Allioli, Joseph Franz von

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Allioli, Joseph Franz von (* Sulzbach, Obpf. 17. Aug. 1793 † 22. Mai 1873 Augsburg) Professor, Domkapitular, Domprobst



Mitte des 19. Jhdts erschien die bis zur Herausgabe der Einheitsübersetzung 1974 bzw. 1980 bekannteste römisch- katholische Bibelausgabe. Sie war gemäß kirchenamtlicher Vorgabe nach der Vulgata übersetzt. Weder die Revison von A. Arndt noch spätere Ausgaben, etwa Loch & Reischl, Rießler & Storr oder die Pattloch- Bibel von Hamp, Stenzel & Kürzinger erreichten ihren Ruf. Unter Traditionalisten ist sie die katholische Bibel schlechthin.

Die katholischen BÜ des ausgehenden 18. Jhdt ist gemäß den Bestimmungen des Konzils von Trient (1546) noch ganz von der lateinischen Version des Hieronymus, der Vulgata, bestimmt. Nur diese hatte Beweiskraft in Glaubens und Sittenlehre.

Der Benediktiner Heinrich Braun hatte 1786 eine Bibelübersetzung nach der Vulgata gefertigt. Von dieser gab Johann Michael Feder (1753 - 1824) eine redigierte Fassung in drei Bänden heraus, die Anerkennung fand. J. F. v. Allioli hatte diese in sechs Bänden "durchaus umgearbeitet", nach dem Grundtext berichtigt, ab 1830 in Nürnberg herausgeben lassen. Sie zählte zunächst als dritte, verbesserte Auflage des Braun - Federschen Bibelwerks von 1803. Schon die zweite Auflage - quasi die 4. verbesserte Braun- Feder- Bibel - zeigte Allioli als alleinigen Bearbeiter (1834- '36). Hier wollte er eine sprachlich einwandfreie Übersetzung der Vulgata im Sinne des griechischen "Originals" anfertigen; die Abweichungen von der Septuaginta wurden eigens vermerkt. Die erklärenden Anmerkungen erläutern in zwei Richtungen: 1. Glaube und Sitten; 2. biblische Altertümer. Parallelstellen, Konzilstexte, Kirchenväter und die exegetische Kommentarlitertur wurden ausgewertet.

Allioli plante eine weite Verbreitung diese BÜ, die vor konfessionellen Grenzen nicht halt machen sollte. Konsequenterweise ging er 1838 die sehr einflußreiche protestantische, aber durchaus ökumenisch eingestellte BFBS (British & Foreign Bible Society) darum an, sein Neues Testament in Deutschland zu verbreiten.

In den ersten 15 Jahren erschienen von Alliolis BÜ bereits sechs Auflagen. Spätere Ausgaben mit Illustrationen (z. B. von Gustave Doré) wurden regelrechte Verkaufsschlager; bis nach den USA reichten die Lizenzverträge. Für den katholischen Raum insbesondere war die Allioli- Bibel die deutsche BÜ schlechthin; neben der Lutherbibel erreichte sie die weiteste Verbreitung innerhalb des deutschen Sprachraums. Ihre zehnte Auflage, die sogenannte Allioli- Arndt- Revision war das letzte bekannte katholische Bibelwerk, bei dem ein einzelner (Mann) beide Testamente übersetzt und herausgegeben hatte. Eine wenig später edierte, aber kaum bekannt gewordene, Ausnahme bildete nur das 19- bändige Werk des Emil >Dimmler (ab 1911). Unmittelbare Konkurrenz hatte die Allioli- Bibel nur durch das Werk des Benediktiners Leander van >Eß; diese wurde jedoch bereits 1821 auf den Kanon der verbotenen Bücher gesetzt (indiziert), siehe dort. Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde Alliolis NT neu aufgelegt oder bearbeitet; möglicherweise wird 2013 eine dieser Versione, (von L. A. Winterswyl) wiederum bearbeitet, auf den Markt kommen. (Siehe ähnliches auch bei Augustin >Arndt!)

Die von den nichtkatholischen Bibelgesellschaften (BFBS etc.) bis in die 50er Jahre verbreiten Ausgaben der ganzen Heiligen Schrift von Allioli wurden übrigens ohne die Deuterokanonischen Bücher (=Apokryphen) und ohne Anmerkungen gedruckt.

Betreffs der Wahl der (lateinischen) Vulgata als Textvorlage muß man sich vor Augen führen, daß zu Zeiten der besprochenen Übersetzung die Hinwendung zum Griechischen zwar bereits begonnen hatte (Luthers Bibel war ja seit Mitte des 16. Jhdt aus den Ursprachen, dem Textus receptus, übersetzt), aber dieser TR hatte Vorlagen, die ältestens aus dem 10. Jhdt stammten. Erst J. J. Griesbach (1745 - 1812) entwickelte Regeln, nach denen eine methodische Bewertung der existierenden Handschriften möglich war. Ein NT graece mit der Textversion, wie sie im 4. Jhdt in der byzantinischen Christenheit gebräuchlich war, wurde erst 1831 von Karl Lachmann veröffentlicht. Diese Arbeit wurde jedoch von Allioli nicht herangezogen. Und - nicht zu vergessen - der für die gesamte Textwissenschaft ungemein wichtige Codex Sinaiticus war noch gar nicht entdeckt! Allioli konnte also in seinen Argumenten schlußfolgern, daß die römische Kirche mit Recht die aus dem 4. Jhdt stammende und auf sehr alten Texten beruhende ""Lateinische"" als normativ anzusehen hatte.

Allioli, J. F. von

Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes (1866)

Aus der Vulgata übersetzt von J. F. v. Allioli

Regensburg : Verlag Friedrich Pustet o.J. (1866) Volksausgabe [Erste Ausg. 1830]

Imprimatur: Augsburg 1866
Koph.png Wortstimme

"Gebet Moses, des Mannes Gottes.

Herr, unsere Zuflucht bis du geworden von Geschlecht zu Geschlecht.

Ehedenn die Berge wurden, und gebildet ward die Erde und ihr Umkreis,

bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Verwirf nicht den Menschen zum Verderben,

du, der gesagt: Bekehrt euch, Menschenkinder!

Denn tausend Jahre sind vor deinen Augen wie der gestrige Tag,

der vergangen, und wie eine Wache in der Nacht."

Ps 89, 1+4 V


"Jetzt will ich der Werke des Herrn gedenken, und verkünden, was ich gesehen.

Durch das Wort des Herrn entstanden seine Werke.

Die Sonne beleuchtet und schauet alle Dinge,

und die Schöpfung ist voll der Herrlichkeit des Herrn.

Hat nicht der Herr seinen Heiligen befohlen, alle seine Wunder zu erzählen,

die der allmächtige Herr mit Macht gewirkt, um seine Herrlichkeit zu bewähren?

Er erforschet den Abgrund und der Menschen Herz, und kennet ihre List.

Denn der Herr kennet alles Wißbare, und durchschauet die Wunder der Welt.

Er verkündet das Vergangene und Zukünftige, und entdecket die Spuren der geheimsten Dinge."

Ecclesiastikus 42: 15-19


"Im Anfange war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Dieses war im Anfange bei Gott. Alles ist durch dasselbe gemacht worden

und ohne dasselbe wurde nichts gemacht, was gemacht worden ist.

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht das Licht der Menschen.

Und das Licht leuchtete in der Finsterniß,

aber die Finsterniß hat es nicht begriffen."

Joh 1, 1-3 
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Zum Buch:

Großoktavband, gebunden und fadengeheftet, (4), LXXII, 888 & 268 S. Frakturdruck zweispaltig. Abschnittsüberschriften. Kurzerklärungen, Verweisstellen und Alternativübersetzungen in den Fußnoten.

Die Übersetzung erschien 1830 zunächst in 6 Bänden, 1834 in 12 Bänden und 1839 in 6 Bänden; Später gab es mehrere Revisionen und Bearbeitungen.

Die Allioli-Bibel erschien ferner in zahlreichen Prachtausgaben und war die am weitesten verbreitete katholische Bibel des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Für den katholischen Gebrauch wurden sowohl die ganze Schrift als auch das NT mit und ohne Psalmen von nichtkatholischen Verlagen und Bibelgesellschaften gedruckt, und zwar bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Absicht war, dem mit Bibeln nur dürftig ausgestatteten katholischen Volk eine billige Heilige Schrift anbieten zu können. Die Urheber dieses Gedankens waren die protestantischen Bibelgesellschaften und deren Missionsgedanke. Allioli und van Eß (siehe dort), deren Ausgaben nachgedruckt wurden, unterstützten diese Unternehmungen. Die Vollbibeln enthielten nicht die deuterokanonischen (=apokryphischen) Schriften. Dahinter stand hauptsächlich der Wille der Mutter aller Bibelgesellschaften, der BFBS (British and Foreign Bible Society), die die deutschen Bibelgesellschaften unterstützten, aber auch dahingehend Einfluss zu nehmen versuchten, z.B. die Apokryphen nicht mit abdrucken zu lassen. Diese sind in aller Regel in der in England edierten „Authorized Version“ (King James Bible), der bekanntesten englischsprachigen Bibel seit 1611, ebenfalls nicht abgedruckt (jedoch als Separatdrucke erhältlich), weil in der hebräischen Bibel nicht enthalten.

StLudwigEschbachPf.png
Portal St. Ludwig (1832) in Eschbach, Pfalz: Vulgatatext 
Joh. 10:7 »Ego sum ostium ovium«
»Ich bin die Thüre zu den Schafen« (Allioli)

Ergänzungswerk

Als Ergänzung zur Heiligen Schrift war ein 680 Seiten starkes Beigabenwerk erschienen mit dem Titel:

Ausführliche Anmerkungen zur Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testamentes:

"Ergänzung der Handausgabe und der illustrierten Handausgabe."

München: Vogel’sche Verlagsbuchhandlung 1855




Folgende Allioli -Ausgaben sind hierzu exemplarisch:


Koph.png Wortstimme

."..der fragte ihn, welches das erste aller Gebote sei?

Jesus aber antwortete ihm: Das erste aus allen Geboten ist:

Höre, Israel, der Herr, dein Gott, ist Ein Gott.

Und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen,

aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemüte und aus allen deinen Kräften.

Das ist das erste Gebot. Das andere ist diesem gleich:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Markus 12: 28b-31a

Das Neue Testament (1911)

Wien (Austria): Britische und Ausländische Bibelgesellschaft 1911

Text der vom apostolischen Stuhle approbierten Ausgabe.
Koph.png Wortstimme

"Zum Ende, ein Psalm Davids.

Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes

und das Firmament verkündet die Werke seiner Hände.

Ein Tag bringt dem andern das Wort herfür, und eine Nacht meldet der andern die Kunde.

Es ist keine Sprache, es ist kein Wort, deren Stimme man nicht hörete;

über die ganze Erde gehet aus ihr Schall

und bis an die Enden des Erdkreises ihr Wort.

In der Sonne hat er seine Wohnung gesetzt."

Psalm 18: 1-5 V 

Das Neue Testament. Die Psalmen (1910)

Aus der Vulgata.

Stuttgart: Druck der Stuttgarter Vereins=Buchdruckerei 1910.

Wortgetreuer Abdruck des vom apostolischen Stuhle approbierten Textes.

Zum Buch:

Im "Stuttgarter Illustrierter Bibelkatalog" der Privilegierten Württemberischen Bibelanstalt von 1932 wir dieser Titel unter der Rubrik

"Stuttgarter katholische Bibelausgaben" geführt. Für -.60 Mark konnte man sie in kleinem Taschenformat, für 90 Pfennige als Ausgabe mit 14 Bildern von Schnorr von Carolsfeld bestellen. Als Fußnote war auf dieser Seite zu lesen:

"Wir empfehlen diese Bibelausgaben angelegentlich zur Verbreitung in katholischen Gegenden und katholischen Familien." Eine wahrhaft edle pre- ökumenische Einstellung.....

Das Neue Testament (und die Psalmen) unseres Herrn und Heilandes Jesu Christ

übersetzt

Leipzig: Britische und Ausländische Bibelgesellschaft 1928

Druck von Poeschel & Trepte

Text der vom apostolischen Stuhle approbierten Ausgabe


Zum Buch:

Der Sedezband ist einspältig in Fraktur gedruckt.



Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes (1932)

Aus der Vulgata mit Bezug auf den Grundtext übersetzt.

Dinglingen (Baden): Druck der St.=Johannis=Druckerei 1932


Text der vom Heiligen Stuhle approbierten Ausgabe.

Zum Buch:

Der Oktavband schreibt den Text in Fraktur in zwei Spalten. Anmerkungen zum Text beschränken sich auf das absolut notwendigste. Auch ein Vor- oder Nachwort sucht man vergeblich. Dafür bietet der Verlag eine Fülle von hochwertigen farbigen Karten aller biblischen Länder, "neu bearbeitet für die Britische und Ausländische Bbelgesellschaft".

Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments (1950)

Aus der Vulgata mit Bezug auf den Grundtext übersetzt

Wien: Britische und Ausländische Bibelgesellschaft 1950

Text der vom apostolischen Stuhle approbierten Ausgabe


Zum Buch:

Diese Bibel ist zweispältig in Fraktur gedruckt und als Oktavband hergestellt.

Anm: In allen o.g. Ausgaben sind die für die katholischen Ausgaben typischen Kommentare zum Text weggelassen. Lediglich „andere Lesarten“ sind auf unterschiedliche Weise beigegeben. Auch der Bibeltext selbst variiert von Ausgabe zu Ausgabe leicht.

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Um die Jahrhundertwende "Fin De Siècle" unternahm der zum römischen Katholizismus konvertierte spätere Jesuitenpater Augustin Arnst eine völlige Überarbeitung der bewährten Heiligen Schrift in 10. Auflage der Allioli- Bibel. Sie erlangte niemals die Brühmtheit der Vorgängerausgabe. Nichtsdestoweniger ist sie die einzige Vulgata- Ausgabe, die seit einigen Jahren nachgedruckt und als illustrierte Prachtbibel sogar neu in Druck gelangte.

Wegen der Gewichtigkeit dieser Ausgabe wird sie unter dem Autorennamen Arndt gesondert behandelt:

Arndt, Augustin

Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes. Biblia Sacra Vulgatae Editionis

siehe: Arndt, Augustin




Anfang des 20. Jahrhunderts erschien folgende Bearbeitung des Evangelien- Textes in der Übersetzung von Allioli:

Rotzinger, Anselm

Gottes Wort des Christen Hort

siehe: Rotzinger ________________________


Eine weitere Bearbeitung der AT- Übersetzung stammt von

Weber, Simon

Das Alte Testament in Auswahl

siehe "Das Alte Testament" dort.

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Mitten im 2. Weltkrieg erschien anonym -- nur mit Namenskürzeln versehen -- eine Bearbeitung des NT von Alioli:

Winterswyl (=Wintersig), Ludwig Athanasius

Winterswyl (=Wintersig), Ludwig Athanasius (* Linn/ Niederrhein 1900 † 1942 Freiburg i. B.) P. Dr. Theol. OSB (säkularisiert)


Das Neue Testament (1942)

Deutsch nach der Vulgata (bearbeitet von) L. A. W.. Mit neuen Einleitungen und Erklärungen

Kolmar im Elsass: Alsatia Verlag o. J. (1942)

Imprimatur: Strassburg (o. J.)


Pe.png Wortstimme

MEHRMALS und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern

durch die Propheten geredet;

am letzten hat er in diesen Tagen zu uns durch den Sohn geredet,

welchen er zum Erben über alles gesetzt,

durch den er auch die Welt gemacht hat,

welcher, da er der Abglanz seiner Herrlichkeit

und das Ebenbild seines Wesens ist,

und durch das Wort seiner Kraft alles trägt,

nachdem er (uns) von Sünden gereiniget hat,

sitzet zur Rechten der Majestät in der Höhe.

Er ist um soviel erhabener als die Engel geworden,

je vorzüglicher der Name ist, den er vor ihnen ererbet hat."

Hebräer 1. Kap. 
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Zum Buch:

Gemäß Vorwort, das mit L.A.W. (=Ludwig A. Winterswyl) unterzeichnet ist, wurde die Textfassung nur bei den schwierigen Briefen des heiligen Paulus geändert. Hingegen wurden die Einleitungen und Erklärungen völlig neu gefasst. Mit Fleiß verteidigt W. eine Beibehaltung der Vulgata, aus der auch sein Text übersetzt ist. Der knapp in kl.8° gemachte Band druckt den Text einspaltig sehr leserlich in Antiqua. Sachlich gehaltene Erklärungen stehen in der Fußnote. Zwei s/w Karten snd in den Anhang gestellt.

L. A. W. hat darüberhinaus das Buch der Psalmen übertragen. siehe ⇒ Wintersig_=_Winterswyl,_L._A.

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Mitte 2013 hat der Verlag Nova et Vetera, Bonn, eine Bearbeitung dieser Übersetzung herausgebracht; sie ist zusammen mit dem Vulgata- Text, also zweisprachig, veröffentlicht worden (unten).

Novum Testamentum ☧ Neues Testament (2013)

Das Neue Testament lateinisch / deutsch

Lateinischer Text der Vulgata –– Deutsche Übersetzung von Joseph Franz von Allioli(sprachliche Bearbeitung)

Einleitungen und Anmerkungen von Ludwig A. Wintersig

Bonn am Rhein: verlag nova et vetera 2013

Pe.png Wortstimme

..

Imprimatur: Coloniae 2013
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Zum Buch:

Buchdaten: oktavband gebunden und fadengeheftet; Bibeldünndruckpapier mit Goldschnitt. VI & 854 Seiten. (...)

siehe ⇒ Wintersig_=_Winterswyl,_L._A. (dort auch ein Photo)


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Thieme, Karl

Die Heilige Schrift des Neuen Testaments

übersetzt aus der authentischen Vulgata von J. F. Allioli

Nach dem Urtext revidiert und erläutert von Karl Thieme unter Mitarbeit von Eugen Walter

Freiburg im Breisgau: Verlag Herder 1949


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"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,

und Gott war das Wort.

Dieses war im Anfange bei Gott.

Alles ist durch dasselbe gemacht worden,

und ohne dasselbe wurde nichts gemacht,

was gemacht worden ist.

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt."

Ev. Johannes 1: 1-5


Imprimatur: Friburgi Brisg. 1949


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Zum Buch:
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Dieses schmale Büchlein im Format 8° ist eine Herausforderung für alle Weitsichtigen. Der zweispältige Druck auf Dünndruckpapier erinnert an die Miniaturbibel von Schlachter. Innerhalb des Textes sind Zusätze gekennzeichnet. Die für Katholiken unerläßlichen Erklärungen stehen im Anhang. Thieme schrieb Pfingsten 1949 das dreiseitige Nachwort.



Anno Domini 1953 erschien ein weiteres NT, welches diese Übersetzung als Textgrundlage benutzte.

Da dies jedoch nur im Geleitwort erwähnt wird, und der Name Allioli nicht auf dem Titelblatt erscheint, wird es in diesem Falle unter dem Namen des bezeichneten Autoren beschrieben:

Kürzinger, Josef

Das Neue Testament

herausgegeben von Prof. Dr. Josef Kürzinger, Eichstädt

Aschaffenburg / Ufr: Paul Pattloch Verlag 1953

Anm.:

Nähere Informationen zu diesem "Aschaffenburger" oder "Pattloch" NT siehe: Hamp/ Stenzel/Kürzinger


Beck, Eleonore & Miller, Gabriele

Das Neue Testament [1965]

Die Übersetzung von Allioli anhand des Urtextes neu erarbeitet von Eleonore Beck und Gabriele Miller

Kevelaer, Stuttgart und Olten/Schweiz: Verlag Butzon und Bercker; Verlag Kath. Bibelwerk und Walter Verlag o.J. (1965)

Imprimatur: Münster 1965
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"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott.

Und das Wort war Gott.

Dieses war im Anfang bei Gott.

Alles ist durch dasselbe geworden, und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist.

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht schien in der Finsternis,

doch die Finsternis nahm es nicht an."

Ev. Johannes 1: 1-5



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Zum Buch:

Dieses NT in Kleinoktav- Format wurde als rotes Paperback und gebunden mit beigem Balacroneinband hergestellt. Der Bibeltextext ist einspältig gedruckt, die Anmerkungen sowie Verweisstellen stehen in den Fußnoten. Sinnabschnitte sind mit Überschriften versehen. Die vorderen und hinteren Vorsatzblätter sind mit s/w Landkarten bedruckt. Im Anhang gibt es eine Zeittafel sowie ein mehrseitiger Aufsatz "Jesus und seine Umwelt".

Dieses Buch wurde auch als Großdruck-Ausgabe, gebunden mit blauem SU verkauft (gr.8°).


2003 wurde die Beck / Millersche Ausgabe erneut revidiert herausgegeben. Mit dieser Ausgabe endet die lange Tradition der Allioli- Bibel vorübergehend. Jedoch: Die weiter oben angesprochene Bearbeitung von Winterswyl wird möglicherweise 2013 in bearbeiteter Form neu auf den Markt kommen.

Das Neue Testament [2003]

Eingeführt, kommentiert und meditiert von Eleonore Beck und Gabriele Miller

Stuttgart, Kevelaer: Verlag Katholisches Bibelwerk, Verlag Butzon & Bercker 2003

Imprimatur: -----
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"Und es trat einer der Schriftgelehrten hinzu,

der sie miteinander streiten gehört hatte;

und da er wusste, dass er ihnen gut geantwortet hatte,

fragte er ihn:

Welches ist das erste Gebot von allen? Jesus antwortete:

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr dein Gott, ist ein Herr.

Und du sollst den Herrn deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen

und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Denken

und aus deiner ganzen Kraft.

Das zweite ist dieses: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Größer als dieses ist kein anderes Gebot."

Ev. Markus 29: 28b-31
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Zum Buch:

Hardcover Großoktav, gebunden und fadengeheftet, 460 & (2) S.. Eine Art Neuauflage des NT von 1965; "E. Beck und G. Miller haben den Text nach dem griechischen Text überarbeitet, sprachlich aktualisiert, ausführlich kommentiert und mit spirituellen Impulsen versehen", so die Verlagsangabe auf der Buchrückseite. Im Gegensatz zur 1965- Ausgabe ist diese in Goßoktav hergestellt. Die Damen Beck und Miller schrieben eine einseitige Einführung. Der Text ist zweispältig gedruckt. Jedem biblischen Buch ist eine Einleitung vorangestellt. Viele Sinnabschnitte sind mit meditative Texten versehen. Karten gibts keine, aber eine Zeittafel im Anhang.

Tilmann, Herbert

(*Berlin- Charlottenburg 1. Dez. 1938) Prof. Dr. phil.


Die Psalmen

Nach der deutschen Übersetzung von Joseph Franz Allioli 1851

Für den ostkirchlichen liturgischen Gebrauch redigiert nach der Septuaginta.

von Heribert Tilmann

Gersau / Schwyz: Verein für Ostkirchliche Musik VOM. 1989

Reihe III: Textausgaben Band I

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"Herr, unsere Zuflucht bist Du geworden

von Geschlecht zu Geschlecht.

Ehe die Berge wurden

und gebildet ward die Erde und ihr Umkreis,
bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.


Verwirf nicht den Menschen ins Verderben,

Du, der gesagt: Bekehrt Euch, Menschenkinder!

Denn tausend Jahre sind vor Deinen Augen

wie der gestrige Tag, der vergangen,
und eine Wache in der Nacht.

Wie Dinge, die man für nichts hält,

so sind ihre Jahre.
Psalm 89: 1-4 LXX


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Zum Buch:

Die Entscheidung, diesen Psalter nach der LXX zu revidieren, begründet Tilmann mit dessen sprachlicher Nähe (zur LXX) der Alliolischen Übersetzung, des "katholischen Luther". Zugrundegelegt ist eine kommentierte Ausgabe aus Landshut 1851 (griech.- lat.- dt.) Überprüft wurde der Text am LXX- Text der Edition von A. Rahlfs. "Altertümliche Worte sind durch sinngleiche nicht mißverständliche Worte ersetzt. Die Rechtschreibung wurde dem heutigen Gebrauch angepaßt.
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Gesangliche Kriterien kamen bei der Silbenwahl, Vokalfolge und Versnotierung zum Tragen. Das Ergebnis wertet der Bearbeiter als einen kraftvollen, assoziationsreich auf verschiedenen semantischen Ebenen sich bewegenden singbaren Gebetstext." Soweit ein Auszug aus dem Vorwort, das Heribert Tilmann 1989 in Weingarten (Württ) schrieb. Der gebundene und fadengeheftete Kleinoktavband setzt den Bibeltext in kolometrische Zeilen, Versangaben stehen am Rand. Häufig ist ein Kapitelende mit Buchschmuck versehen. Der in der LXX vorhandene 151. Psalm ist nicht aufgenommen. Neben der zehn Jahre später erschienenen Psalmenausgabe von ⇒ Schütz,_Dorothea ist dies, soweit bekannt, bis zum Erscheinen der "Septuaginta deutsch" die einzige ausgewiesene deutsche Übersetzung aus der LXX. (Siehe jedoch ⇒ Buchhäger_Psalter!)

Der Bearbeiter Heribert Tilmann leitete von 1979 bis 2005 den Sergius- Chor für Byzantinische Kirchenmusik in Weingarten/ Württ.

Orthodoxe Schulbibel

Evangelien, Apostelgeschichte und ausgewählte Psalmen

Herausgegeben im Auftrag des Orthodoxen Schulamtes in Österreich

Bearbeitung und Redaktion: Diakon DDr. Johann Krammer

Wien (Austria): Österreichische Bibelgesellschaft. 1. Auflage September 2015

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Zum Buch:

Hierin 26 Psalmen, davon 1 in Auswahl, in der oben angeführten Tilmannschen Redaktion, bearbeitet nach der byzantinischen Textversion. ⇒ Orthodoxe_Schulbibel

Spaemann, Robert

Meditationen eines Christen [I]

Über die Psalmen 1 - 51

Stuttgart: Klett-Cotta / J. G. Cotta’sche Buchhandlung © 2014

Alle 51 Psalmen sind in einer Bearbeitung (!) der Übersetzung von Joseph Franz v. Allioli bzw. Augustin Arndt abgedruckt.

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Zum Buch:

Ca. 416 Seiten, gebunden, großes Format, Leinen mit Goldprägung, transparente Schutzhülle, 2 Lesebändchen und zweifarbiger Druck, d. h. die Psalmtexte sind in Rotdruck gesetzt.

Im Vorwort, geschrieben Stuttgart, im September 2013, heißt es zur Übersetzung der Psalmtexte:

»Die Psalmen werden in der Version der Vulgata beziehungsweise in deren unvergleichlicher deutscher Übersetzung von Joseph Franz von Allioli wieder gegeben, die einmal für deutsche Katholiken ähnlich kanonischen Status hatte wie Luthers Bibelübersetzung aus dem Urtext für Protestanten (die Zählung orientiert sich allerdings nicht an der Vulgata, sondern an der Einheitsübersetzung). Im Text der Meditationen aber habe ich mir teilweise auch die Freiheit genommen, die Verse so zu zitieren, wie sie mir im Gedächtnis gegenwärtig sind, also gelegentlich in eigener Übersetzung, in der Einheitsübersetzung oder anderen.« 

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Das stimmt so für die eingangs abgedruckten Texte aber nicht: Ein Vergleich von Ps 1 (siehe Wortstimme = Leseprobe von bzw. bei Verlag Klett–Cotta) zeigt, dass hier eine Bearbeitung des Textes von Augustin Arndt (= 10° durchaus revidierte Auflage von Allioli) vorgenommen wurde.

Biogramm:

http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Franz_von_Allioli