Paraphrase

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Mit dieser Kategorie "Paraphrase" (griechisch für Umschreibung, freie Bearbeitung, Ausschmückung) bewege ich Texte aus Bibelausgaben in eine andere Ebene, als es die "Wortstimme" leistet. Davon ausgehend, dass jede Übersetzung aus dem Hebräischen, Aramäischen und Griechischen ein Wagnis darstellt, da der Autor fast immer mentale Vorgaben seines Kulturkreises und denominationelle Prädispositionen in das Übersetzungswerk hineinbringt, bedeutet Übersetzen auch "Verraten" (traduire c’est trahir, gemäß einem französischen Sprichwort). Wie die vielen gewinnbringenden Übersetzungen seit Jahrhunderten zeigen, ist der Freiheitsraum des Wortes Gottes in seiner rettenden und heilbringenden Wirkung auf den Menschen nicht begrenzbar. Auch ich proklamiere mit Jeschua von Nazareth, Schaul von Tarsus (Paulus) und weiteren biblischen Autoren die Worte aus Matthäus 24:35 "Himmel und Erde werden aneinander vorbeigehen, aber meine Worte werden nicht vergehen" und 5:18 "Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Strichlein von der Torah", sodass der Torah und den weiteren Schriften der Bibel weder etwas hinwegzunehmen noch etwas hinzuzufügen sei, auch und gerade nicht unter dem Deckmantel der politischen Korrektheit und des Empfindens des heutigen Gutmenschen und solcher Zeitgenossen, die die Aktivitäten des Lichtfälschers verharmlosen oder neutralisieren suchen und eine Befreiung aus dessen Einflußbereich so verunmöglichen.

Daher gilt für die Seite: Wo göttliche Rede unter spiritistischen Einfluß gerät oder mit irdischem Gedankengut vermischt wird, wo biblische Botschaft aus jüdischem Kontext herausgelöst wird (Joh 4:22) - aus welchen Motiven auch immer - und wo Jeschua aus Nazareth zum Nichtjuden oder gar Arier theologisiert wird, kann das Geschriebene nicht auf die Ebene der Wortstimme gesetzt werden. Das wäre auch unredlich gegenüber den Autoren, die das Wort Gottes noch authentisch hörbar stehen lassen. Jene Zitate sind also unter der Überschrift "Paraphrase" einzuordnen. Das in der "Wortstimme" hingegen Geschriebene sie als ein Zuruf im weitesten Sinne zu lesen: »Höre Israel« (Mk 12:29), das gemäß 1. Tim 4:9-13 als Anweisung, Lehre, und Zurechtweisung zu verstehen ist. Ich bin mir durchaus bewußt: Dieses Unterfangen ist eine Herausforderung, denn diese Unterscheidung mag vor allem bei Übersetzungen, die dem Mainstream des Juden- und Christentums entgegen stehen oder querab davon zu finden sind, Widerspruch auslösen. Hier die Geister zu unterscheiden, erfordert Weisheit. Daher sind Kommentare und Hilfestellungen aus dem interessierten Lerkreis willkommen.