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In der Rubrik ⇒ Neu-&_Alt-Neuland schreibe ich regelmäßig über Neuerscheinungen und mehr aus dem Bereich >Bibelausgaben.

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Eintrag 13. Dezember 2016

Etwa zur gleichen Zeit, da die 2017er Lutherbibel auf den Buchmarkt kam, betrat ich das ergiebigste Antiquariat, das die Fächerstadt Karlsruhe noch zu bieten hat, jenes am Kronenplatz; ich gehe dort gern spazieren, denn die Auswahl an Buchhandlungen für Gebraucht–Lesematerial in der badischen Metropole ist gering, dem Internetbuchhandel sei´s geklagt. Für drei € fünfzig erstand ich diesmal eine noch ungelesene, seitenverklebte, wunderschöne in dunkelgrünes Leder gehüllte und mit goldverzierten Seiten versehene Lutherausgabe, verlegt in der sozialistischen DDR bei der EHBG Altenburg Anno 1962. Keine Widmung, nichts, wie neu! Sie bringt zwar den AT–Text der "neu durchgesehenen" von 1913 und den revidierten des NT von 1956 (nun 60 Jahre alt), aber nicht im Fraktur–, sondern bereits in Antiquadruck. Widerstehen konnte ich nicht, auch wenn es alte Lutherbibeln gibt wie Sand am Meer, sogar solche, die nahezu unbelesen sind.
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Eintrag 26. September 2016

Heute mal Zeit und Gelegenheit, „Danke“ zu sagen. Letztes Jahr bekam ich bereits überraschend Post aus Hückeswagen mit zwei dicken Ausgaben der Christianismos Bibel, herausgegeben von Karl-Heinz Pesch und Charalampos Pokas; nicht etwa auf Bestellung und Vergütung, sondern frei in Form von Belegexemplaren! Herzlichen Dank dafür ins Rheinland für dieses höchst willkommene Geschenk.

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Vor einiger Zeit zeigte mir ein ehemaliger Kollege, der Mitglied der Neuapostolischen Kirche ist, seine Lutherbibel mit dem NAK– Logo auf dem Umschlag; seither habe ich mir ein solches Exemplar gewünscht; das auch, um herauszufinden, inwieweit sich eine Standard–Lutherbibel von der Ausgabe der NAK unterscheidet. Also bestellte ich über meine Buchhandlung eine Taschenausgabe für € 15.99 vom Hausverlag der Neuapostolischen Kirche (Bischoff Verlag, Neu Isenburg). Reaktion der Buchhandlung: Geht nicht, hat keine eigene ISBN, der Verlag liefert nur nach Direktbestellung an den Kunden. Das wollte ich dann auch online organisieren, war aber abgeschreckt durch € 4.- Portokosten. Ich hoffte, irgendwo würde sich ein solches Exemplar schon finden.

Da es hier in Karlsruhe eine große NAK– Gemeinde gibt, dachte ich an den dortigen (mir unbekannten) Büchertisch– Mitarbeiter. Ich nahm mit einem Verantwortlichen Kontakt auf, der mir auch prompt versprach, sich ums Bibelbuch zu kümmern. Einige Zeit später trafen wir uns in seiner Wohnung hier ganz in der Nähe. Er zeigte mir stolz eine beeindruckende Sammlung von verschiedenen NAK–Bibelausgaben, die sich in seiner Familie im Lauf der Zeit angesammelt hatten und schenkte mir zum Abschied die neueste ´84er Revision mit Apokryphen, noch originalverpackt! Hatte ich nun gar nicht erwartet! Ganz herzlichen Dank dafür, Michael B. aus Ettlingen, für diese Großzügigkeit!

Die NAK–Version der Lutherbibel unterscheidet sich im Übrigen nicht von der gängigen Ausgabe, da sie ebenfalls in Stuttgart verlegt und in Nördlingen gedruckt wird; lediglich das Logo auf Rücken und Umschlag ist den Wünschen der Kirchenleitung angepaßt. Die Behauptung eines "Fachmannes", die fett- bzw. kursivgesetzten Kernstellen der Standardausgabe seien von oder für die NAK überarbeitet, ist somit widerlegt.

Eintrag 22. September 2016

Ein befreundeter evangelischer Kirchenmann übergab mir kürzlich ein bemerkenswertes Medikament. Dachte er womöglich, ich sei erkrankt an einem hoffentlich noch heilbaren Siechtum?

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Ob dieses »Lutherol« mit oder ohne Wissen des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland entwickelt und auf den Markt (rezeptfrei) geworfen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich denke eher, es wurde von Traditionalisten und hoffnungsfroh ewig Gestrigen entwickelt, die nicht wahrhaben wollen, dass es für die Misere eben dieser "Volkskirche" kein Gesundungsmittel mehr gibt.

Die ehemals beschworenen und hier nach wie vor abgedruckten vier Tugenden "allein aus Gnade, allein aus Glauben, allein Christus, allein die Schrift" sind nur noch abgegriffenes Werbemittel für dieses so genannte Breitband–Theologicum, dessen Inhalt im Auftrag der Kirchenleitung und mit Wissen der breiten kirchlichen Masse bereits vor vielen Jahrzehnten neutralisiert wurde.

Die wenigen gesunden und noch nicht mit dem Virus "geh den Weg der Heiden" angesteckten Brüder und Schwestern werden aus dem todkranken Körper mit Macht abgestoßen. Seien diese Standhaften gesegnet und ermutigt mit dem Schriftwort aus Offenbarung 3:21 »Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen..«

Eintrag 15. April 2016

ENGLISH BIBLE- TRANSLATIONS FROM THE SEPTUAGINT (LXX)

Da sich in meiner Sammlung auch jede Menge englische Bibelausgaben (und –teile) befinden, habe ich eine lange Liste von Ausgaben, übersetzt aus der Septuaginta (LXX), zusammengestellt. Das nicht aus Langeweile, sondern weil ich eine solche Auflistung von (besonders Psalter–) Ausgaben nirgendwo im Netz fand. Es existieren auf diversen Seiten zwar Aufstellungen, diese sind aber alles andere als up–to–date und meist noch unvollständig.

Nun gibt es also diese Zusammenstellung hier:

Haflagah_(Gen._11:7)

Ich bin mir darüber im Klaren, daß nur wenige deutsche Leser sich für dieses Thema überhaupt interessieren. Aber: Es hat mir großen Spaß gemacht und, wenn die "Native–English LXX–Psalter Freaks" das bisher nicht zustandegebracht haben, dann könnte das ja ein "Non–native", ein "Ausländer" hinbekommen. Kommentare, Ergänzungen, Korrekturen wie immer most welcome!

Eintrag 3. März 2016

STUDIENBIBEL FÜR CHRISTEN MIT EIGENINITIATIVE <°)))><

Bei einem der letzten Sonntagsgottesdienste in unserer Gemeinde fiel mir bei dem Herren, der in der Reihe vor mir stand, eine recht stattliche weinrote Bibel in Leder und Goldschnitt auf, die ich nicht gleich identifizieren konnte. Ich fragte höflich, ob ich einen Blick hinein werfen könnte: Ich war etwas erstaunt darüber, was sich mir, dem angeblichen Experten, hier bot: Eine »Schlachter Version 2000« als Studienbibel mit reichlich Verweisstellenapparat, breitem Schreibrand, aber OHNE Kommentierung; dafür mit vielen Farbphotos, Diagrammen und einem ausführlichem Studienanhang. Also eher eine Bibel zum Selberkommentieren, Anstreichen und Vermerken, jedenfalls ohne vorgefertigte Kommentare wie in anderen Studienbibeln (Genfer, MacArthur, Scofield etc.) Ein beeindruckendes Bibelbuch, ganz nach meinem Geschmack, auch was die lederne Anmutung betrifft. Irgendwie kam mir dieses Werk dann doch bekannt vor, aber eher nicht aus deutschem Verlagswesen, sondern aus einem U.S.–amerikanischen (Harvest House). Titel: Neue Induktive Studienbibel, verlegt vom oberbayrischen Precept Ministries International (Oberhaching 2013). Da unser Pastor ausgewiesener Verfechter des Textus receptus (betreffs des NT) ist, kann er der SCHLACHTER V2000 nur sein "placet" geben. Dieses beeindruckende Buch mit fast 2200 S. kann beim Verlag für knapp € 70.- bestellt werden. Die ISBN lautet: 978-3-9815099-3-9. Siehe auch ⇒ Schlachter_Version_2000

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Diese und noch weitere Ansichten der NISB kann man bei 
leseplatz.de anschauen. Dieses Werk ist sehr zu empfehlen, 
vor allem für Fans des Mehrheitstextes.

Eintrag 12. November 2015

Als ich das Bild mit dem 28. Vers aus Matthäus 11 auf meiner Facebook Seite ⇒ https://www.facebook.com/Bibelpedia-507089469460082/timeline veröffentlichte, fielen mir einige Begebenheiten wieder ein, die ich während eines mehrwöchigen Aufenthaltes in Bad Malente, Holstein, erlebte. Da ich an den Wochenenden alleine war und viel Zeit hatte, beschloss ich, auf Gottesdienst–Tourismus zu gehen. Orte und Gemeinden zwischen Lübeck und Kiel wählte ich willkürlich aus, von jüdisch über römisch-katholisch und evangelisch bis freikirchlich. Ein paar Eindrücke gebe ich hier wieder.

Der Besuch in der Synagoge zu Lübeck fand nicht statt, weil ich zu spät war, leider und schade... auf ein andermal.

An einem Sonntagsgottesdienst in der FeG (Freie evangelische Gemeinde) Eutin nahm ich als einer unter Hunderten teil, denn an eben diesem Herrentag fanden mehrere Glaubenstaufen statt; es war also eher ein Ausnahmegottesdienst und ich blieb unbemerkt zwischen all den Besuchern als erstmaliger Gast. Beeindruckend die Vielfalt der Zeugnisse der Täuflinge und die Dynamik des Gottesdienstes.

Nicht wirklich begeistern konnte mich der Gottesdienst in der Baptistengemeinde am gleichen Ort; ich wurde begrüßt von meiner Sitznachbarin, einer älteren Dame, denn unter den nicht sehr zahlreichen Besuchern (war auch während der Sommerzeit) konnte man mich nicht übersehen. Von der Predigt habe ich nichts mitgenommen, auch die Lieder waren nicht das "große Lob" an unseren Herrn, sondern alles war sehr traditionell und wenig begeisternd eingefädelt.

Eine Sonntag– Vorabendmesse lies ich mir in Malente angedeihen in der dortigen Pfarrkirche. Eine Begrüßung oder ähnliches, wie in Freikirchen allgemein üblich, gibts ja nicht, man sitzt oft solitär in der Bank in der Hoffnung, niemandem den Stammplatz wegzunehmen, wie ich es mal in Radolfzell am Bodensee erlebte. Das anderswo so sehr geschätze Wissen um eine Gemeinschaft, die zum Lob Gottes versammelt ist, kommt gar nicht erst auf. Der Pfarrherr war in Urlaub, und so wurde die Heilige (?) Messe von einem älteren Missionar des SVD– Ordens gelesen; dieser Pater predigte und seine Ausführungen waren eigentlich das Highlight, denn die Botschaft war außerordentlich substantiell, sehr nah am biblischen Wort und geprägt von großem Wissen über die tatsächlichen geistlichen Probleme der Welt; kein Wunder, er war sicher weit gereist als Steyler Missionar und sein Horizont beachtlich. Ich mochte ihn auf Anhieb. Leider bleibt es beim Lob über die Botschaft und dessen Überbringer. Eine wie immer geartete Gemeinschaft der Gläubigen habe ich nicht erlebt. Katholisch unverbindlich eben.

War die Botschaft des Paters der Societas Verbi Divini (=Gesellschaft des göttlichen Wortes) durchaus dem Anspruch des Wortes Gottes genügend, sah das beim Sonntagsgottesdienst in der evangelischen Landeskirche am selbigen Ort völlig anders aus. Man erinnere sich, auf welche Grundsätze die lutherische Kirche mal baute: Sola Scriptura (=allein die Schrift etc.) Die anwesende Pastorin hat mich nicht nur gelangweilt mit ihrer Predigt, nein, sie hat mich zum Entsetzen gebracht. Alles, was man in einer Botschaft über das teure, erhabene, tröstende, ermahnende Wort Gottes, das immer noch und immer neu in der Lage ist, Menschen von Grund auf zu verändern, das Felsen zerschlägt, das heilt und aufweckt, NICHT sagen kann, das sagte sie (auch nicht). Erschreckend, wie flach, wie oberflächlich, wie billig, wie tödlich langweilig eine Predigt sein kann. Auf diese Weise wird das Wort Gottes erledigt, entleert und nullifiziert. Beklagenswert. Auch der anschließende Kirchenkaffee konnte dem nichts mehr entgegensetzen, erhellte mein Angesicht nicht.

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ExLibris R. OOST

Ein weiterer Besuch, diesmal in Bad Schwartau bei der Adventgemeinde der STA. Ich wollte nicht für möglich halten, dass solche Gegensätze (wie zur o. g. lutherischen Gemeinde in M.) innerhalb des "Christentums" möglich sein können. Der Gemeinderaum war nicht sehr groß, jedoch sehr gut gefüllt. Die Begrüßung herzlich, nicht nur höflich. Die Band lebendig, engagiert und den Herrn musikalisch vielstimmig und mit allerlei Instrumenten lobend. Die Auslegung des Wortes hat hier Priorität und was verkündigt wurde, war im Anschluss Gesprächthema für alle Interessierten. Ich war mittendrin in dieser Gespächsrunde. Weiterhin, ich wurde eingeladen zum Mittagessen und zum Kaffeetrinken bei Gemeindegliedern, die wussten, daß ich nur auf Durchreise war. Von einem sehr sympathischen Ehepaar wurde ich ermutigt, während der kommenden Woche vorbeizuschauen, wann immer ich wollte: Wir hatten dann in deren Heim auch fruchtbare Gespräche zu Themen, die beiden Seiten auf dem Herzen lagen. Ich wurde nie "missioniert", obwohl ich kein STA- Mitglied bin. Wir haben uns verabredet auf weitere Besuche trotz oder gerade wegen der beträchtlichen Entfernung von Baden nach Holstein. Und: Am nächsten Sabbat war ich wieder da. So oder ähnlich stelle ich mir Gemeinde vor; klar, es war nur ein kurzer Einblick, aber der war sehr herzlich und vielsagend.

Resümee? Ja, ein wenig ziehe ich das. Keiner meiner Besuche bei diesen sehr unterschiedlichen Gemeinden kann einen representativen Einblick geben. Nur kurze "Insights". Traurig ist, dass ich in den beiden Volkskirchengemeinden keine wie immer geartete Gemeinschaft und kein besonderes "Willkommen" als Gast erlebte. Bei den Katholiken schon gar nicht (die ansprechende Predigt steht auf einem anderen Papier) und auch nicht bei den Evangelischen, trotz Kirchenkaffee. Zur Synagogengemeinde kann ich nichts sagen, da ich zu spät war (und mein Russisch nicht mal fragmentarisch vorhanden ist).

Die FeG war an jenem Sonntag überbevölkert und zu "busy" mit all den Täuflingen. Die evangelische Freikirche der Baptisten schien mir überaltert und mit zu wenig geistlichem Profil versehen, betreffs der Verkündigung und auch des Gesanges; kein Lobpreis, sondern "Liedgut".

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Ausgerechnet bei der Adventgemeinde, dieser so oft gescholtenen "Sekte", habe ich herzliche Gemeinschaft unter dem Wort erlebt. Ich rede nicht von theologischen Differenzen zum Mainstream und streite darüber nicht mit apologetischer Eloquenz. Ich höre auch im Falle STA nicht auf Warnungen der "anerkannten" Sektenbeauftragten (meist von der evangelischen Landeskirche); ich rede von herzlicher Gemeinschaft und dem Wunsch, das Wort heilig zu halten. M. E. n. ist z. B. die evangelische Kirche nur noch ein Kulturverein, der vor 500 Jahren mal biblische Wurzeln hatte, diese aber seit geraumer Zeit erfolgreich gekappt hat, die Bibel zum Objekt der Korrektur degradiert, die Macht Gottes verneint und die Theologie verwissenschaftlicht; das alles, um in der Welt allgemeine Akzeptanz zu erheischen. Das Erlebnis bei den STA hingegegen hat mich beeindruckt und meine Seele erfreut. –

ExLibris Dr. CARL SCHWAGER ~ 1. Kor. 13

Christen nennen sie sich, alle die, bei denen ich ein wenig hineinschnuppern durfte; in den so genannten Volkskirchen (wo ist das Volk nur geblieben?) finden sich ab und zu auch wiedergeborene Christen. Das Etikett “wiedergeboren“ bei den Mitgliedern in Freikirchen sagt über deren Beziehung zu Jesus Christus noch gar nichts aus. Das Unterscheidungsmerkmal sei demnach: Einerseits, wer gehört zum Reich Gottes und ist be–geistet und begeistert auf der Seite des Messias Jesus und, wer ist religiös, ob roh, vorgekocht oder als Eiferer, solche auf der anderen Seite...

Eintrag 19. August 2015

Seit den späten Abendstunden des 18. August ist das »bibelpedia« dank der unermüdlichen Hilfe meines Webmasters, der viele Nachtdienstunden investiert und sich lieb gekümmert hat, wieder lesbar. Nun in weißem Layout anstelle des früheren hellbraun. Danke Dir, geschätzter Bezalel! Seit einigen Wochen war es "unserviceable", weil ein Software– Update installiert werden musste.

Eintrag Juni 2015

PESCHITTA– FIEBER ausgebrochen??

Zum mehr als wiederholten Male bekam ich eine Anfrage nach dem ADNT (Peschitta– Projekt) von Holger Grimme. Es sieht so aus, als ob er es entweder nicht vollenden kann (aus finanziellen etc. Gründen) oder weil seine Berufung ihn an andere Ufer führt. Jedenfalls ist seine Webdomaine nicht mehr präsent und er ist telefonisch auch nicht erreichbar. Das heißt, mit dem ADNT Teil III ist erstmal zu Ende projektiert. Auch in den gängigen Verkaufshäusern von Amazonien, BolThalia usw. ist "tabula rasa", bei eurobuch, ZVAB etc. ist nur ein dreistes Angebot eines völlig durchgenallten (man sehe mir die harte Ausdrucksweise nach) Antiquars fürs ADNT II (€ 439.52) zu finden: Mehr kann/ mag soviel Geld für einen Teil eines unvollendeten NT Werkes ausgeben? Nicht mal ich würde das...

Ähnlich ergeht es dem Interessenten, der die etwas "radikalere" Übersetzung bzw. Zusammenstellung aus dem Aramäischen von Günther & Jörn Schwarz, Das Jesus Evangelium, und die übrigen Hefte dazu erwerben will: Auch hier muss man, da der große Titel längst vergriffen ist, knapp € 100.- ausgeben, es gibt nur ein Angebot; € 139 gar für das 2003 erschienene Taschenbuch "Worte des Rabbi Jeschu (Stand: Mitte Juni '15), nur um wenige Beispiele zu nennen; auch seine anderen Titel sind selten und z. Tl. sehr teuer.

Also, bitte keine weiteren Anfragen wegen dieser Verdeutschung, sondern, wenn es der Sprachschatz erlaubt, auf englische Übersetzungen ausweichen, deren es eine Menge gibt; ich helfe gerne bei der Auswahl!

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»THE GALILEAN«, Christian Bookstore, Overlake Square, Redmond WA (U.S.A.)

Eintrag Ende September 2014

Ein aufmerksamer Sammlerkollege aus dem Emsland hat mich dankenswerterweise auf ein mir bis dato unbekanntes Neues Testament hingewiesen, welches per g000gle digitized lesbar bzw. herunterladbar und hier im BB unter >"Anonyme" zu finden ist:

Die Heilige Schrift des neuen Testamentes (Wien). Mit auserlesenen Anmerkungen. Wien: im Verlagsgewölbe des k. k. Schulbücher = Verschleißes bey St. Anna in der Johannis=Gasse

>>books.google.de/books?id=VSZMAAAAYAAJ&pg=PP5&lpg=PP5&dq=Die+Heilige+Schrift+des+neuen+Testamentes+++Mit+auserlesenen+Anmerkungen&source=bl&ots=9aOqHckKa2&sig=PO4lgpTL2tDBzQpFGEVrg8VH2EM&hl=de&sa=X&ei=oyIpVJTyMMWhyAPkn4GQDw&ved=0CCMQ6AEwAA#v=onepage&q=Die%20Heilige%20Schrift%20des%20neuen%20Testamentes%20%20%20Mit%20auserlesenen%20Anmerkungen&f=false

Diese anonyme Wiener Ausgabe ist mir, wie gesagt, bisher nicht untergekommen. Es eine römisch- katholische Ausgabe, die nicht nach der Vulgata, sondern nach dem Griechischen veranstaltet ist, aber die Anmerkungen sind so moderat katholisch, dass man nach den typischen Hinweisen schon suchen muß; vom Autoren ist also zu vermuten, er sei eher der liberalen Richtung zuzuordnen, auch, weil er den Weg der Vulgata nicht eingeschlagen ist, wie etwa Leander van Eß. Über das Bibliothekenverzeichnis KVK konnte ich eine Erstausgabe von 1794 lokalisieren, diese digitalisierte Auflage ist die "zweyte verbesserte" aus 1808. Nun kenne ich mich in der Szene vor 1800 nicht aus, da ist Kollege Karlo Vegelahn von gleichnamigen Bibelarchiv besser unterrichtet als ich; aber auch der Versuch, diese Ausgabe im katholischen Standardwerk von J. Schildenberger Die Bibel in Deutschland aus 1965 dingfest zu machen, hat nicht gefruchtet. Einzig ein dort zitierter Vers aus Matthäus 16 aus dem NT von Dominikus v. Brentano hat große Ähnlichkeit mit der Übersetzung in dem anonymen Wiener Werk. Hilfe aus dem Internet bezüglich alter katholischer Bibeln habe ich noch nicht finden können. Wer immer etwas zu diesem Werk sagen kann: Ich bin gespannt auf ein Echo!

  • Das Echo kam, der anonyme Bearbeiter hat zwar noch keinen Namen, aber es ist bestätigt, dass das NT eine Bearbeitung der Version von D. von Brentano ist! Vielen Dank, Karlo!
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Eintrag Mitte Dezember 2013

Als ich im November 2008, also vor gut fünf Jahren, das "Bibelarchiv–Birnbaum" mit Hilfe des DA- SEIENDEN Gottes und Martin W. Richters Vorarbeiten ins Leben rief, war nicht abzusehen, dass innerhalb kurzer Zeit eine neue Bearbeitungs- Software nötig werden würde. Nun ist es geschafft, die alte Version 1.0 ist Geschichte. Nach Maßgabe meines Webmasters Bezalel ist die Software komplett auf wikimedia umgestellt und seit dem 21. Dezember ist die alte URL www.bibelarchiv.com ins neue www.bibelpedia.com integriert. Danke, danke, Bezalel für diese beträchtlich komfortablere Seite und all Deine geschätzte Professionalität und Arbeit!

Mein ALTER EGO, hier beim Schmökern in den schottischen Highlands ...

Es drängt mich, nach fünf Jahren BB eine kurze Bilanz zu ziehen! Dankbar bin ich wirklich dafür, dass es noch keine Webattacke gegen diese, mit biblischem Wort und Werk gefüllte Domain gegeben hat. Natürlich werden alle Vorkehrungsmaßnahmen getroffen, um das zu verhindern. Trotzdem!

Weiterhin bin ich überrascht, dass weder Schmähbriefe noch sonstige verbalen Angriffe eingegangen sind. Das mag natürlich auch daran liegen, dass sich nur wenige Menschen überhaupt für dieses Thema interessieren, obwohl auf der alten Seite des BB immerhin etwa 56 Tausend Besucher zu verzeichnen waren.

Es wird noch sehr lange Zeit in Anspruch nehmen, bis alle Daten und Wortstimmen zu den jeweiligen Bibelausgaben eingetragen sind, denn diese Leidenschaft will mit Familie und Vollzeitjob in Einklang gebracht werden. Nichtsdestoweniger sind Neuerungen und Ausweitungen betreffs des Inhaltes geplant. So soll zum Beispiel mehr Wert darauf gelegt werden, welcher Art und Qualität die jeweilige Übersetzung bzw. Übertragung ist und es wird eine Art Lesbarkeits- Qualifizierung geben, etwa anhand einer Skala von 1 bis 10, wie das auch bei der Beurteilung englischsprachiger Übersetzungen besonders in den U.S.A. der Fall ist.

Eine andere Sache: Auf dieser Webseite ein Diskussionsforum bzw. einen Blog einzurichten, davon habe ich bisher Abstand genommen. Wer jedoch Beiträge zum Thema leisten möchte oder sonstwie ein wie immer geartetes Interesse am Themenbereich hat - theologische Disputationen ausgenommen - der sei auf das kleine Forum, das Kollege Karlo Vegelahn bei yahoo eingerichtet hat, hingewiesen:

Für jedwede Mitteilungen, Fragen, Anregungen, Korrekturen, Ergänzungen siehe auf dieser Seite unter "Ich und Du". Danke! Todah rabbah!

Eintrag November 2013

Von einem befreundeten lutherischen Pfarrer war ich am Reformationstag (31. Oktober) zu einem Festgottesdienst im oberfränkischen Kronach eingeladen; bei einer anschließenden Informationsrunde im Gemeindehaus, bei dem unter anderem auch ein Vertreter des Gideonbundes anwesend war (diese Leute verteilen kostenlos z. B. in Krankenhäusern und Hotels Neue Testamente und Bibelteile), hörte ich zum ersten Mal folgende bemerkenswerte und schier unglaubliche Geschichte: Eine evangelisch- lutherische Landesbischöfin hatte auf einer Feierstunde des Gideonbundes nach vielen Lobreden über die gideonschen Bibelverteilaktionen angeregt, in den Räumen der Krankehausseelsorge nicht nur Bibeln, sondern auch Koranausgaben auszulegen. Damit sollten kritischen Gegenstimmen der Wind aus den Segeln genommen werden, die sich für eine Gleichberechtigung der Religionen aussprechen. Schließlich würde das Auslegen von Bibeln "postmodernen Gegenwind" hervorrufen können - und das täte es ja auch bereits - und dem müsste vorgebeugt werden. Man müsste der Frage eines muslimischen Menschen nach einer Koranausgabe menschlich begegnen können. (Siehe Artikel im "idea spektrum" von 21. 10. 2013).

Ich stelle fest – und weil sich unter meinen Vorfahren auch Mitglieder der evangelischen Kirche befanden, bin ich nicht ganz unbeleckt in diesem Metier – und schreibe voller Überzeugung: Es bleibt der Eindruck nicht aus und verstärkt sich, dass sich die evangelische Kirche zunehmend prostituiert. Vom einstmals lutherischen Postulat «sola scriptura | sola fide | sola gratia | solus Christus» ist kaum mehr etwas Greifbares übriggeblieben. Um kritischen Stimmen etwas entgegensetzen zu können, wird die Bibel degradiert und dem Heil, von dem sie Zeugnis gibt, mit intellektuellen Worten die Kraft abgesprochen, heute noch Menschen zu verändern und sie vom Reich dieser Welt zum Königreich Gottes hinüber retten zu können. Wie könnte ein christlicher (!) Seelsorger einem Muslimen helfen, indem er ihm einen Koran anbietet? Wird der Muslim dem Christen dafür danken und ihn als Gutmenschen ansehen? Wird dieser Seelsorger dafür Ansehen bei Gott erlangen oder eher dem herrschenden Zeitgeist und dem zunehmend stärkeren Gegenwind erliegen? Gibt es überhaupt noch eine Botschaft, die man Nichtchristen bringen darf betreffs des EINEN Weges, der Unverborgenheit und des Lebens? Weiterhin könnte es ja sogar geschehen, dass ein Muslim im Krankenhaus zum ersten Mal ein Neues Testament in die Hände bekommt und darin liest, Erkenntnis gewinnt und Jesus, dem Wort des ewigen Gottes, dem Gott der Bibel, begegnet! Ja, so etwas soll geschehen! Wenn die evangelische Kirche sich weiterhin der Gegenwart Jesu versichern will, wenn sie ihn nicht schon über Bord geworfen hat, (siehe, ich bin bei euch alle Tage, Matth. 28:20), dann darf sie den Missionsauftrag (Geht hin und machet Jünger, V. 19) als Voraus– Gesetztes nicht außer acht lassen!
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JEWS´ COURT Books, [Lincoln, Lincs. (England)]

Zurück zum Ort des Reformationsgottesdienstes: Sowohl in der ev.- luth. Christuskirche zu Kronach als auch in deren Gemeindehaus waren Traktate der Wachtturm–Gesellschaft ausgelegt; diese sind ja unmissverständlich durch die amerikanische heile–Welt–Grafik als solche zu erkennen. Die anwesende Dekanin war, darauf aufmerksam gemacht, nicht schlecht erstaunt. Fehlt da auch noch der Geist der Unterscheidung oder tun die Zeugen Jehovas hier und heute genau das, was sich die ELK nicht mehr traut, weil man Jesus keinem mehr zumuten kann?

Eintrag 1. Oktober 2013

England, my Beloved Bookland

Wie in den vergangenen Jahren unternahm ich auch diesen Sommer einen Trip nach England und kam bibliophil schwer beladen und völlig beglückt wieder zurück, da der Ewige wollte und ich im am Leben geblieben war!

Hauptsächlich auf dem Lande unterwegs in Städten wie Canterbury, Cambridge, York, Lincoln, Stratford upon Avon usw. konnte ich das langsame aber unaufhaltsame Sterben von Christian Bookstores und Used Boostores erleben. Die Großketten wie 'Waterstones' beherrschen, wie hierzulande 'Thalia', den Markt. Independent Bookshops gibt es immer weniger. Für das Verschwinden der Antiquarian bzw. Second Hand Bookshops ist natürlich der Internethandel verantwortlich, aber es gibt sie dennoch noch... die verstaubten, manchmal mit bedenklichem Odör behafteten alten urigen Bücherstöbereien mit dem nahezu verwelkten ältlichen Eignern, die an Individuals aus alten Sherlock Holmes Filmen erinnern. Was dort aber unbeirrt und immer neu erfunden weiterlebt, sind die Charity Shops mit den Used Books- Ecken, wo man hin und wieder mal auch biblische Schätze findet. Besonders erfolgreich war ich in den Bookstores von Oxfam (so einen Laden gibt es sogar neuerdings hier in Karlsruhe, der hat auch'n paar Bücher), gut sortiert und mit reasonable prices... Wenn solche Läden nur hier in Deutschland häufiger zu finden wären, käme der Gebrauchtbuchhandel wieder neu in Schwung!

In einer der wenigen Christian Bookstores fand ich dann einen Titel, den ich noch während des Urlaubs zu Ende gelesen hatte: ein phantastisches Buch über die Geschichte der englischen Bibel seit Wycliffe, Tyndale und Coverdale bis auf den heutigen Tag und warum eine der ersten englischen Bibeln nicht in England, sondern in Köln und Worms gedruckt wurde ... unglaublich spannend und lehrreich aus der Feder eines liebenswert verrückten amerikanischen Bibelsammlers verfasst:

  • Donald L. Brake: A Visual History of the English Bible. The Tumultuous Tale of The World’s Bestselling Book. Grand Rapids, MI 2008.
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Zuhause angekommen, habe ich dann auch den Folgeband bestellt, ähnlich gut gemacht und mit Photos versehen, die Sammler hungrig machen können:
  • A Visual History of the King James Bible. The Dramatic Story of The World’s Best Known Translation. Grand Rapids, MI 2011

Eintrag 4. Juli 2013

Bücher & ihre Reise

Bücher werden verlegt, in Buchhandlungen verkauft, in Bibliotheken zur Ausleihe angeboten oder in Privatsammlungen integriert. Sie werden nachgebunden und wieder in Antiquariaten verkauft. Heutzutage sogar "on demand" gedruckt und als Druck- Frischware verschickt. Bücher sind manchmal wie ein Reisetagebuch, das anhand der Aufkleber, Ex Libris oder Bibliotheksstempel nach"gelesen" werden kann. Früher gab es kleine Aufkleber, die von der jeweiligen Buchhandlung meist oben links aufs Vorsatzblatt eingeklebt wurden. Andere haben bemerkenswerte Widmungen oder tragen den Stempel des Eigentümers. Vor vielen Jahren kaufte ich im westfälischen Münster eine Bibel von W. M. L. de Wette mit einem wunderschönen Ex Libris; der Antiquar meinte zum Schluß: „Wenn meine Frau sehen würde, daß ich das ExLibris nicht vorher herausgelöst habe, würde sie mich dafür glatt bestrafen!" – Danke nach Münster! ... Diese bibliophilen Erinnerungsmerkmale sind auf dieser Seite hier, unter "Bibliographie & Ex Libris", "Neu & Alt-Neuland" sowie in den Übersichten "Übersetzungen" und "Psalmenausgaben" ausgestellt. Wer mag, kann mir solche Denkwürdigkeiten gerne zusenden; ich veröffentliche sie dann - auf Wunsch mit Namensnennung!

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ExLibris WINIFRED VON MACKENSEN, Mathilde Christine Helene geb. FREIIN VON NEURATH.
[(* 1904 † 1985)]

Eintrag 5. Februar 2013

Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist in aller Regel nicht hilfreich. Dennoch: Kürzlich habe ich mir mit Hilfe von diversen Psalmenübersetzungen einen Überblick verschafft über den 18. Psalm. Eine (von mehreren) der dazu ausgewählten Übertragungen war die BigS, die Bibel in gerechter Sprache; in dieser liest sich das Tetragramm im Feminin, sprich »die Lebendige«. Beim laut Lesen habe ich diese Abschnitte erstmal ver"männlicht", habe ich doch mit dem VaterGott durchaus keine Probleme. Anders gesagt, ich will es so – wohl wissend, daß die hebräische Endung des Vierworts יהוה auch als feminine Endung gelesen wird. Gott Elohim setzt sich eben angesichts des zu erlösenden Menschen auf den Thron der Barmherzigkeit und handelt wie eine Mutter! Dennoch erfordert die Einheit Gottes, wie im "schm'a" gerufen, eine Betrachtungsweise vor die Geschlechterspezifizierung zurück, eben in eine vor- geschöpfliche Ebene, in einen prä- kreativen Zustand, vereinfacht gesagt.

Nun habe ich, weil es sich so ergab, soeben den 89. Psalm gelesen in einer Übertragung, die mir gerade in die Hände kam: "Die Psalmen teutsch" des Ariosophen Jörg Lanz von Liebenfels, einem österreichischen Ex- Mönch, ausgewiesenen Ger-Maniker und fanatischen Judenhasser, der dem nicht- blonden und garnicht- blauäugigen Kanzler des sogenannten Dritten Reichs gewisse Befruchtungen lieferte. Ich las, wie gesagt, die ersten Sätze des 89. Psalms und glaubte meinen Augen nicht zu trauen: »Fraujas Gnade will im Lied ich ewig preisen und verkünden ewig deiner Lehre Wahrheit.« Lanz hat, um den Schein des tradierten Christentums zu wahren - als unverfängliches Introibo sozusagen - die Eingangsworte des Psalmes »Misericordiam Domine in aeternum cantabo« überschrieben. Lanz´ Namenswahl „Frauja" stammt aus der germanischen Götterwelt und bezeichnte in der Sage die Fruchtbarkeitsgöttin bzw. Göttin der Liebe und Ehe ("Herrin", lateinisch "Venus").

Nun wäre es unredlich, den Bearbeitern der BigS auch nur im Ansatz zu unterstellen, sie hätten bei der Verweiblichung des Gottesnamens irgendeine Anleihe bei dem verblichenen Ex- Mönch genommen. Zwischen beider Veröffentlichungen liegen ja auch immerhin genau 80 Jahre (1926 und 2006). Außerdem hat sich Lanz des germanischen Übersetzers Ulfilas als Gewährsmann bedient, um die Wortwahl seiner Gottheit im Feminin zu verargumentieren.

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Man soll also Äpfel nun wirklich nicht mit Birnen vergleichen .... schon gar nicht, wenn jene derart überreif daherkommen.

Mein "ALTER EGO", allerorts beim Lesen …

Eintrag Januar 2013

Apropos Mrs. Winner (siehe Dez. '08): Ihre "Nach- Erzählung" des Matthäus- Evangeliums in der neutestamentlichen Reihe »the Voice« bereitet mir einiges Kopfzerbrechen, und zwar bezüglich einer Wiedergabe im 28. Kapitel.

Da das Bibelarchiv auch englisch- sprachige Titel beinhaltet und ich diese Titel nicht auf dieser deutschsprachigen Seite veröffentlichen wollte, habe ich mich letzten September auf der U.S.- amerikanischen Seite >www.bibles.wikidot.com< "eingearbeitet". Unter anderem sind diverse erste Titel der Bibel- Reihe »the Voice« eingebracht. Darunter auch das "Gospel According to Matthew", retold by Lauren Winner. Sie hat eine m. E. n. eine problematische geo"politische" Bezeichnung für Eretz Israel in den 1. Vers hineinerzählt.

Es ist nachzulesen unter http://bibles.wikidot.com/voice (in Englisch).
Darüberhinaus schätze ich sie als Schriftstellerin außerordentlich.
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ExLibris V. R. • 1912

Gast–Eintrag Juni 2010

Von Karl-Hermann Kauffmann, 22. Juni 2010 11:26 | 72461 Albstadt-Tailfingen


Lieber Herr Birnbaum,

ich freue mich, dass ich mit Ihnen in Kontakt gekommen bin. Es ist für mich immer schön Menschen zu treffen, die ein Herz für das Wort Gottes haben.

Als Mitarbeiter bei der Schlachter-Revision ist es für mich ein Vorrecht, Ihnen "Schlachtersches Material" für Ihr Archiv zur Verfügung zu stellen.

Möge unser Herr Jesus mit Seinem Wort - sowohl im Grundtext, als auch übersetzt in allen Sprachen - mit uns allen zum Ziele kommen.

Im Herrn Jesus verbunden

Ihr

Karl-Hermann Kauffmann

Eintrag Dezember 2008

Birnbaum´s Lost in Train & Translation:

Letzten November fuhr ich im ICE von Frankfurt am Main nach Karlsruhe. Ich las Lauren F. Winner’s „Girl Meets God“, (Deutsch: „Die zwei Welten meines Herzens“) Die Autorin, eine amerikanische Jüdin, schaffte es bereits nach wenigen Seiten, nicht nur meine literarischen Sinne für sich zu gewinnen.

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Unterbrochen wurde ich in Mannheim durch eine zugestiegene ca. 50-jährige Amerikanerin aus Texas, die Baden- Baden als Ziel hatte und mich - keineswegs unangenehm - mangels Deutschkenntnissen als Auskunftsmedium in Beschlag nahm. Als ich den Zug in Karlsruhe etwas überstürzt verließ, hatte ich Miss Winner auf dem Tableau vergessen... Ob die texanische Lady es mitgenommen und gelesen hat, werde ich nie erfahren; an den Zufall, ein amerikanisches Buch an eine Amerikanerin in einem deutschen Zug zu „verlieren“, mag ich nicht recht glauben.

Buchändler UNTEREGGER, Rottenburg a. N., Bahnhofstr. 17

Ich habe Miss Winner’s literarische Perle sofort wieder gekauft und zu Ende gelesen. Sie erzählt ihre spirituellen Reise von der Jüdischkeit durch die Miqwe zur Orthodoxie und von da zum Zimmermann aus Nazareth, der „Incarnation“, die sie mehr als alles andere überzeugt. Sie schreibt herrlich erfrischend, trotzdem wiegen viele Worte schwer wie ein Senkblei. Sie verwebt Tenach und Neuen Bund mit faszinierender Leichtigkeit und Klugheit; SHE’S A SAGE! Nichts ist fromm in diesem Buch, wiewohl Miss Winner neben messianischen auch traditionell kirchliche Wege beschreitet und dort bemerkenswerte Entdeckungen macht. Ihre Geschichte, ihre Erlebnisse und Entdeckungen versöhnen Judentum und Christentum in persönlich sehr faszinierender Weise; intelligent erzählt sie, wie ihre Identität dadurch geprägt wird.

Wer des Amerikanischen mächtig ist, lese das Original. Ich halte bereits Ausschau nach dem nächsten Titel: Mudhouse Sabbath.