Arnheim, H(eymann)

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Arnheim, Heymann Chaim Halevi (* Wongrowitz, Posen 27. Schwat 5556 / 6. Feb. 1796 Mem.png 17. Tischri 5630 / 22. Sep. 1869 ebenda)

Der Pentateuch nebst den Haftaroth • חמשה חומשי תורה וגם ההפטרות

Mit deutscher Übersetzung. Mit Beigabe der Sabbathgebete.

Prag, Tschechien: Eigenthum und Verlag von Jakob W. Pascheles.

(1. Aufl. 1840/ 41 bei Monasch, Krotoschin; 2. Aufl. 1855 bei Landau, Prag)

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Zum Buch:
ArnheimToraC.png

Die fünf Bändchen sind im Duodez- Format hergestellt und, betreffs des deutschen Textes auf der jeweils linken Buchseite, in Fraktur gedruckt. Beigaben irgendwelcher Art, seien es Anmerkungen oder alternative Lesarten, sind nicht vorhanden. Immerhin: die Haftoroth sind übersetzt, die Sabbath- Gebete nicht. Die erste Auflage dieses Werkes erschien ca. 1840, etwa drei Jahre nach dem Erscheinen der >„Zunz“- Bibel, innerhalb der Heymann Arnheim ebenfalls für die Übersetzung des Fünfbuchs (ohne Deuteronomium) zeichnete. Jene Ü. und die aus der hier besprochenen Ausgabe sind jedoch nicht identisch.

Band 1: BERESCHIT ספר בראשית

Prag: wie oben. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage 1877

Koph.png Wortstimme

„Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.

Und die Erde war öd und wüst, und Finsternis auf der Fläche des Abgrundes,

und der Geist Gottes schwebte über der Fläche des Wassers.

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

Und Gott sah das Licht, daß es gut war,

und Gott schied zwischen dem Licht und der Finsterniß.

Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsterniß nannte er Nacht.

Und es ward Abend und ward Morgen: Ein Tag.—“

Genesis 1: 1-3 


"So spricht Gott der Ewige, der die Himmel erschaffen

und sie ausgespannt,

die Erde ausgedehnt, mit ihren Sprößlingen,

der Odem gibt dem Volke auf ihr,

und Lebenshauch denen, die auf ihr wandeln.

Ich, der Ewige, habe dich berufen zum Heile, und deine Hand gefaßt

und dich bewahret, und dich eingesetzt zur Erheiterung des Volkes,

zum Lichte der Nationen, blinde Augen zu öffnen,

herauszuführen aus dem Kerker den Gefesselten,

aus dem Gefängnißhause die Bewohner der Finsterniß.

Ich, der Ewige, das ist mein Name,

und meine Herrlichkeit geb' ich keinem Andern,

noch meinen Ruhm den Götzenbildern."

Jes. 42: 5 - 8 
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Zum Buch:

(3), 175 (Doppel–) & [36 Doppel–] S.

Band 2: SCHEMOTH ספר שמות

Prag: wie oben. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage 1877


Koph.png Wortstimme

"Wie ist sein Name?“ was soll ich ihnen sagen?

Da sprach Gott zu Moscheh:  I c h  w e r d e   s e i n ,  d e r   i c h  b i n .

Und sprach: Also sprich zu den Kindern Jisrael:

Ehjeh sendet mich zu euch. Und ferner sprach Gott zu Moscheh:

Also sprich zu den Kindern Jisrael: der Ewige, der Gott eurer Väter,

der Gott Abraham’s, der Gott Jizchak’s und der Gott Jaakob’s sendet mich zu euch.

Das ist mein Name für ewig, und das meine Benennung für alle Zeiten.“

Exo 3: 13b- 15 


"Als Zügellosigkeit eingebrochen war in Israel,

da gab sich willig hin ein Volk,

(dafür) preiset den Ewigen! Höret Könige ! horchet auf, Fürsten !

Dem Ewigen will ich singen, saitenspielen dem Ewigen, dem Gott Jisrael's.

Ewiger, bei deinem Auszug von Sëir, bei deinem Einherschreiten

vom Gefilde Edom, bebete die Erde, troffen die Himmel,

auch die Wolken troffen Wasser.

Berge zerfloßen vor dem Anblicke des Ewigen, des Gottes Jisrael's."

Deborah's Lied in Richter 5 
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Zum Buch:

(3), 154 (Doppel–) & [36 Doppel–] S.

Band 3: VAJIKRA ספר ויקרא

Prag: wie oben. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage 1877

Koph.png Wortstimme

„Und die Person, die sich den Beschwörern und Weissagern zuwendet,

um ihnen nachzubuhlen,

auf dieselbe Person werde ich meinen Zornblick richten,

und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.

So heiliget euch denn, daß ihr heilig seid,

denn ich, der Ewige, bin euer Gott.

Und wahret meiner Satzungen und thuet sie.

Ich, der Ewige bin es, der euch heiliget.“

Leviticus 20: 6-8 


"Der Eine spricht: Dem Ewigen gehör' ich!"

und der andere nennt sich mit dem Namen Jakob,

und dieser verschreibt sich dem Ewigen,

und benennt sich mit dem Namen Jisrael.

Also spricht der Ewige, der König Jisrael's und sein Erlöser,

der Ewige der Heerschaaren:

Ich bin der Erste und ich bin der Letzte,

und außer mir gibt es keinen Gott.

Und wer wie ich verkündet und berichtet, und stellt es mir dar,

seit ich es verhängt habe, o Volk der Urzeit?

und das Eintreffende, und was da kommen wird,

mögen sie es verkünden."

Jes 44: 5 - 7 
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Zum Buch:

Torah.jpg (3), 119 (Doppel–) & [36 Doppel–] S.

Band 4: BAMIDBAR ספר במדבר

Prag: wie oben. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage 1877

Koph.png Wortstimme

„Es bestelle der Ewige, Gott der Geister in allem Fleische,

einen Mann über die Gemeinde,

welcher ausziehe vor ihnen, und welcher einziehe vor ihnen,

und der sie ausführe,

und der sie einführe, daß nicht sei die Gemeinde des Ewigen,

wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Und der Ewige sprach zu Moscheh: Nimm dir den Jehoschua, Sohn Nun,

einen Mann, in dem Geist ist, und lege deine Hand auf ihn;

und stelle ihn vor Elasar, den Priester, und vor die ganze Gemeinde

und beauftrage ihn vor ihren Augen, und lege von deiner Hoheit auf ihn,

damit (ihm) gehorche die ganze Gemeinde der Kinder Jisrael.“

Numeri 27: 18-20 


"Und er sprach: Gehe hinaus, und tritt an den Berg

vor das Antlitz des Ewigen . . . .

Und siehe, der Ewige zog vorüber, und ein Wind, groß und stark,

Berge zerreißend und Felsen zertrümmernd, (zog) vor dem Ewigen —

nicht in dem Winde war der Ewige;

und nach dem Winde war ein Erdbeben, —

nicht in dem Erdbeben war der Ewige;

und nach dem Erdbeben Feuer — nicht in dem Feuer war der Ewige;

und nach dem Feuer ein Ton sanften Säuselns.

Und es geschah, wie Elijahu das hörte, da verhüllte er das Angesicht

mit seinem Mantel und ging hinaus, und trat an den Eingang der Höhle,

und siehe, eine Stimme ward ihm und sprach: Was hast du hier, Elijahu?

Und er sprach: Geeifert hab' ich für den Ewigen,

den Gott der Heerschaaren;

denn verlassen haben deinen Bund die Kinder Jisrael."

1. Kön 19 
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Zum Buch:

(3), 147 (Doppel–) & [36 Doppel–] S.

Band 5: DEBARIM ספר דברים

Prag: wie oben. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage 1877

Koph.png Wortstimme

„Keiner gleichet Gott, Jeschurun, der auf den Himmel einherfährt

und in seiner Hoheit auf den Wolken,

dir zum Beistand. Zuflucht ist der Gott der Urzeit,

und hier unten die ewigen Arme,

und er vertrieb vor dir den Feind und sprach: Vertilgung ihm!

Und Jisrael wohnt sicher und abgesondert die Quelle Jaakob’s,

in einem Lande des Korns und Mostes;

auch seine Himmel träufeln Thau.

Heil dir, Jisrael, wer ist dir gleich?

Volk, siegend durch den Ewigen, deines Heiles Schild,

und welcher Schwert deines Ruhmes ist.“

Deuter. 33: 26-29a 


"Wer ist ein Gott wie du, der Schuld vergibt

und Frevel übersieht dem Ueberrest seines Eigenthums?

Nicht für immer hält er seinen Zorn an, denn an Gnade hat er Gefallen.

Wiederum wird er sich unser erbarmen, wird unterdrücken unsere Schuld;

ja du wirst in die Tiefen des Meeres werfen all' ihre Sünden.

Du wirst Treue erweisen Jaakob, Huld Abraham,

wie du geschworen hast unseren Vätern seit den Tagen der Urzeit."

Micha 7: 18 -20 
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Zum Buch:


(3), 127 (Doppel–) & [36 Doppel–] S.
ArnheimTorah5.png


SynagogeGlogau.png Synagoge in Glogau, wo Rabbiner Arnheim wirkte

Buch Job

übersetzt und vollständig commentirt von H. Arnheim

Glogau, Niederschlesien: Verlag von H. Prausnitz. 1836.

Koph.png Wortstimme

7. Das Verborgene Gottes willst du ausfinden? Oder bis zum Endziel des Allmächtigen hinfinden?

8.Höhen des Hummels, was willst du wirken? Tiefer denn die Unterwelt, was willst du wissen?

9. Länger denn die Erde ist ihr Maaß, und breiter denn das Meer.

10. Wenn er vorüberfährt, und man hemmt ihn; und er tritt in die Versammlung, wer will ihm Rede stehen?

11. Denn nur Er kennt die Männer der Falschheit, und Er schauet Unthat und Unverstand. -

12. Und den Sinnleeren, der besonnen, und das Waldfüllen, ein Mensch geworden.

Cap. 11

23. O, daß nun aufgeschrieben würden meine Worte! o, daß in ein Buch sie gezeichnet würden!

24. Mit eisernem Griffel und Blei, für die Dauer in den Felsen gegraben!

25. So weiß ich: Mein Annehmer lebt; wär's der Späteste, der auf dem Staube sich erhebt.

26. Und los meiner Haut -- die haben sie also zerschlagen -- und los meines Fleisches, werde ich Gott schauen;

27. Den ich, ich werde schauen mir, und meine Augen sehen, und kein Fremder! -- Danach schmachtet mein Inneres in meinm Busen.

Cap. 19
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Zum Buch:

Daten: XX und 260 pp in Frakturdruck (betreffs des deutschen Textes).

Der Verfasser Arnheim hat dieses Buch Herrn Prof. Dr. Ewald, zu Göttingen hochachtungsvoll gewidmet! Ein mehrseitiges Vorwort ist zu Glogau im Dezember 1835 verfaßt. Arnheim versichert darin u. a.: "Nirgend hat ein nöthigender Grund Anlaß gegeben, von dem k'ri [=der punktierte Text, wie er gelesen wird], des masorethischen Textes und von dem recipirten Accentuationssystem abzugehen. (...) Die Uebersetzung macht durchaus keinen Anspruch darauf, künstlerischer Anforderung zu genügen.“

Biogramm:

Als Kind vom Vater verwaist, in sehr armen Verhältnissen aufgewachsen, Talmudunterricht und Selststdium der deutschen und humanistischen Fächer. Mit 20 Jahren nach dreijähriger Ehe verwitwet; Hauslehrer in Bojanowo (Großpolen), Fordon/ Weichsel, Thorn (Westpreußen), Berlin, Hamburg, Penzlin (Mecklenburg) und Neustrelitz (Mecklenburg). 1824 erste feste Anstellung an der Schule in Fraustadt, Prov. Posen, dann ab Juni 1827 an der neuen Gemeindeschule in Glogau; 1836 Mitglied in Geigers "Verein jüdischer Gelehrter". Hält am 17. April 1839 erstmals in Glogau eine deutsche Predigt (AZJ 1839, S. 321); 1840 Oberlehrer und deutscher Prediger an der Großen Synagoge von Glogau und amtiert weiterhin als Religionslehrer am Gymnasium. 1847 Prediger an der Stiftsynagoge des Isaac Zaller Cohn, 1849 Rabbiner desselben Stifts. 1851 Rabbinatsassesor der Glogauer Gemeinde und 1854 Rabbinatsverweser; dort entstanden auch seine Übersetzerarbeiten. Leopold >Zunz ermunterte ihn zur Mitarbeit an seinem Bibelprojekt.

Wegen Krankheit tritt Arnheim zum 1. Oktober 1860 in den Ruhestand. Er war zueltzt verheiratet mit Sarah Cohn, Tochter des Salomon Cohn; sie starb 1872.