Böckel, Ernst

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Böckel, Ernst Gottfried Adolf (* Danzig, Pommerellen 1. April 1783 † 5. Jan. 1854 Oldenburg, Oldbg.) Hauptpastor, D. theol. Scholarch


Hiob

❶ für gebildete Leser bearbeitet von Ernst Gottfried Adolf Böckel

Berlin: Verlag ..... Rücker. 1821

Reihe: Die heiligen Dichter der Hebräer. Band 1

➋ übersetzt und für gebildete Leser kurz erläutert von Ernst Gottfried Adolf Böckel

Hamburg: gedruckt und verlegt von Joh. Aug. Meißner, eines Hochedl. und Hochw. Raths Buchdrucker. / Zweite, ganz umgearbeitete* und vermehrte Ausgabe 1830

Koph.png Wortstimme

21. Erbarmt, erbarmt euch mein, ihr Freunde, / Denn Gottes Hand hat mich geschlagen.

22. Warum verfolgt ihr mich, wie Gott, / Und werdet nicht, mich zu zerfleichen, satt?

23 O würden aufgeschrieben meine Worte, / O würden sie gezeichnet in ein Buch,

24 Mit einem Eisengriffel und mit Blei, / Auf ewig in den Fels gehauen!

25. Allein ich weiß: mein Rächer lebt, / Der Lezte wird er auf der Erde bleiben;

26. Und wäre alles dieß sammt meiner Haut verzehrt, / Auch ohne Fleisch erblick ich Gott;

27. Ich selber werd´ ich sehn, / Mein Auge wird ihn schauen, nicht als Feind; / Es schmachtet schon danach mein Herz im Busen.

Cap. 19 [Rechtschreibung unverändert belassen]
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Zum Buch: st

Daten der ➋. Ausgabe:

|*»2., ganz umgearbeitete, mit einer Zugabe philologischer und exegetischer Anmerkungen und der Probe eines critisch–philologischen Commentars zu den griechischen Übersetzungen des Hiob vermehrte Ausgabe.«

Buch in Antiquadruck (!); (7), 206 & [2] S.; Schrifttext einspaltig und versweise gesetzt; ab S.80 folgen die "Erläuterungen", ab S. 145 "Specimen animadversionum criticarum et philologicarum in Graecos Jobi interpretes".

Böckel schrieb ein gut einseitiges Vorwort; darin ist u. a. gesagt:

»Ich habe mich vor allen Dingen bemüht, die Übersetzung so treu, als möglich, dem Original nachzubilden, ohne jedoch den metrischen Rhythmus zu verlassen, dessen nach meinem Gefühl die Nachbildung eines solchen Werkes in unserer Sprache bedarf; nur sehr selten, schmeichle ich mir, ist die wörtliche Treue diesem Rhythmus zum Opfer gebracht.. Wer sich die Mühe giebt, die vor neun Jahren erschienen der Ausgabe mit der gegenwärtigen zu vergleichen, wird wenigstens mein Bemühen erkennen, überall nachzubessern, und, wo dies nicht hinreichte, alles

umzugießen und in einer ganz neuen Form darzustellen.«


Die Denksprüche Salomo's

übersetzt und für gebildete Leser kurz erläutert von D. Ernst Gottfried Adolf Böckel

Hamburg: Gedruckt und zu bekommen bei Johann August Meißner, E. Hochedl. und Hochw. Raths Buchdrucker. 1829


Koph.png Wortstimme

22. Der Ewige beſaſs mich, als er zu wirken begann,

vor ſeiner Schöpfung, von Anbeginn;

23. von Ewigkeit her bin ich Königin,

von Anfang, von Entſtehung der Erde;

24. als noch keine Meere waren, ward ich geboren,

als noch keine Quellen waren, reich an Waſſer;

25. ehe die Berge eingeſenkt waren

vor den Hügeln ward ich geboren,

26. als er noch nicht gemacht hatte das Land und die Steppen,

und das erſte Stäubchen der Welt.

27. Als er den Himmel ordnete, war ich dabei;

als er die Wölbung über dem Meere bildete

28: als er die Wolken oben befeſtigte,

als er den Quellen der Tiefe ſeine Stelle gab,

29. als er dem Meere ſeinen Platz anwies,

damit das Waſſer ſeine Ufer nicht überſchritte,

als er die Säulen der Erde gründete,

30. da war ich ihm zur Seite als Pflegekind,

da war ich ſeine Luſt Tag für Tag,

da ſpielt' ich vor ihm alle Zeit,

31. ich ſpielte auf seinem Erdenkreiſe,

und hatte meine Luſt an den Menschenkindern.–

Kap. 8 
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Zum Buch: st

Untertitel: "Angehängt ist eine Zugabe philologischer und exegetischer Anmerkungen".

Daten: ...- Format; VI & 152 pp in (für diese Zeit unüblichem) Antiquadruck. Der Schrifttext ist versweise und gut lesbar gesetzt. Böckel schrieb ein undatiertes und unverortetes Vorwort, worin zu lesen ist:

»Ich habe mich bemüht, den Sinn der zum Theil herrlichen, wahrhaft goldnen Sprüche treu wiederzugeben, so treu, wie es der genius der deutschen Sprachezulassen wollte; nur die durch gar zu ängtliche Wörtlichkeit der Übersetzung herbeigeführte Dunkelheit an Stellen, wo das Original für den mit der Grundsprache bekannten Leser keine Spur davon hat, habe ich zu vermeiden gesucht.« 

Bis zur Seite 80 ist der Schrifttext wiedergegeben, ab S. 81 die Erläuterungen.

Das Neue Testament

übersetzt mit kurzen Erläuterungen und einem historischen Register von Ernst Gottfried Adolf Böckel

Altona/ Elbe, Holstein: Verlag von Johann Friedrich Hammerich. 1832

Koph.png Wortstimme

1. Als Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa, zur Zeit des Königs Herodes; sieh, da kamen Magier aus dem Morgenlande nach Jerusalem, und sprachen:

2. Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande, und sind gekommen, ihm zu huldigen.

3. Da das der König Herodes hörte, erschrak er, und ganz Jerusalem mit ihm.

4. Und er versammelte alle hohen Priester und Schriftgelehrten des Volkes, und befragte sie, wo Christus sollte geboren werden.

5. Sie sprachen zu ihm: Zu Bethlehem in Judäa; denn also ist geschrieben von dem Propheten:

6. Und du, Bethlehem, Stadt Juda's, bist keines Weges die geringste unter den Fürsten Juda's; denn aus dir wird hervorgehen ein Führer, der weiden wird mein Volk Israel.

Ev. d. Matth. 2

13. Er hat uns errettet aus der Gewalt der Finsterniß, und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe,

14. durch den wir haben die Erlösung, die Vergebung der Sünden,

15. welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborne aller Geschöpfe.

16.Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Thronen, oder Herrschaften, oder Obrigkeiten, oder Gewalten; alles ist durch ihn und für ihn geschaffen.

17. ...

Colosser 1. Cap.
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Zum Buch:

Daten: ... - Format, VI, 288 und 142 pp. Frakturdruck; Schrifttext zweispaltig ohne Beigaben. 140 Seiten Erläuterungen sowie ein historisches Register findet man im Anhang. Übersetzung ist ohne Grundtextangabe, jedoch nach dem Griechischen.

Der lange Markus- Schluß ist übersetzt (16:9-20), ebenso die Passage der ehebrechenden Frau (Joh. 7:53-8:11)

Böckel schrieb ein gut einseitiges Vorwort Hamburg, 1832, am Karfreitage; darin heißt es unter anderem, daß er den wichtigsten Theil der Heiligen Schrift, durch Aufforderung seiner Freunde veranlaßt, dem Publicum übergibt, welch eine so viel als möglich treue, durch kurze Anmerkugen erläuterte Uebersetzung zu haben wünschten. Diese Arbeit möge neben den schätzbaren Leistungen de Wettes nicht ganz wertlos erscheinen.

Zur Person:

Doctor der Theologie, Hauptpastor an der Jacobikirche und Scholarchen in Hamburg.

http://de.wikisource.org/wiki/ADB:Böckel,_Ernst_Gottfried_Adolf // http://www.deutsche-biographie.de/sfz4933.html