis. o. J.
Koph.png Wortstimme


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Zum Buch:

Gebundener Gr.–8°, Fadenheftung; VIII & 132 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt; darunter der Kommentarapparat.

Inhalt: Vorwort, Abkürzungen, Inhaltsverzeichnis, Einleitung samt Literaturverz. (24 S.), Register und Berichtigungen am Schluß.

Der Verfasser schrieb ein Vorwort, datiert Bonn im Dezember 1925.


VI / 5. Das Buch Jesus Sirach oder Ecclesiasticus

Übersetzt und erklärt von Dr. Hermann Eberharter

Bonn a. Rh.: ❶ 1925. 1. bis 3. Tausend

Imprimatur: Mit erzbischöflicher Druckerlaubnis. o. J.
Koph.png Wortstimme


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Zum Buch:

Gebundener Gr.–8°, Fadenheftung; VIII & 168 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt; darunter der Kommentarapparat.

Inhalt: Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Einleitung samt Literaturverz. (15 S.), Namen– und Sachverzechnis am Schluß.

Der Verfasser schrieb ein Vorwort, datiert Salzburg, am Feste des hl. Erzmartyrers Stephanus 1924.



Biogramme:

Andreas Eberharter:

Nach der Gymnasialzeit Franziskanergymnasium in Hall studierte A. E. an der theologischen Fakultät in Salzburg als Alumne des dortigen Priesterseminars. Am 13. Juli 1890 wurde er zum Priester geweiht und ging danach für zehn Jahre in die Seelsorge als Kooperator: Nach Brixlegg, Tirol 1891-1892; in Alpach, Tirol 1892-1895; Kaplan in Maria Kirchental, Salzburg 1895-1896, Stadtkooperator in Rattenberg, Tirol 1896-1897, Kooperator in Kirchbichl, Tirol 1897 und in Zell am Ziller, Tirol 1897-1901. Am 7. Juli 1896 – er war damals Wallfahrtskaplan im Maria Kirchenthal – promovierte er zum Dr. theol. Er absolvierte eine längere Studienreise, die ihn nach Syrien, Palästina und Ägypten führte. Nach Beendigung dieser Reise wurde er im Sommer 1901 an der theologischen Fakultät in Salzburg als a.o. Professor für Altes Testament und Orientalische Dialekte bestellt. 1909 wurde er dann zum o. Prof. für diese Fächer bestellt. Er wirkte 30 Jahre an der theol. Fakultät in der Priesterausbildung. In seiner Zeit als Professor war er viermal Dekan, 1911/12, 1918/19, 1924/25 und 1928/29. 1906 war er Obmann im Piusverein, 1911 Kustos der Studienkirche, Kustos der Aula Academica und des Sacellums, Präses der Priesterkongregation, geistlicher Rat 1920.

Hermann Wiesmann:

Wiesmann,_Hermann