Böttcher, Friedrich: Unterschied zwischen den Versionen

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Antiquadruck, XXIV & 56 S. Vorwort verfaßt Dresden, Sachsen, Juni 1850.
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Buch in Antiquadruck, XXIV & 56 S. Vorwort verfaßt Dresden, Sachsen, Juni 1850.
  
 
So weit bisher gelesen, ist ''Böttcher'' der einzige, der das Tetragram <span style="color:#0000CD">IHVH</span> mit <span style="color:#0000CD">'''Jahva'''</span> übersetzt. In der umstrittenen Stelle <span style="color:#0000CD">Hohe Lied 8:6</span>
 
So weit bisher gelesen, ist ''Böttcher'' der einzige, der das Tetragram <span style="color:#0000CD">IHVH</span> mit <span style="color:#0000CD">'''Jahva'''</span> übersetzt. In der umstrittenen Stelle <span style="color:#0000CD">Hohe Lied 8:6</span>

Version vom 17. Oktober 2021, 21:11 Uhr

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Böttcher, Julius Friedrich (* Dresden, Sachsen 25. Oct. 1801 † 21. Juni 1863 ebenda) Dr. theol & phil.


 »Wenn endlich Fr. Böttcher in seiner Schrift: „Die ältesten Bühnendichtungen“, Leipzig 1850, ausser dem Hohenlieds auch noch das Siegeslied der Deborah (Richt. 5) , auf die modernste, geschmackloseste Weise zu einer Fest–Kantate dramatisch zustutzt, so zeigt das nur, wie sowohl das Wesen echter alter Lyrik, als auch das des Drama´s von gelehrten poesielosen Köpfen miskannt werden kann. Es wäre ein Leichtes,, auf diese Art z. B. jede Göthesche Balade zu einem Drama mit Chören u.s.w. zu verunstalten.« (Meier,_Ernst, Die Form der hebräischen Poesie, Tübingen 1853, S. 7)


Die ältesten Bühnendichtungen

Der Debora- Gesang und das Hohe Lied

dramatisch hergestellt und neu übersetzt von Friedrich Böttcher

Leipzig, Sachsen: Verlag von Joh. Ambr. Barth. 1850

Koph.png Wortstimme

1. Da sang Debora und Barak, Abinóam's Sohn,

an jenem Tage, sprechend:

2. Dass erblühten die Blüthen an Israel,

dass frei sich erhob das Volk,
lobpreiset den Jahva!

3. Höret's, Könige! Merkt auf, Majestäten!

I c h ´ bin's, die Jahva --, I c h ´ bin's, die singen will,

harfen dem Jahva, Israel's Gott! --

4. Jahva, da du auszogst von Se´ir,

daher schritt´st von Edom's Gefilde:

die Erde bebte, ja die Himmel troffen,

ja die Wolken troffen von Wasser.

5. Die Berge schütterten vor Jahva's Nähe,

dort er Sinai, vor Jahva, Israel's Gott!
Richter: Debora- Gesang

5. Wer ist die, so herauf kommt von der Trift,

festgelehnt auf ihren Schatz?

Hier unter dem Quittenbaum rührt' ich das Herz Dir.

Eben da kam deine Mutter mit Dir nieder,

ja, da kam sie nieder und gebar Dich. --

6. O leg' mich wie den Siegler auf's Herz Dir,

wie den Siegler an den Arm Dir.

Denn stark wie der Tod ist Liebe,

hart, der Scheol gleich, Herzqual.

Ihre Gluthen sind Feuer - Gluthen,

Flamme von Jahva.

7. Wasser die Fülle vermögen nicht

zuzudecken die Liebe;

Und Ströme fluthen sie nicht fort.

Ja, gäb' auch ein Mann

Seines Hauses ganze Hab' um Liebe:

Verachtung, Verachtung nur würd' ihm.

Hoh. Lied VIII
Bookmitband.gif
Zum Buch: st

Buch in Antiquadruck, XXIV & 56 S. Vorwort verfaßt Dresden, Sachsen, Juni 1850.

So weit bisher gelesen, ist Böttcher der einzige, der das Tetragram IHVH mit Jahva übersetzt. In der umstrittenen Stelle Hohe Lied 8:6 , hebr.: ´schelhevetjah` emendiert er das adjektivische jah zum Nomen Jahva.


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Biogramm:

Friedrich Boettcher, Dr. theol & phil.; Mitglied der deutschen morgenländischen und historisch- theologischen Gesellschaft zu Leipzig

https://www.deutsche-biographie.de/sfz5083.html