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Ex Libris und alte Buchhandel-Aufkleber hier, unter >Bibliographie_&_Ex_Libris >Unterm_Birnbaum >Haflagah_(Gen._11:7) und unter den drei Übersichten (Übersetzungen, Psalmen)!

Inhaltsverzeichnis

Eintrag 17. März

Soeben erschien Band 38 des Herders Theologischer Kommentar – Altes Testament HThKAT zum Buch Jona des röm.–kath. Alttestamentlers Peter Weimar: 476 S. Übersetzung, Kommentierung samt Literatur, Einleitung und einem Nachwort. Sehr theologisch... (Freiburg i. B. März 2017)

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Eintrag 15. März

Ein Buch – viele Übersetzungen, Welche Bibelübersetzung wähle ich?, herausgegeben von der Evangelisch–Lutherischen Freikirche (Leipzig), verlegt vom Concordia Verlag Zwickau i. Sa., März 2015.

Wieviele sind denn "viele" Übersetzungen in dieser Handreichung (32 S.)? Neun Besprochene und fünf unter "Weitere Üs" gelistete. Als Grundlage bzw. Vergleichstext ist Luther 1984 benutzt. Besprochen und gewertet sind:
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  • Gute Nachricht Bibel GNB • Hoffnung für alle Hfa • Neues Leben (NLB) • Neue Genfer NGÜ • BasisBibel (BasisB) • Neue evangelistische Üs (NeÜ) • Schlachterbibel (SCHL) • Elberfelder Bibel (ELB) • Neue Luther Bibel (NLB).

Im Anhang sind noch bibliographisch vermerkt, jedoch ohne weitere Wertung:

  • EinheitsÜbersetzung • Menge Bibel • Bruns Bibel • Das Buch (R. Werner) • Willkommen daheim (F. Ritzhaupt).

Es ist nicht sinnvoll, einen solch informativen Inhalt zu beurteilen, wenn man die Intention nicht kennt, mit der das Buch verfasst wurde. Für € 3.50 wird eine ausführliche Monographie oder ein Bibelkatalog nicht herzustellen sein. Nichtsdestoweniger habe ich ein paar Dinge anzumerken zu Bibelausgaben, die häufig in Buchhandlungen und Antiquariaten zu finden sind, aber dennoch hier mit keinem Wort Erwähnung finden:

Die Zürcher Bibel (seit 1931) • Die Pattloch Bibel (seit 1956) • Herder Bibel (seit 1965) • Neue–Welt–Übersetzung (seit 1971) • die "Bibel in gerechter Sprache" (seit 2006) • NT & Psalmen von Ludwig Albrecht (seit 1927) • H. J. Jantzen & Th. Jettel, NT & Psalmen (seit 2009), sowie die beiden Übertragungen der Christengemeinschaft von Emil Bock und Heinrich Ogilvie.

Es ist dem Endredakteur freigestellt, in der Rubrik "Tendenzen" eine Beurteilung, die immer subjektiven Charakter hat, zu verfassen. Als "bibeltreuer" evangelisch– lutherischer Freikirchler wird er wohl kaum eine als liberal eingestufte Übersetzung positiv hervorheben wollen. Solche z. Tl. Schwergewichte aber einfach wegzulassen, wie hier bei den Fehlanzeigen vermerkt, ist auch keine Lösung.

Eintrag 8. März

»FREUNDLICHE WORTE SIND WIE EIN ÜBERFLUSS AN HONIG, SÜSSER TROST FÜR DIE SEELE UND HEILUNG FÜR DAS GEBEIN« (Sprüche 16:24, M. Roth)

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Wie vorige Tage bereits berichtet und erwartet, liegt vor mir nun Manfred Roths neuestes Werk, diesmal eine Übersetzung aus dem Alten Testament, der hebräischen Bibel, die Sprüche Salomos, untertitelt "Reichtum und Ehre und Leben". Da die Proverbien eine Art Schattendasein innerhalb des bibellesenden Christenvolkes führen, begrüße ich die Herausgabe sehr, denn die Worte aus dem Mund des Ewigen sind doch “freundlich“, handelt Er doch mit seinen Kindern aus reiner Freundlichkeit. Der Weitergabe von solchen "freundlichen Worten" an unsere Mitmenschen sollte nichts im Wege stehen ... (zu haben bei FamousWord, CH–Schaffhausen, 2017)

Eintrag 5. März

Evangelisch: Eine Städtetour durchs eidgenössische, malerische Basel am Rhein brachte mir einen 23 Jahre alten Titel vor Augen, den ich bisher noch nicht kannte: Franz Christ, evangelischer Pfarrer und Theologe hat 1994 den unbekannten (?) Propheten Deuterojesaia übersetzt und ausgelegt; Titel Gottes Wort im Umbruch, das Evangelium des namenlosen Propheten Jesaia 40–55. Herausgebracht vom Baseler Friedrich Reinhardt Verlag 1994.

Römisch–Katholisch: Ein weiterer Titel zur neuen Einheitsübersetzung, ein Themenheft zur EinheitsÜ– Revision vom Katholischen Bibelwerk als Fortsetzung zum unten vorgestellten Heft zur Lutherbibel 2017: Bibel und Kirche 2/2017

Freikirchlich: Ich bekam Post von Manfred Roth, mit einer Vorankündigung für sein neues Bibelbuch: Die Sprüche Salomos. Neu übersetzt aus dem Hebräischen von Dr. Manfred Roth mit Hervorhebung der Verse, die Aussagen über Reichtum, Ehre und Leben enthalten. Über 300 Fußnoten mit Anmerkungen zur Übersetzung und anderen Erklärungen zum Text. – Manfred Roth vom Biblischen Glaubenszentrum Schaffhausen hatte bereits ab 2009 Teile des NT und schließlich das gesamte Neue Testament nach dem 1550 von Robert Estienne edierten NTG (Textus Receptus) herausbringen lassen, mittlerweile in zweiter Auflage.

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Eintrag 25. Februar

Zwei sehr unterschiedliche Auslegungsreihen haben Zuwachs bekommen:

1.) Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament: HThK–AT Deuteronomium 23,16 – 34,12, von Eckart Otto (Freiburg i. B. 2017); damit ist mit dem 4. und letzten Band das 5. Buch Mose komplett.

2.) HistorischTheologische Auslegung Neues Testament, HThA–NT Der zweite Brief des Paulus an Timotheus, von Heinz–Werner Neudorfer, Witten/ Ruhr (SCM R. Brockhaus / Brunnen).

NEUE BÜCHER ZU BIBELÜBERSETZUNGEN:

3.) Martin Luther und »seine« Bibel, in der Quartalszeitschrift "Bibel und Kirche" des Katholischen Bibelwerkes Stuttgart, (Heft 1/2017, 80 S.) sowie

4.)"Die Bibel für alle, kurze Einführung in die neue Einheitsübersetzung" . Von Thomas Söding, Herder Verlag, Freiburg i. B. 2017 (143 S).

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VORANKÜNDIGUNG: »Die Israelitische Bibel«, übersetzt von Ludwig Philippson ursprünglich in den 1850er Jahren, wird voraussichtlich in überarbeiteter Form im Mai 2017 vollendet sein, neu herausgegeben von Walter Homolka, Hanna Liss und Rüdiger Liwak. Drei Bände sind vorgesehen, die ersten beiden waren im Juni 2015 und Dezember 2016 bereits erschienen (bei Herder, Freiburg i. B.). Siehe meine Einträge vom 17. Dez. 2016 und 15. Juni 2015.
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Eintrag 17. Februar

1.) Römisch– Katholisch: Als Parallelausgabe zur neuesten Einheitsübersetzung der Katholischen Bibelanstalt hat der Verlag Herder, Freiburg i. B. nun ebenfalls die Revision 2016 herausgebracht. Die blaue Standardausgabe mit Klebebindung ist betreffs der Größe identisch zur roten 1980er Ausgabe (im Bild links). Warum sich der Verlag entschloss, die völlig unterschiedlichen Editionen – ohne Revisionsvermerk – lediglich in verschiedenen Farben zu präsentieren, ist mir nicht klar; vielleicht sind die letzten Exemplare der 1980er H. S. noch nicht abverkauft. In der Mitte ist die neue 2017er Revision geöffnet gezeigt. Die Größe liegt etwa zwischen der Standard– und der Kompaktausgabe der KBa.

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2.) Wissenschaftlich–theologisch: Der vierte Teil des Deuteronomium– Kommentars von Herders Theologischem Kommentar – Altes Testament (HThK–AT, Verlag Herder, Freiburg i. B.) ist veröffentlicht (Kap. 23 bis 34). Übersetzung und Kommentar von Eckart Otto, 2017. Bild folgt...

Eintrag 5. Februar

Pastor Jörg Scholz, der ab 2006 das Neue Testament übersetzt hatte – drei Auflagen seither – hatte sich
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bereits 2000 durch die Herausgabe der sogenannten Spruchquelle Q einen Namen gemacht. In den ersten beiden Auflagen war dafür nicht ein eigener, sondern der Text des von Josef Hainz edierten Münchener Neuen Testaments MNT benutzt worden. Nun, für die 3., überarbeitete Frühe Sammlung von Jesusworten hat J. Scholz seine für das NT hergestellte Übersetzung adaptiert. Weitaus interessanter als die Sammlung von Jesusworten ist das im Heftchen enthaltene Thomasevangelium in 114 Kapitelchen. Scholz übernahm eine Fassung aus dem Lateinischen und Englischen, nicht dem Koptischen, 1964 von E. Haenchen und G. Garitte, unter Berücksichtigung der Üs im von U.–K. Plisch herausgegebenen Titels “Das Thomasevangelium, Originaltext und Kommentar" 1994, veröffentlicht. – Liebenswerterweise hat Herr Scholz mich selbst auf diesen Titel aufmerksam gemacht und mir ein Belegexemplar zugeschickt. Danke nach Lübeck! (BoD Norderstedt, 2015)

Eintrag 2. Februar

Der jüdische Mensch Matthias Hermann hat, wie ich bereits vorige Tage schrieb, den 3. von 5 Teilen seiner metrischen Psalmen–Verdeutschung nun auf den Buchmarkt gebracht. Heute kam die Post direkt vom Verlag. Im ockerfarbenen Band sind die Pss 73 bis 98 (nicht 105, wie vorgestern vermerkt) poetisch kraftvoll und wirklich außergewöhnlich ins Deutsche gesetzt. Zum Bibelstudium eignen sich diese Texte zwar nicht, ob sie sich als Gebetssprache bewähren, muß jeder für sich ausprobieren. Aber zum laut Erlesen, Vorlesen und Proklamieren sind sie perfekt geeignet. Weg von jeglicher religiösen Sprache, auch vom Kanaanäischen – hin zum Wort, das sich hörbar machen will.
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Eintrag 31. Januar

1) Nun ist es da, das langerwartete Elberfelder NT "Textkritische Ausgabe", mit 40 Seiten Anhang. Text zweispaltig mit Lesarten und textkritischen Fußnoten, jedoch ohne Parallel– und Verweisstellen innerhalb des Textes, die sind in den Anhang gewandert. (SCM R. Brockhaus 2017, mit großem Dank an den Verfasser des Anmerkungsapparates Michael Welte!)

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2) In den nächsten Tagen erwarte ich den 3. Band (3/5) von Matthias Hermanns genialer metrischer Übertragung der Psalmen, diesmal Ps 73 bis 105 (Edition Noack und Block, 2017).

Eintrag 13. Januar

Der mittelalterliche Nürnberger Schuhmacher, Spruchdichter und Dramatiker Hans Sachs (* 1494 † 1576) hatte 1519 eine Dame namens Kunigunde Kreuzerin geehelicht. Eine Namens–Nachfolgerin, ob mit pseudonymischen Absichten oder nicht, hat eine Interlinearversion des Markus–Evangeliums ins Netz geschrieben: »Κατὰ Μᾶρκον – MARKUSEVANGELIUM. Das Markusevangelium griechisch/ deutsch«, von Kunigunde Kreuzerin. Diese Dame ist Juristin und Bloggerin, soviel kann man aus ihrem Internetauftritt (samt Konterfei/ Selfie) herauslesen. Ihr biblisches Werk ist hier zu finden: http://kunigundekreuzerin.blogspot.de/

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Ein Manuskriptausschnitt aus Matth. 27 auf der neuen Lutherbibel– Briefmarke. Für € 2.60 bei jeder Postagentur (seit 2. Januar)

Eintrag 6. Januar 2017

In meinem Eintrag vom 9. Dezember hatte ich bereits über die Neuerscheinung eines Buchtitels Die Apokalypse berichtet, beim Zürcher Manesse Verlag erschienen. Kurt Steinmann, ein schweizer Altphilologe, der bereits zuvor einige Texte aus dem antiken Griechenland übersetzt hatte, z. B. Homers Odyssee, wagte sich nun an das letzte Buch des Neuen Testamentes. Übersetzung und Kurzkommentar dieses bibliophilen Bandes (€ 50.-) mögen für Literaturliebhaber interessant zu lesen sein, für die Freunde des Wortes Gottes sind sie es sicherlich nicht; Ich habe mal den Vers 8:13 mit anderen Übersetzungen verglichen:

  • »Ich schaute ... und ich hörte einen Adler, der hoch oben am Himmel flog, mit mächtiger Stimme rufen: ....« (K. Steinmann 2016)
  • »Und ich sah und hörte einen Engel, der in der Mitte des Himmels flog und mit lauter Stimme rief: ...« (Schlachter V2000)
  • »Hierauf sah ich einen Adler, der hoch oben am Himmel flog, und hörte ihn mit lauter Stimme rufen: ...« (NGÜ 2000)
  • »Und ich schaute: Und ich hörte einen Adler, der hoch oben am Himmel flog, mit lauter Stimme rufen: ...« (Zürcher 2007)
  • »Und ich sah, und ich hörte, wie ein Adler mitten durch den Himmel flog und sagte mit großer Stimme: ...« (Luther 2017)
  •  »Und ich sah und hörte: Ein Adler flog hoch am Himmel und rief mit lauter Stimme: ...« (Einheitsübersetzung 2016)
  • »Und ich sah/ Und hörte einen Adler / der flog in des Himmels Scheitelhöhe / Und rief mit gewaltiger Stimme: ...« (R. Woerner 1924)
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Allein die letztgenannte Übertragung von Roman Woerner fällt aus dem üblichen Rahmen und bietet einen sprachlichen Hochgenuß; Steinmanns Werk ist, wie das Woerners, ein Separatdruck, und leistet das eben nicht, erhebt sich sprachlich nicht über das Gängige der Gesamtbibeln hinaus, ich würde sie als "mechanische" Übersetzung bezeichnen. "In gewisser Weise informativ" könnte man die Kommentare zur Übersetzung nennen, mehr aber auch nicht. Für den Autor ist die Apokalypse, wie die Odyssee, eben antike Literatur und nicht Wort des Ewigen.

Nachwort und Epilog von Jürgen Kaube haben mich gelangweilt; Kaube ist Journalist und Redakteur einer bekannten deutschen Zeitung; er gibt nur wieder, was liberale Theologen vor ihm auch schon dachten zu wissen. Nichts Neues unter der Sonne; das Intro liest: „Ein Nachwort zur Apokalypse setzt voraus, dass nicht stattgefunden hat, was offenbart wurde.“ Mein Fazit: Ein schönes Buch im Schuber, auch aufregend illustriert (Geschmackssache wie jede Kunst), theologisch im Mainstream, in dem ich nicht mitschwimme.

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36 Bände umfasst der Jahrhundertkommentar des Herder Verlages, Freiburg i. B., mittlerweile. Der neueste Titel kam im Dezember ´16 auf den Markt: Ernst Axel Knauf übersetzt und legt 1 Könige 1–14 aus. Reihe: Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament – HThK–AT.

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Eintrag 19. Dezember

Das Jahresende ist reich an Schrifttum des Wortes Gottes; wirklich Neues gab es zwar wenig, vom Alten und Altehergebrachten jedoch genügend, um Herz und Verstand zu erfreuen. Chajm Guski hat seine Torahausgabe nun vervollständigt mit der Veröffentlichung der Haftarot, der Prophetenabschnitte zu den wöchentlichen Lesungen aus der Weisung; weiterhin Texte zu den Festtagen und übrigen festlichen Anlässen.
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Der kartonierte Oktavband ist von Books on Demand, Norderstedt, verlegt. Textvorlage ist die Heilige Schrift, durch Leopold Zunz und Mitarbeiter ursprünglich 1837 herausgebracht; von Guski neu und gründlich durchgearbeitet (ohne den hebräischen Text).



Eintrag 16. Dezember

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1) Römisch–Katholisch und Evangelisch: Mittlerweile ist auch die Standardausgabe (1. Auflage) der Einheitsübersetzung 2016 in drei Varianten zu haben. Bisher sind alle Editionen mit Klebebindung auf dem Markt; zu diesen Preisen kann man aber auch keine Fadenheftung erwarten (€ 9,90 bis 12.-) Ich habe sie hier mal neben eine Luther 2017 gestellt, die € 20.- kostet, aber dafür fadengeheftet ist und ebenfalls die Spätschriften enthält. (Katholisches Bibelwerk und Deutsche Bibelgesellschaft, beide 2016)

2) Jüdisch: Bereits im Oktober erschien der zweite Band des revidierten Philippson– Tanach, נביאים, Die Propheten, zuerst 1848 erschienen, nun von Walter Homolka, Hanna Liss und Rüdiger Liwak neu bearbeitet. Herder Freiburg hat ein sehr ansprechendes Werk daraus gemacht (siehe auch Eintrag 2 vom 15. Juni 2015).

3) Jüdisch: Chajm Guski hat als Vervollständigung seiner Tora–Ausgabe die Prophetenabschnitt fertig: Die Haftarot, erschienen kürzlich bei BoD Norderstedt (siehe Eintrag vom 13. September 2014!). Nicht so hochwertig wie die Herder–Ausgabe oben, dafür aber auch mit vermutlich beträchtlich geringeren finanziellen Mitteln veröffentlicht. Guski hat sich die 1837 erschienene Ausgabe von Leopold Zunz zur Überarbeitung vorgenommen. Bei mir kommt jedenfalls sehr große Freude über diese Neuausgaben der alten jüdischen Bibelklassiker auf. Danke für dieses großartige Unterfangen an Chawer Chajm ! (Photo hier ⇒ Guski,_Chajm)

4) Wissenschaftlich: Druckfrisch aus der Mammutreihe Herders Theologischer Kommentar zu AT (HThK–AT): 1 Könige 1-14 von Ernst Axel Knauf.

Eintrag 9. Dezember

1) Nun ist es vollbracht! Vier Wochen nach Erscheinen der revidierten Luther 2017 ist sie da: Die un–ökumenische, ganz–katholische, ganz–biblische, der römisch–deutschsprachigen Tradition verpflichteten Einheitsübersetzung 2016, "vollständig durchgesehen und überarbeitet. "Ganz biblisch" schrieb ich, weil sie die ungekürzte Tradition einer Septuaginta–Überlieferung, nämlich des Einschlusses der Deuterokanonischen Schriften, sich wiederum auf die Fahnen schrieb. Die Lutherbibel kann das auch, vermeldet aber ganz ohne Pathos "mit Apokryphen". Zwei Bibeln, zwei getrennte Welten. Da sie gerade eben erst einfuhr, werde ich sie mal in Ruhe studieren, vergleichen, für mich bewerten undsoweiter. Beide Bibeln sind übrigens nach nahezu gleichen Grundtexten übersetzt: AT: BHS und BHQ, Apokryphen bzw. Deuteronkanonen: Göttinger Septuaginta VTG und Ausg. Rahlfs und NT: Nestle–Aland 27°/28° bzw. NTG Critica Maior 2013.

2) Die Elberfelder, textkritisch kommt doch erst im Januar. Schade! Dennoch, lasst uns hoffen, sie kommt überhaupt.

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Einheitsübersetzung, viermal, v.l.: EinheitsÜ 2016 • Pattloch, 
vorläufiger Text 1975 • Herder 1980 • KBa Studienausgabe 1984

3) Gesehen, (noch) nicht gekauft: Die Apokalypse, aus dem Altgriechischen von Kurt Steinmann, mit Illustrationen von Daniel Egnéus. Bibliophiler Großoktavband im Schmuckschuber. (Manesse Vg. Zürich, € 49.95)

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Eintrag 15. November

Morgen, 16. November, erscheint laut R. Brockhaus Verlag, die Textkritische Ausgabe der Elberfelder Bibel, Ed. Brockhaus.

Wird es für die 2007 revidierte Zürcher Bibel auch in Zukunft wieder eine Übersetzung der Apokryphen geben? Diese Frage richtete ich vorige Tage an die Herausgeber. Die Antwort kam postwendend:

»Ja, es wird die für die Zürcher Bibel übersetzten Spätschriften des AT geben. Sicher wird dies aber noch nicht in 2017 sein.« (Danke nach Zürich an Markus Z.!)

Nachtrag Sommer 2016: Bei Hentrich & Hentrich in Berlin erschien im vergangenen Juli:

Das Hohelied, herausgegeben von Andreas Nachama und Marion Gardei. Mit Illustrationen von Astrid Saalmann. Der hebräische O- Text wird begleitet von der Übersetzung Martin Luthers (1999) und der gut 100 Jahre alten poetischen Nachdichtung von Max A. Klausner (1904).

Eintrag 26. Oktober

Vorgestern, Montag, habe ich mich für die Jubiläumsausgabe der revidierten Lutherbibel entschieden, die vor wenigen Tagen auf den Buchmarkt kam. Fast wäre es das Lutherische "Silberne Schwert" geworden, in Anlehnung an den markanten Namen der U.S.–amerikanischen New World Translation, der Farbe wegen (grau, mit Apokryphen). Außer der Zweispaltigkeit haben diese beiden Bibeln wohl nichts gemein. Was die neue Revision 2017 von den vorherigen unterscheidet, ist das Faktum, dass die Apokryphen nicht mehr aus einem schwächlichen Grundtext in Bearbeitung revidiert wurden, sondern nach der Septuaginta komplett neu übersetzt sind. Anstelle einer Farbenvielfalt wäre mir die Wahl zwischen Ein– und Zweispaltigkeit lieber gewesen: Ich bevorzuge einspaltige H. S. mit Verweisstellen am Rand, so wie in der Stuttgarter Ausgabe 1956/64 angerichtet... Nichtsdestoweniger mein Dank an die Deutsche Bibelgesellschaft für die hervorragende buchtechnische Qualität dieser Biblia Lutherica Stuttgartensia MMXVII! Ein neuerlicher qualitativer, aber musealer, Aufstieg der "sola scriptura" versus geistlicher Abstieg der evangelischen Landeskirchen "Deutscher evangelischer Kulturverein DEK“.
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Auf dem Foto eine Lutherbibel–Galerie, von links die Ausgaben 1851 
(Teubner–Hopf´scher Text) • "durchgesehen" 1892 •
"neu durchgesehen" 1913 • revidiert 1956/64 (Stuttgarter Ausg.) •
Canstein–Bibel 1970/77 (Stuttgart) •
Revision 1984 (Altenburger Ausgabe) •
Durchsicht 1999 (NAK– Ausgabe) • Revision 2017.

Mehr dazu, samt Foto, auf Birnbaums Facebook–Seite https://www.facebook.com/profile.php?id=100010315778514

Eintrag 12. Oktober

Neueste Nachricht vom Katholischen Bibelwerk:

1) Die revidierte Einheitsübersetzung 2017 erscheint Mitte Dezember ´16; allerdings nur in zwei Versionen der Standardausgabe. Weitere Formate und Ausgaben folgen im Februar und März ´17, wie z. B. die Kompakt–, Taschen-, und Großdruckausgaben sowie die mit speziellem Einband.

2) Im Juni 2015 wurde die aus dem 19. Jahrhundert stammende Torah–Ausgabe von Ludwig Philippson in überarbeiteter Form neu herausgegeben. Völlig überraschend habe ich erfahren, dass nun der zweite Band des Tenach (von 3), “Die Propheten“, demnächst im Verlag Herder, Freiburg i. B. erscheinen soll. W. Homolka, H. Liss und R. Liwak haben an den alten Text wieder Hand angelegt. (siehe auch mein Eintrag vom 15. Juni 2015).

3) "Die 100 wichtigsten Worte Jesu – wie er sie wirklich gesagt hat“. Diesen etwas aufreißerischen Titel hat Franz Alt in Buchform geschrieben. Ich vermute mal, dass er die jahrzehntealten Erkenntnisse des Günther Schwarz aus dessen »Jesus Evangelium« (1993) wieder neu aufgekocht hat. Schwarz hatte damals versucht, die vermutlich in Aramäisch gesprochenen Worte Jesus´ aus dem Griechischen zu rekonstruieren bzw. zurückzuübersetzen. Endlich wieder ein Enthüllungsbuch, "wie es wirklich war“; das ist ja mal was ganz neues. (Gütersloher VH). Ob es schon erschienen ist, weiss ich nicht. Alle Liebhaber der Peschitta bzw. des Syrischen Ev dürfen gespannt sein.



Eintrag 27. September

Laut einer soeben gehörten Radiomeldung soll die neu revidierte Einheitsübersetzung der röm.–katholischen Bischofskonferenz im Dezember, hoffentlich noch vor Neujahr, auf den Markt kommen.

Eintrag 26. September

1) Insgesamt mehr als 1500 Seiten Römerbrief, Übersetzung samt Kommentar! Ein Werk, das nach Umfang und Qualität der Botschaft so schnell nicht zu überbieten sein wird: Mit dem zweiten Band (Kap. 6 bis 16) hat Eckhart J. Schnabel in der Reihe Historisch–Theologische Auslegung HTA – NT (SCM Witten/ Ruhr, 2016) diesen herausfordernden Brief vollendet. Mit diesem Titel ist die "bibeltreue" Auslegungsreihe auf elf (!) Bände angewachsen.

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2) Im Radius–Verlag hat Gerhard Begrich soeben das dritte alttestamentliche Buch (neu übersetzt und erläutert) herausgebracht, nach der Genesis und dem Hohelied Salomos: EXODUS: Das 2. Buch Mose oder Der Aufbruch in die Freiheit (Stuttgart 2016).

Evangelische Buchhandlung Reichenbach/ Vogtland (DDR–)9800, Am Graben 13 (mit Buch–Kaufdatum).

3) Man weiß ja mittlerweile, nicht zuletzt durch die umfangreiche Werbeaktion der Deutschen Bibelgesellschaft, daß in drei Wochen die Lutherbibel 2017 erscheinen wird. Weniger bekannt, weil kein Hype darum veranstaltet wird, ist, daß wenige Wochen danach die überarbeitete Einheitsübersetzung die Katholiken sowie weitere Kreis überraschen wird. Die groß aufgemachte Werbeaktion um die neue Lutherbibel steht im Gegensatz zum Zustand von Luthers protestantischer Kirche: Sola gratia, sola fide, sola Christus, sola scriptura (=allein aus Gnade, allein aus Glauben, allein Christus, allein die Schrift), einst die vier hervorgehobenen Programmpunkte der Reformation, gibt es nur noch auf Papier. Die meisten Verantwortlichen in den Kirchenleitungen haben sich längst davon verabschiedet, um den Anschluß auf den Wegen der Heiden nicht zu verlieren. – Zur neuen Einheitsübersetzung habe ich bis heute noch keine einzige Werbetrommel sich rühren hören....

4) Mit vier Jahren Verspätung ist mir in einer Buchhandlung dieser Titel von Gerd Theißen vor Augen gekommen: Die Weisheit des Urchristentums • Aus Neuem Testament und außerkanonischen Schriften. Das sind Auswahltexte, aber immerhin mit eigener Übersetzung (C.H. Beck, München 2008)!

5) Im Herbstkatalog der Stiftung Christliche Medien SCM ist nun endlich das ELBERFELDER NT – Textkritische Ausgabe angekündigt als Neuerscheinung (samt Abbildung). Der wohl vor längerer Zeit schwer erkrankte Autor hat sein Werk doch noch abschließen können (R. Brockhaus 2016?), wofür wir dem HERRN dankbar sind! Es gab bereits 1884 eine solche NT–Ausgabe, in der die verschiedenen Manuskripte und Lesarten bezeichnet waren, jedoch nicht auf Deutsch, sondern auf Englisch, The New Testament. A New Translation from A Revised Text of the Original Greek, 3rd edition, revised, von John Nelson Darby als englische Variante der Elberfelder Bibel.

Eintrag 7. September

Der Jesuit Norbert Baumert hat zusammen mit Maria–Irma Seewann soeben den sechsten Band der Reihe »Paulus–neu gelesen« bei Echter Würzburg veröffentlichen lassen: Die Briefe an Philemon, die Kolosser und die Epheser sind unter dem Titel "Israels Berufung für die Völker“ erschienen (560 S.). Als Beiheft ist der Schrifttext separat zu bekommen (2016).

Eintrag 5. September

Eckhart Otto, Mitarbeiter in der Reihe Herders theologischer Kommentar – AT, hat nun den 3. Band seiner Deuteronomium– Monographie fertigestellt. Er umfaßt die Kapitel 12:1 bis 23:15. (Freiburg i. B. 2016)

Vielversprechende Beiträge einiger Kollegen veranlassten mich nun, den ersten Band der neuen BIBEL – Übersetzung für Kinder zu erwerben. Mit dem Lukas–Evangelium haben Rebecca Schleupner, Dr. Christian Brenner u. a. dieses Projekt vom evangelikalen Bibellesebund, der Deutschen Bibelgesellschaft und der Stiftung Christliche Medien (SCM) begonnen; das dritte Ev wurde textlich neu gefasst und theologisch überprüft. Da sich diese Übersetzung mit nicht mehr als 15 Wörtern pro Satz durchaus auch für Erwachsene eignet, habe ich eine Ausnahme von meiner "Kaufregel" gemacht.

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Eintrag 1. Juli

Die gute Nachricht: Das Buch kostete weniger als € 7.-. Das wars mit dem Vorteil. Der Rest ist zum Fortlaufen. Die jüdische Biografie von Jesus Christus. Historische Evangelienharmonie. Von Klaus H. Dieckmann. (Eigenverlag, Köln 2016). K. H. D. hat die 105 Jahre alte "Tafel– Bibel 1911 als Grundlage für seine Harmonie hergenommen, da gemeinfrei. Er ersetzte die griechischen Personen– und Ortsnamen durch hebräische, illustrierte und kommentierte den Text. Die Photos und Zeichnungen gehören in eine vergangene Epoche, die Kommentare auch. Der "historische" Jesus wurde aus der christlichen Schale herausgelöst, zum jüdischen Menschen mit Messiasansprüchen erklärt und für durchaus sterblich befunden. Die Geburt aus dem Samen des Geistes Gottes sei biologisch unmöglich und passe nicht zu den Texten der hebräischen Bibel...

"Ausgegeben von der BADISCHEN BIBELGESELLSCHAFT"

Die liberalen Theologen des 19. Jahrhundert mit ihren hochschädlichen Entmythologisierunganstrengungen lassen grüßen, ebenso die Oberlehrer, die Schriftwort wie Tertianeraufsätze korrigieren. Da ich biblisches Wort, weil lebendig, kraftvoll und schärfer als ein zweischneidig Schwert, als unbedingte Autorität achte und fürchte, lasse ich mich von dem Linguisten Herrn Dieckmann gerne als "wahnsinnig" abstempeln; so tat er es mit den Frauen am leeren Grab. Ich "wähne nämlich einen Sinn" im Wort und dessen Ver–Ursacher. Das Elaborat des K. H. D. erkläre ich für toll (im etymologischen Sinne des Wortes)!! Ich wünsche diesem Buch, das glücklicherweise nicht in einem bekannteren Verlag erschien, eine möglichst geringe Verbreitung.

Eintrag 14. Juni

1.) Psalmen und kein Ende ..... Ich dachte, ich hätte alle bekannten Psalmenausgaben so ab 1900 (davor ist es schwieriger) identifiziert und, sofern erreichbar, gekauft. Nun habe ich über Umwege eine bereits 2012 in erster Auflage erschienene und 2015 wiederum aufgelegte Psalmenausgabe ausfindig machen können, die mir bis dato unbekannt war: Ein güldenes Kleinod Davids – Die Psalmen des Alten Testaments, des evangelischen Theologen Werner Grimm ⇒ Grimm,_W._/_Dittert,_K., der bereits früher durch Übersetzungen von alt– und neutestamentlichen Büchern auf sich aufmerksam machte. Grimm hat nah am masoretischen Text übersetzt und dabei auch Anleihen bei den Psalmen–Monographien von Manfred Kuntz und Klaus Seybold genommen. Ein Akzent liegt auf der Verbindung des Textes mit musikalischen Kompositionen ebendieser Pslamen aus dem evangelischen Kirchengesangbuch. Zum Buch, erschienen im Selbstverlag Werner Grimm, Tübingen, gibt es 3 CDs, die diese Psalmen vertont wiedergeben (durch den Stuttgarter Kammerchor).
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ExLibris – Stempel Ernst Rosenbach, Berlin–Tempelhof, 18 Thuyring, Fernruf 64 90 84

2.) Robert Spaemann, dessen Psalmenbuch Band I »Meditationen eines Christen: Über die Psalmen 1-51« im Februar 2014 erschien, soll Ende Juni den zweiten Band mit den Psalmen 52 bis 150 (in Auswahl) herausbringen lassen. Die Übersetzung stammt laut Vorwort diesmal aus der Einheitsübersetzung [bei mir löst dies Kopfschütteln aus :-/]; innerhalb der "Meditationen" sind aber auch andere Übersetzungsvarianten zu lesen. Es geht aber nicht so sehr um die Übersetzung der biblischen Texte in diesem Buch, sondern um die Essays, die sich der katholische Philosoph zu den Psalmen erarbeitete und in Buchform erscheinen läßt (bei Klett – Cotta).

3.) Gerhard Begrichs »Exodus«, den ich letzten August und am 26. Oktober für Juni ´16 angekündigt hatte, soll nun Anfang August diesen Jahres erscheinen (bei Radius Verlag, Stuttgart).

Eintrag 3. Mai

Soeben erfahren: Eine dritte, überarbeitete Auflage des NT (nach dem Textus receptus) samt Psalmen von Herbert Jantzen & Thomas Jettel ist geplant, um das Buch der Sprüche erweitert. Mit dem Druck wurde aber noch nicht begonnen. Damit kann ich eine Ankündigung auf Facebook, nach der dieses Buch schon Ende 2015 hätte erscheinen sollen, richtigstellen (Telefonat beim Verlag "FriedensBote").

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Etwas überrascht hat mich ein neues Projekt, das ich vorige Tage im Netz entdeckte: Ein evangelischer Theologe, Matthias Dietrich, hat auf seiner Seite Welt-der-Bibel.de begonnen, das NT zu übersetzen und reichhaltig zu kommentieren. Beinahe fertig sind die Apostelgeschichte (ab Kap. 9) und diverse Paulusbriefe. Das NT hat keinen spezifischen Namen, sondern läuft noch "anonym" unter der Rubrik "Auslegung und Bibliographie zur Bibel". Dietrich benutzt als Grundtext wohl das NTG nach Nestle / Aland, läßt aber die Lesarten der Byzantinischen Textfamilie nicht untern Tisch fallen, sondern [klammert] sie. Bin gespannt, wie das weitergeht. (Hier unter ⇒ Dietrich,_Matthias)

ExLibris Pavla ※ John ※ Levy

Eintrag 26. April

Freikirchlich (?) Tim Laroge hat, wie üblich kleckerlesweise, mir soeben den elften Teil seiner Psalmenübersetzung auf meine Schiefertafel liefern lassen: Die Kap. 101 – 125 aus seiner Reihe Von den Höhen und Tiefen menschlichen Erlebens. (BoD Norderstedt 2016, via Amazonische BH)

Orthodox: Zitat: „Die Schweizerische Bibelgesellschaft (SB) {www.die-bibel.ch} hat mit der neuen Bibelübersetzung «Byzantinischer Text Deutsch BTD» begonnen. Zunächst wird ein Evangeliar erarbeitet. Es wird vom Patriarchatstext aus übersetzt, der zur Byzantinischen Textfamilie gehört. Die Übersetzung ist sowohl für orthodoxe Kirchgemeinden gedacht als auch für Personen, die an einer Übersetzung auf Grundlage des Textus Receptus interessiert sind. (…)

An der Übersetzung der liturgischen Texte wird bereits gearbeitet, eine Bibelübersetzung auf der Grundlage des byzantinischen Textes steht allerdings aus. Hier hat die SB die Initiative ergriffen. Der erste Schritt ist ein Evangeliar, das in zwei unterschiedlichen Ausgaben erscheint. Das griechische Lektionar ordnet die Perikopen in der Reihenfolge des Kirchenjahrs an, während das slawische Lektionar der Abfolge der Bibeltexte in der biblischen Ordnung folgt. Eine dritte Ausgabe wird eine normale Evangelienausgabe sein für Freunde des Textus Receptus.“ (Quelle: Schweizerische Bibelgesellschaft)

Römisch–katholisch:

»Nach zehnjähriger Arbeit von Theologen sowie Bibel- und Sprachwissenschaftlern soll die revidierte Einheitsübersetzung der Bibel im Herbst erscheinen. Dies teilte die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag in Bonn mit.

Basis für die Überarbeitung der 1979 erschienenen Einheitsübersetzung seien neue Erkenntnisse zu frühen Textzeugen, eine engere Orientierung am Urtext sowie Änderungen im aktuellen Sprachgebrauch. Die Einheitsübersetzung wird über Deutschland, Österreich und die Schweiz hinaus im gesamten deutschsprachigen Raum genutzt. Sie ist die katholische Bibel für Liturgie, Schule, Familie und gilt als verbindliche Fassung.

Damit kommen in den beiden großen Kirchen Überarbeitungen der Heiligen Schrift zum Abschluss. Zum Reformationstag 2016 wird die neue Lutherbibel offiziell mit Gottesdienst und Festakt eingeführt, sie löst dann die Fassung von 1984 ab.

Im Februar 2005 hatte die katholische Kirche die Neubearbeitung der sogenannten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift eingeleitet. Die "Einheitsübersetzung" wird nur noch von katholischer Seite verantwortet, es steht dann keine evangelisch-katholische Bibelübersetzung mehr zur Verfügung. Bislang waren die Psalmen und das Neue Testament ökumenische Texte. Die Evangelische Kirche hatte sich im September 2005 aus dem Projekt zurückgezogen. Dieser Schritt wurde damit begründet, dass nach vatikanischen Vorschriften auch für eine ökumenische Bibelübersetzung eine "katholische Identität" verlangt werde.« (Quelle: thinkstock)

Eintrag 15. April

In der evangelikalen Reihe Historisch – Theologische Auslegung (HTA): Neues Testament ist ein weiterer Band erschienen: Detlef Häußer kommentierte den Brief des Paulus an die Philipper. SCM R. Brockhaus, Witten/ Ruhr. 2016

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Eintrag 29. März

1.) Druckfrisch: Die Psalmen. Zweites Buch. Nachgedichtet von Matthias Hermann. Ich habe mich seit Veröffentlichung dieser Vierheber- Psalmendichtung riesig darauf gefreut, denn dieser jüdische Mensch beherrscht seine Muttersprache "Mameloschn" (und das Hebräische) meisterhaft. Jetzt warte ich darauf, dass eine begabte Person daraus einen Rap oder so etwas ähnliches vertont. (Bei Edition Noack & Block, Berlin. 2016)

2.) Immer noch: Liebe im Wort, schon 2012 veröffentlicht: Die geerdete Himmelsmacht. Das Hohelied der Liebe. Von Christian Wolf. Dieser Schriftkundige, der aus den Reihen der Baptisten kommt, hat mit diesem Buch ein Kompendium des "Schir haSchirim", des Liedes der Lieder, samt Übersetzung, herausgebracht bei Oncken, Kassel.

Eintrag 17. März

Jüdisch: Der Baseler jüdische Verlag Victor Goldschmidt hat vor zwei Jahren zu Purim, wie ich kürzlich erst erfuhr, das Buch Esther, übersetzt von Abraham Sulzbach um die letzte Jahrhundertwende, neu herausgegeben, illustriert von Ivan Orban.

Columba–Bookshop, 93 The Rise, Mount Merrion, Blackrock Co. Dublin (Irland)

Römisch–katholisch: Die »BIELEFELDER BIBEL«. Nein, nichts Neues. Der Kommunikationsdesigner Prof. Dirk Fütterer (FH Bielefeld, daher der Name) und die Exegetin Prof. Dr. Melanie Peetz (Ph.-Th. Hochschule St. Georgen in Frankfurt a/M.) haben der Herder Bibel (Ed. 2005) ein neues Gewand verpasst. Nun kann man sie in "lesefreundlicher Form" vor die Augen bekommen, "innovativ, erhellend, ästhetisch": Briefe sehen wie Briefe aus, Gesetzestexte wie Gesetzestexte u. v. m. Ich nenne sowas "in Kolometrie gesetzt". Soweit, so gut. Was mir nicht gefällt und was mir durch die Hintertür signalisiert wird: Diese "völlig neuartige Bibelausgabe" kann man nicht zum Studium gebrauchen, denn es ist eine Auswahlausgabe (AT & NT); mit 688 Seiten Umfang und dem Druck in Sinnabschnitten kann man für € 69,- keine vollständige Ausgabe erwarten. Also schön anzuschauen, und mit ”mehr Lesekomfort und mehr Emotionalität" ein Buch für Kulturchristen.

´Bielefelder Bibel`. Verlag Herder, Freiburg i. B. 2016

Eintrag 20. Februar

In den vergangenen Wochen habe ich mich ein wenig in der orthodoxen Abteilung der Christenheit umgesehen, wie schon am 2. d. M. berichtet. Bisher dachte ich, es seien genau drei Psalmenausgaben aus der Orthodoxie auf dem deutschsprachigen Buchmarkt erhältlich (Buchhäger Psalter, D. Schütz, und Allioli/ Tilmann). Stimmt nicht ganz, denn in einem »Kleines Gebetsbuch für Orthodoxe Christen« sind unter anderem 33 Psalmen aus einem griechischen Original verdeutscht (samt zwei neutestamentlichen Texten). Das Buch erschien zuerst 2002 bei dem Nauener Prodromos Verlag und ist mittlerweile in der 4. Ausgabe 2012 publiziert. Über den Buchhandel ist es nicht erhältlich. Hier also weitere aus der Septuaginta übersetzte Schrifttexte auf dem mit biblischem Wort nicht gerade reich gesegneten orthodoxen (=rechtgläubigen) Tisch: "Aus dem Griechischen übersetzt und herausgegeben vom Kloster des Hl. Johannes des Vorläufers, Chania" (Kreta).

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Eintrag 2. Februar

Heute wiederum eine "byzantinische" Überraschung, jedoch gepaart mit gewisser Ernüchterung:

Diese bereitet mir die letzten Herbst erschienene und erst soeben entdeckte Orthodoxe Schulbibel, herausgegeben im Auftrag des Orthodoxen Schulamtes in Österreich. Ich dachte an eine Neuübersetzung der Evangelien, der Apostelgeschichte und einiger Psalmen. Leider war in der Buch–Ankündigung der Österreichischen Bibelgesellschaft nicht mitgeteilt, dass es sich um textliche Übernahmen von bereits existierenden Übersetzungen handelt: Die Evangelien samt Apg entstammen der 2005 von Josef Franzkowiak revidierten Herder–Bibel, die 26 ausgewählten Psalmen einer 1989 erschienenen Bearbeitung des 1851 herausgebrachten Textes von J. F. von Allioli, “für den ostkirchlichen liturgischen Gebrauch redigiert nach der Septuaginta“ von Heribert Tilmann. Beide Texte sind jedoch nicht unverändert übernommen, sondern von DDr. Johann Krammer nach der byzantinischen Textversion bearbeitet.

Diese Hälfte eines Neuen Testamentes ist mit sechs Ikonentafeln beschmückt und zeigt drei Landkarten. Die ursprünglichen Regeltexte der in den Text eingearbeiteten Abweichungen sind in einem Anhang gesondert aufgeführt. Vom buchtechnischen Aufwand betrachtet ist das eine sorgfältig gemachte Ausgabe, die Fadenheftung sorgt für ein langes Leben. Es gab – betreffs der Verdeutschung – wohl in Österreich keinen Theologen, der in der Lage war, eine Übersetzung eigens aus der byzantinischen Textfamilie herzustellen. Schade.

(“Schulbibel“ heißt dieses Werk, weil es zur Verwendung für den orthodoxen Schulunterricht ab Schulstufe 5 konzipiert ist. Ist zu hoffen, dass daraus ja noch ein vollständiges "NT plus" werden wird...)

Eintrag 23. Januar

Lesezeichen der Evangelische Buchhilfe e. V., Geschäftsstelle Baden–Baden, Postf. 1262

1.) "HÜCKELFELDER" BIBEL: Überraschenderweise bekam ich gestern ein dickes Buchpaket mit zwei Belegexemplaren: Das nagelneue griechisch /deutsche Interlinear– NT von Pesch & Pokas (Christianismos NT) und das ebenfalls druckfrische NT samt Psalmen & Sprüchen, ebenfalls aus der Christianismos– Edition. Der NT–liche Text ist zur ersten Ausgabe 2013 bearbeitet; das wird aber im Impressum nicht angezeigt. Die Psalmen und Sprüche sind dem bearbeiteten Elberfelder AT entommen, und zwar nach der LXX korrigiert. Ich habe diese Bibel ja damals (nicht despektierlich) »Hückelfelder–« oder alternativ »Elberhovener–Bibel« getauft. Dass dieses NT nach dem byzantinischen Mehrheitstext (Beza bzw. textus receptus) übersetzt wurde, schreib ich ja bereits 2013. Nun haben wir mit der bilingualen Ausgabe zum ersten Mal (soweit ich weiß) den griechischen Textus receptus in einer Interlinearausgabe. Dietzfelbinger benutzte den Nestle / Aland und Christian Briem (Elberfelder, Ed. CSV) auch überwiegend N/A. Also diesmal etwas Neues! Ich mache baldigst noch ein Foto von den beiden Ausgaben als Anschuungsmaterial und stelle es hier bei!

Jedenfalls ganz herzlichen Dank an die Herren Pesch & Pokas für die Zusendung.

2.) WILCKENS–NT: Das neue Wilckens–NT– Studienbibel liegt vor mir. Der fontis / Brunnen–Verlag hat sich sehr viel Mühe gegeben mit der Buchmacherkunst: schöner Drucksatz, Fadenheftung statt Klebebindung, Schutzumschlag und – last not least eine recht formtreue Übersetzung. Ich habe bei Roland Werner angefragt, welchen Textstand die Übersetzung genau hat, denn mir war nicht bekannt, dass im Anschluß an die erste Wilckensche Überarbeitung von 1980 nochmals eine weitere stattfand (1991); was mich nun natürlich interessiert, ist, ob Werner den 1991er Text unverändert übernahm, oder nochmals textliche Veränderungen vorgenommen hat. Ich hoffe, er schreibt mir zurück.

Fotos von diesen NT plus hier: https://www.facebook.com/Bibelpedia-507089469460082/ >>Startseite

Eintrag 20. Januar

Tim Laroge (siehe weiter unten) war wieder fleißig: Unter dem Titel »Die Liebe meines Lebens« hat er das Lied der Lieder Salomos verdeutscht und kommentiert. Außerdem noch Johannes– Texte, die ich aber noch nicht erworben habe, weil nur kleckerlesweise angeboten, was mich wurmt. Alle Texte als E–Books zum Downloaden von BoD Norderstedt (2015).

Zu meinem Eintrag vom 1. Nov. 2013

Heute morgen habe ich den Josua– Text aus der Tageslosung aus Peter Fahr´s Übertragung »Thora und Heiliges Land« gelesen. Ich war vorige Tage neugierig, ob Pastor Fahr denn schon weitergearbeitet hat und rief beim Turmhut–Verlag an in dieser Sache. Die freundliche Dame erklärte mir sinngemäß, dass, bevor der dritte Band auf demn Markt käme, der zweite erst abverkauft sein müßte, auch wegen der Lagerkapazität. Fahr´s Texte, auch wenn sie nur in Paperback verpackt sind, lesen sich sehr flüssig und sind auch betreffs der Aufmachung nicht "der übliche Standard", sondern klug gemacht, weil abwechselungsreich im Schriftbild etc. Die Verdeutschung ist nicht konkordant, sondern dynamisch und ich ziehe sie anderen Übertragungen (NLB, GN, Hfa) in jedem Falle vor. Ich verhehle nicht, dass mir am Fortkommen dieses Projekts "Bibel als Literatur" sehr viel liegt; deshalb rate ich zum Kauf. Fahrs Übertragungen sind weitaus mehr als ein "one–off" oder eine "odd Bible". Dafür sollte das Warten auf Vervollständigung lohnen! Wenn sich weitere Käufer für den bereits erschienen zweiten Band finden, könnte der dritte Band Ende dieses Jahres herauskommen...

Eintrag 12. Januar 2016

Titel aus 2012: Die Bibel in Reimen. Die schönsten Geschichten der Heiligen Schrift. Von Werner Schlachetka. Darin vollständig die Rolle Ruth und der Prophet Jona, aber auch große Teile des 1. Buches Mose.

Eintrag 11. Januar 2016

1.) Zu meinem Eintrag zum 6. Juni 2015 korrigiere ich eine fehlerhafte Angabe: »Die [»Calvin«–]Bibel: Gott spricht. Heute [1° 2015]« hat entgegen meiner Darstellung NUR den Schlachter Version 2000– Text zum Inhalt, nicht die NGÜ (als NT). Ich bitte dies zu entschuldigen. Ausdrücklich danke ich Leser Pavle J., der auf diese von mir generierte Fehlinformation aufmerksam machte.

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 Book Shop (?) K.F.K. [Name, Ort ??]

2.) Tim Laroge, dessen biographische Daten sich mir immer noch verbergen, hat mittlerweile seine E–Book Teile zum Alten Testament erweitert. Die Psalmen sind bis Kap. 100 fertig, weiterhin hat er den Kohelet (Prediger) in 2 Teilen publizieren lassen. Beides bei BoD Norderstedt 2015 (oder als Download bei der Amazonischen BH). Wer immer eine Idee hat, wie ich weiteres über Herrn Laroge in Erfahrung bringen kann, schreibe mir! Bei BoD habe ich allerdings noch keine Anfrage gestartet....

3.) In der wissenschaftlichen Reihe »Internationaler Exegetischer Kommentar zum Alten Testament« (W. Kohlhammer, Stuttgart und WBG Darmstadt) sind zwei weitere Bände erschienen: Nahum • Habakuk • Zefanja (IEKAT) von Walter Dietrich, und 1. Esdras von Dieter Böhle. Auf Grund der sehr hohen Preise pro Einzeltitel werde ich aus dieser Kommentarreihe nur ausgewählte Bände beziehen.

4.) Das zuerst 1972 erschienene Neue Testament des evangelischen Theologen Ulrich Wilckens ist nun zum zweiten Mal überarbeitet worden, zuerst 1982, und wiederum 2015. Der evangelikale Theologe Roland Werner hat die Neukommentierung übernommen. Titel: Studienbibel Neues Testament (Brunnen / fontis, Basel)

5.) Der Dichter/ Schriftsteller Matthias Hermann, der voriges Jahr den ersten von fünf (geplanten) Bändchen seiner Vierheber– Psalmenübertragung heraus hat bringen lassen (bei Edition Noack und Block, Berlin), gibt – G‘‘tt sei es gedankt – nicht auf. Zur Leipziger Buchmesse kommenden März erscheint ein weiterer Band, vermutlich mit den Kap. 42 bis 90. Zum Beten sind diese Texte kaum geeignet, zum Meditieren schon; jedenfalls kann der Leser sich am Metrum bereichern und seine Deutschkenntnisse auf den Prüfstand stellen. Dieser jüdische "Mensch" bringt Staunenswertes zustande, das gab es zuletzt im 19. Jahrhundert; aber verglichen mit den damaligen Poeten hat er bewundernswerte literarische Höhen erreicht. Unbedingt zu empfehlen, wenn man nicht scheut, sich auf dieses Sprachniveau zu begeben!

Eintrag 2. Dezember

In der Reihe Kleine Bibliothek der antiken jüdischen und christlichen Literatur • V & R Academic ist erschienen: Felix Albrecht, Die Weisheit Salomos, übersetzt und eingeleitet von Felix Albrecht (Vandenhoeck & Ruprecht 2015). Das ist ein unscheinbares Taschenbuch, keine teure Monographie.

Beim Thema "Apokryphen / Pseudepigraphen" weise ich noch darauf hin, dass ich zwei Rubriken "Apokryphen & Pseudepigraphen" (I & II) mehr oder weniger fertiggestellt habe auf bibelpedia. Darin sind alle mir bekannten Deuterokanonischen bzw. Spätschriften, die sich übersetzt in Bibeln finden und als Einzeldrucke erschienen sind, aufgelistet. Wer immer Muße und Nerv hat, diese beiden Rubriken durchzusehen und dann etwas findet, was fehlt, oder fehlerhafte Angaben bemerkt, melde sich bitte bei mir. Danke.

Eintrag 27. November

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M. LEVENSON Book Binder, 50 Chrystie St., N[ew] Y[ork]

Soeben aus der Druckerpresse: Benedikt Peters: Kommentar zum Johannes– Evangelium, erschienen bei CLV Bielefeld.

Angekündigt ist für Frühjahr 2016 der zweite Band, Psalm 51 bis 150 in Auswahl von Robert Spaemann: Meditationen eines Christen, erschienen bei Klett–Cotta. Band I erschien 2014, die enthaltene Übersetzung ist evtl. wieder eine bearbeitete Version der 10° von J. F. Allioli durch Augustin Arndt, neu korrigiert nach dem Hebräischen.

Eintrag 19. November

1.) Das Neue Testament, überarbeitete Ausgabe 2015 "nach dem Grundtext der Reformation" (NTR) des schweizer Pastors Manfred Roth soll demnächst erscheinen. Basistext ist, wie man aus dem Subtitel erschließen kann, der Byzantinische Mehrheitstext oder "textus receptus“. Wer bis zum 30. November vorbestellt, spart einige Euros. Bestellungen unter www.neuestestament.ch, dort auch weitere Informationen.

2.) Tim Laroge, ein Übersetzer aus vermutlich freikirchlichem Raum, hat unter anderem den 9. Teil seiner Psalmen (Kap. 81 bis 90) als E- Book herausgegeben. (Books–on–Demand, Norderstedt). Wer mehr über diesen Herrn weiß, der seine Verdeutschungen scheibchenweise veröffentlicht, setze sich bitte mit mir in Verbindung. Danke!

Eintrag 18. November

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ExLibris Dr. med. S. BAMBERGER, Augenarzt • Frankfurt a. M. Hanauerlandstr. 8, Tel. 47608

Endlich, endlich wissen wir, wie es wirklich war, was tatsächlich geschah vor sovielen tausend Jahren. Die wie üblich gut informierten Specialists von National Geographic haben in der Weihnachtsnummer 4/2015 mal wieder Die Bibel auf ihre Glaubwürdigkeit untersucht, Titel: Was ist Mythos? Was geschah wirklich? Mit Hilfe von schönen Farbfotos, Stammbäumen, Abbildungen von Artefakten und Landkarten will man dem Geheimnis auf die Spur kommen. Ohne den reißerischen Titel, der neue Offenbarungen verspricht, mit der man überkommene Ansichten und Glaubensweisen in die Tonne treten müsste, würde der Absatz wohl nicht den Erwartungen der Macher entsprechen. Was man tatsächlich findet, sind Inhaltsangaben der verschiedenen biblischen Bücher sowie die bereits bekannten historischen Berichte über Juden– und Christentum sowie Fakten zu Festen. Die Spezialisten dieses "NG Special" haben nichts zu enthüllen, was nicht schon längst bekannt war. Generalkritik an der Heiligen Schrift wurde diesmal nicht wirklich geübt. Das Heft ist ein schönes Bilderbuch mit bunten Landkarten und informativen Stammbaum– Grafiken. Was nun "Mythos" und was "Wirklichkeit" sei, habe ich auch nach der Lektüre nicht erfahren... Frei nach Shakespeare: "Much Ado about Nothing" but the Bible!

Eintrag 11. November

Gleich zwei neue Bände sind dem Theologischen Kommentar zum Alten Testament HThK–AT von Herder zugewachsen: Christoph Dohmen hat Exodus 1 bis 18 übersetzt und erklärt, Michael Tilly das apokryphe 1 Makkabäer– Buch. Beide Freiburg i. B. 2015. Somit sind bisher 34 Teile dieses Jahrhundertwerkes erschienen.

Eintrag 26. Oktober

Neueste Berichte über Neuerscheinungen:

1.) Manfred Krüger aus der anthroposophischen Szene läßt diese Tage beim S. Roderer Verlag, Regensburg, seinen vorläufig letzten Titel aus der NT– Reihe herausbringen: Melchisedek und der Brief an die Hebräer.

2.) Von Gerhard Begrich, der bereits die “Genesis“ und “Das Hohelied Salomos“ beim Stuttgarter Radius Verlag hat veröffentlichen lassen, soll im November der Titel Exodus – Das zweite Buch Mose oder Der Aufbruch in die Freiheit erscheinen.

Eintrag 6. Oktober

Nachtrag aus 2012:

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NOVIZIATS–BIBLIOTHEK Kremsmünster

1.) Ein Mensch türkischer Abkunft namens A. Muhsin Sabanci hat 2012 folgenden Titel herausgegeben: Heilige Schrift der Jesus-Gläubigen, welche Paulus und das Kreuz nicht kennen. Darin sind übersetzt:

Die fünf Bücher Mose, die vier Evangelien, weiterhin aus apokryphen Schriften: Evangelium nach Thomas, Protoevangelium nach Philippus, Kindheitsevangelium nach Thomas, die Evangelien nach Petrus, Philippus, nach den Ebioniten, nach den Nazarener [sic!], nach den Hebräer [sic!], nach Egerton 2, Geheimes Evangelium nach Markus, Qur An (Lesung Engel Gabriels) sowie diverse Anhänge.

Die kanonischen Texte sind nach der Elberfelder Übersetzung, Edition Brockhaus und, soweit vorhanden, nach der Interlinear– Übersetzung Griechisch–Deutsch von Ernst Dietzfelbinger wiedergegeben. (Korrekturen willkommen). Die Herkunft der apokryphen Texte habe ich nicht überprüft. Diese Buch kostet € 106.- als Papier,- und € 69.- als E–book– Ausgabe. Wer bekloppt ist und solche Summen ausgibt für ein wiederverwendetes Elberfelder Produkt, melde sich bei mir, dass ich ihn bemitleide. Textbeispiele einzusehen bei der Amazonischen BH.

Neu 2015:

1.) Johannes Biermanski, ein Siebenten–Tags–Adventist, hat ebenfalls, aber nur als E–Book, Teile des AT und das NT herausgebracht und zwar zweisprachig Englisch / Deutsch. Die Übersetzungen, die er dazu anfertigte, sind eine Mischung aus der alten Luther– Bibel, der von H. Menge, der Elberfelder 1871 (betreffs des Deutschen); der King James Version, der von Darby und der Bethel– Edition »The Sacred Scriptures« (betreffs des Englischen). Besonderen Augenmerk legte er auf die Übersetzung der Gottesnamen YHWH und Yahshuah etc. Wer mehr wissen will, sehe sich die Textausschnitte an, die die amazonische Buchhandlung bietet. Dieser adventistische Beitrag ist neu aus dem Jahr 2015. Biermanski hat allerdings sein E–Book auf mehrere Teile angelegt, so dass man auch um die € 120.- für das Gesamtprogramm (das es noch nicht gibt) berappen muß. Zur Zeit existieren nur das NT und das Buch Daniel. Aber immerhin polyphon.

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HENRY BOOKBINDING CO. 135 Henry Street, New York, N. Y.

2.) Ohne irgendwo abzuschreiben, hat Ulrich R. Rohmer, ein emerierter evangelischer Pastor, bisher, ebenfalls als E–Books, folgende NT–liche Bücher veröffentlichen lassen bei BookRix in München, und zwar Griechisch (28° N/A) und Deutsch: Markusevangelium, Schriften des Johannes 2014, Römerbrief, Galaterbrief, Petrus– und Judasbrief sowie den Jakobusbrief 2015. Die Übersetzung ist sehr formtreu und überdies geprägt von der Erfahrung, dass Jesus lebt (was bei evangelischen Pastoren nicht unbedingt die Regel ist). Rohmers Übersetzungen tragen den Subtitel "Studienhilfe" (zum Aufwärmen des Bibelgriechisch). Im Gegensatz zu den beiden oberen Erscheinungen ein originäres Werk.

3.) Die im Oktober 2015 revidierte Hoffnung für alle liegt auf meinem Schreibtisch. Großartige Änderungen im AT stelle ich nicht fest; die Übersetzung des Tetragramms ist nun mit Kapitälchen gedruckt. Die NT– Revision ist stärker ausgefallen. Die Anmerkungen in den Fußnoten wurden erweitert. Weiteres schrieb ich bereits Ende September.

4.) Die evangelikale Reihe HistorischTheologische Auslegung – NT (HTA) hat Zuwachs bekommen. Eckard J. Schnabel hat die ersten fünf Kapitel des Briefes des Paulus an die Römer veröffentlichen lassen bei SCM Witten/ Ruhr (700 Seiten)!

Die ersten drei Titel hat Kollege Niki aus St. Veit am Glan entdeckt und an mich weitergegeben. Vielen Dank, Niki!

Eintrag 21. September

NEUESTE NACHRICHTEN über Bibelausgaben:

1.) Die alte, bekannte und beliebte Stuttgarter Jubiläumsbibel mit erklärenden Anmerkungen, mit dem Text der neu durchgesehenen Lutherbibel (1913), deren Anmerkungen 1928 und irgendwann nach dem Krieg überarbeitet wurden, ist jetzt unter gleichem Titel in Antiqua- anstelle des Frakturdruckes erschienen (Deutsche Bibelgesellschaft).

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Buchhandlung PETER BÜCHELER, 79 Ulm, Hafengasse 28

2.) Urich Wilckens´ Neues Testament, zuerst erschienen 1970, in überarbeiteter Form 1980 neu herausgegeben, ist nun wiederum publiziert worden als "Studienbibel Neues Testament". Ich vermute mal, dass auf Grund der identischen Seitenzahl (928 S.) die 1980er Ausgabe einfach neu herausgegeben wurde und sich der Untertitel "Studienbibel" auf den bereits vorhandenen Anmerkungsapparat bezieht. Näheres nach Inaugenscheinnahme.

3.) Die weichgespülte Bibelausgabe "Hoffnung für alle" ist offensichlich für Oktober 2015 komplett revidiert worden. Veränderungen betreffen die Textgestalt: • Mehr Übereinstimmung mit der BHS für das AT und der 28° Nestle / Aland- Ausgabe für das NT. • Alles Verse überprüft und neu übersetzt. • Präziser am Grundtext • Stringentere Wiedergabe von Kernbegriffen • Überarbeiteter und erweiterter Fußnotenapparat • Inhalts- und Gliederungsüberschriften. neue Formatierung • neu erstelltes Personen- und Ortsverzeichnis. Bisher acht verschiedene Umschläge / Cover.

Betreffs der Neuen Genfer Üs mit Psalmen und Sprüchen (NGÜ NT + PS + SP) bemerke ich nach erster Begutachtung: Am Text sowie am Anmerkungsapparat des NT hat sich wohl nichts geändert, wohl aber am Apparat der Psalmen: Dieser wurde erweitert, vor allem betreffs der Lesarten, daher musste auch ein Zeilenumbruch vorgenommen werden.

Der erste Psalmenband (Kap. 1 bis 41) des Juden Matthias Hermann gibt zu denken. Hermann hat metrisch übertragen und zwar im Tetrameter, einem Vierfüsser. Das ist für das 21. Jahrhundert sehr bemerkenswert, hatte man zuletzt etwa um die Wende des vorigen Jahrhunderts. Um diesen Text zu begreifen, muss man den Vierfüsser erstmal zu sprechen üben, um mit dem Inhalt und den adaptierten Wortarten zu harmonieren. Das laut sich selbst (!) Vorgelesene muss ins Ohr eindringen, um dann im Gehirn zu verständlichem Inhalt zu erwachsen. – Dieser Mensch ist ein wahrer Sprachkünstler, dagegen sind Psalmen aus weichgespülten Ausgaben wie billiges Fastfood. Jedoch: Die Texte sind für den ungeübten Leser eine wahre Herausforderung!

Manfred Krüger aus der anthroposophischen Szene wird seine diversen NT– Bände um den Hebräerbrief erweitern, evtl noch in diesem Jahr. So aus einer kürzlich erhaltenen Mitteilung ersichtlich (siehe Eintrag 18. August).

Eintrag 18. September

Birnbaum´s News im September:

1.) Meine Buchhandlung hat mich darüber informiert, dass ich die NGÜ mit Psalmen und Sprichwörtern abholen kann.

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ExLibris: ALFRED STEUER, Westheim bei Augsburg (Kobel)
[A. S. Benefiziat der röm.–kath. Kirche "Sankt Maria von Loreto", Ende der 30er Jahre]

2.) Im August erschien Teil 1 einer Psalmenparaphrasierung von Matthias Hermann bei Edition Noack & Block. Beim Internetbuchhändler mit dem südamerikanischen Stromnamen kann man sich die ersten drei Kapitel vorlesen. Ich habe es bestellt und berichte darüber, wenn es auf meinem Schriebtisch liegt...

Eintrag 20. August

Soeben kam mir der neueste Titel des Evangelikalen Finnen Benedikt Peters auf der Homepage von CLV Bielefeld vor Augen: Kommentar zum Johannes– Evangelium. Näheres nach Inaugenscheinnahme.

Verspätungsmeldung: Erscheinungsdatum der NGÜ mit Psalmen & Sprichwörtern laut Verlag erst Ende des Jahres.

Ebenfalls für Ende des Jahres ist angekündigt die Fortsetzung der Pentateuch- Übersetzungen bei Radius–Verlag: Gerhard Begrich: Exodus • Das zweite Buch Mose oder Der Aufbruch in die Freiheit

Eintrag 18. August

Aus vier Bereichen gibt es einige Neuigkeiten und eine AltNeuheit:

1.) wissenschaftlich: In der Mammut– Reihe HthK–AT ist neu der Band "Haggai" erschienen. Übersetzt und kommentiert von Martin Leuenberger. Herder Freiburg i. B. 2015.

2.) anthroposophisch: Manfred Krüger hat ebenfalls einen weiteren Band seiner NT- Reihe drucken lassen vom Roderer Verlag Regensburg: "Petrus und die Petrusbriefe". 2015. Fehlen noch der Hebräerbrief, die Apostelgeschichte und weitere Texte aus den Paulusbriefen. Mal sehen, was daraus wird. Ich schrieb ihm, aber noch keine Antwort....

3.) römisch- katholisch: Ein kleiner, gebundener Band "Du wandelst mein Klagen in freudiges Lied. - Hundert Worte aus den Psalmen Davids. Übersetzt und herausgegeben von Franz Sedlmeier, Verlag Neue Stadt München. Aus 50 Psalmen sind auszugsweise Verse über– und kolometrisch gesetzt; Das Tetragramm ist mit JHWH wiedergegeben. Der Band ist bereits 2004 erschienen, wurde aber erst jetzt von mir bemerkt.

4.) evangelisch: Ebenfalls ein Psalmenbuch hat Georg Magirius bei Claudius Verlag München 2015 herausgeben lassen: "Gesänge der Leidenschaft. Die befreiende Kraft der Psalmen.“ Das ist ein Sammelband mit 13 Essays. Darin sind 10 Psalmen und wenige AT- sowie NTliche Cantica übersetzt, weitere Dutzend Pss in Auswahl. Magirius hat die Texte selbst übertragen; für das Tetragramm schreibt er »HERR«.

Eintrag 25. Juni

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Schweizer JÜDISCHE VOLSKBIBLIOTHEK

Neben den unterschiedlichen Revisionen und Ergänzungen von bereits vorhandenen Bibelausgaben, den Fortführungen von Kommentarreihen und den zum Teil fragwürdigen Titeln der "Selbstverleger", den "on Demand"– Büchern, die ich in den letzten Wochen so be– und angesprochen habe, landet nun auf meinem Schreibtisch ein Titel aus dem Jahre 2010, auf den ich vorige Tage erst durch eine Rezension aus der Schweiz aufmerksam wurde. Ein in Luxemburg geborener und in der Schweiz amtierender römisch–katholischer Pfarrer hat beim Berliner Frieling–Verlag das Buch Genesis übertragen und ausführlich kommentiert: »Gesegnet seist du und ein Segen • Genesis – Das Buch vom Anfang«. Die denominationelle Herkunft des Herrn Pfarrer spielt hier überhaupt keine Rolle, denn er schöpft aus jüdischen Quellen und verabreicht uns diesen Becher mit Schriftwort und Kommentierung angesichts seiner Gegner, d. h. aller Bibelzerschneider und theologischer Oberlehrer ab J. Astruc, über Wellhausen, Gunkel & Collegen bis zu ihren heutigen Epigonen. Seine Vorbilder und Gewährsmänner im Verdeutschen und Verabreichen sind Benno Jacob, Martin Buber & Franz Rosenzweig, Daniel Krochmalnik, Walter Jens und, in gewissem Umfang, J. A. Soggin. Die Verdeutschung ist gewöhnungsbedürftig, weitab von der von ihm durchaus gescholtenen Einheitsübersetzung, von Luther ´84, deren Übersetzungs"künste" zusammen mit denen der Zürcher 2007 und einigen anderen fortlaufend im Kommentarapparat zitiert werden. Um dem Leser den Weg seiner Auslegung und den Pfad in das Erste Buch Mose kund zu tun, ist das Vorwort aus Benno Jacob´s Genesis– Kommentar ⇒ Jacob,_Benno verkürzt dem Schrifttext vorangestellt. Sarto M. Webers Kommentar nimmt betreffs des Umfangs mehr als das Doppelte im Vergleich zum Schriftwort ein: 213 zu 97 Seiten. In der Hauptsache fließen Jacobs Erklärungen in den Kommentar (mit Seitenangaben zum Nachschlagen), aber auch Wortspiele des Hebräischen, Lesarten, alternative Übersetzungen und Midraschim sind aus– bzw. angeführt.

Als Übersetzungbeispiel führe ich das "Bereschit, den Anfang", Kap. 1:1 an, als Vergleich zu Weber zitiere ich aber nicht Jacob, sondern, weil ähnlich originell, Peter Fahr und Gerhard Begrich:

Ein Anfang, endlich! GOTT setzt sich ans Werk, schafft Himmel und Erde. Die Erde, wüstes Durcheinanderland, Düsternis und öde Flut, Wassergischt, darauf sich GOTTes Ruhe niederlässt.
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BÜCHERSTUBE HACHMANN Inh. Franz W. Nippgen, 596 Olpe/ Biggesee
GOTT spricht: Es werde Licht! Und es wird: Licht! Ein Augenschein: Gut ist´s, das Licht! Fortan sind Licht und Finsternis geschieden. Das Licht beruft ER als Tag, und die Finsternis beruft ER als Nacht.
Es wird Abend und Morgen, ein Tag. S. M. Weber

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Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Die Erde war öde und leer, und der Geist Gottes schwebte über der Wasseroberfläche.
Und Gott sagte: „Licht soll sein.“ Da war das Licht da. Und Gott sah das Licht als gut an. Und Gott unterschied zwischen Licht und Finsternis. Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht.
Es wurde Abend, es wurde Morgen: Tag eins. P. Fahr, Thora und Heiliges Land. 2013

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Zu Beginn dichtete Gott den Himmel und die Erde. Aber die Erde war unbelebbar und wüst, und Finsternis lag über dem Abgrund, und de Sturmbraus Gottes tobte über dem Wasser.
Da sprach Gott: »Licht werde« – und Licht ward. Gott sah das Licht, dass es schön war. Gott schied das Licht von der Finsternis.
Gott rief dem Licht zu: »Tag!« Und der Finsternis rief er zu: »Nacht!« 
Es ward Abend, es ward Morgen. Ein Tag. G. Begrich, Genesis, 2014

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Sarto M. Weber, Gesegnet seist du und ein Segen. Genesis – Das Buch vom Anfang. Frieling Verlag Berlin 2010. [Anmerkung zu Umschlag u. Titelseite, da passierte ein kleiner Lapsus: Der Hebräische sollte um das "Aleph" erweitert werden.]

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Antiquariat KALLIGRAMM, Barbara Fruhstorfer, Fritz–Erler–Str. 21, 75 Karlsruhe

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Noch ein Datum: Ende August sollte die Neue Genfer Übersetzung "NGÜ" mit Psalmen und Sprichwörtern erscheinen; so die Info aus Genf.

Eintrag 19. Juni

Herr Chajm Guski, der 2014 "Die Torah ✡ תורה. Eine deutsche Übersetzung" bei BoD herausbrachte (Eintrag 13. September 2014 und vor 4 Tagen), arbeitet nach eigenem Bekunden an einer umfangreichen Haftarot– Ausgabe (die Betonung liegt auf »umfangreich«, weil möglichst viele Bräuche berücksichtigt werden sollen). Außerdem will er die Torah überarbeiten und durch neue Kommentare ergänzen.

Noch keine Buchspur gibt es von der Rolle Ruth, von Gerald Rosenberg zur Veröffentlichung beabsichtigt, siehe mein Eintrag von Anfang Juli 2013.

Eintrag 17. Juni

Eben erfuhr ich aus der Schweiz, nämlich vom Biblischen Glaubenszentrum BGZ in CH- Schaffhausen: Der dortige leitende Pastor, Manfred Roth plant, kommenden Herbst sein Neues Testament NTR in überarbeiteter Form herauszubringen. Die erste Teilausgabe, Römerbrief bis Offenbarung erschien bereits 2006, das vollständige NT wurde 2009 veröffentlicht. Also – für alle Freunde und Befürworter des altehrwürdigen "Textus receptus" (Quelltext für die englische "Authorized Version / KJV" von 1611 bzw. 1769, Luther 1912 & davor und neuerdings die "NeueLuther Bibel NLB", Schlachter 2000, Manfred Roths "NTR", H. J. Jantzen, Christianismos NT) – frohe Kunde.

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Capucin[er] Biblioth[ek] Crefeld (Hülser Straße, Inrath, 1894 bis 1992)

Eintrag 15. Juni

Soeben habe ich aus meiner kleinen Buchhandlung abgeholt:

1.) Die (von mir so getaufte) "Calvin– Bibel. Gott spricht. Heute." Ausgabe 2015. Dazu habe ich unter ⇒ Schlachter_2000 folgendes geschrieben (mit hinzugefügtem Foto):

„Diese eigentlich dritte Ausgabe der sogenannten "Tasse Kaffee- Bibel" unterscheidet sich zur zweiten von 2012 durch die Wahl des "Schlachter 2000" – Textes für das gesamte AT, also inklusive der Psalmen. Das NT ist, wie gehabt, der NGÜ entnommen.

Irritierend ist das Titelblatt der BIBEL, es wurde unverändert der Schlachter Version 2000 (ohne Beigaben) herauskopiert und suggeriert die "SCH 2000" – Übersetzung auch für das NT, was jedoch NICHT der Fall ist. Durch den neu gewählten Pss–Text ist der Drucksatz weniger leicht lesbar, da Fließtext anstelle Kolometrie. Das ist kein Vorteil. Ein weiterer gewichtiger Nachteil innerhalb des NGÜ– NT ist, dass die Fußnoten (Parallelstellen, Lesarten, Kurzerklärungen) des Originals nicht übernommen wurden; daraus resultiert auch der um 65 (!) Seiten verminderte Umfang (216 statt 281 S). Schade!! Die Sacherklärungen wurden beibehalten. Ob die vier farbigen Karten aus der SCH 2000 auf den Vorsatzblättern dafür entschädigen .... ?

Das Layout blieb erhalten; der einzige Vorteil, den ich entdecken kann, ist die Wahl zwischen Softcover und fest gebundener Ausgabe, hier sogar mit schicken blauen Kapitalbändchen...“

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ExLibris– Stempel des R. Abramczyk, Zahnarzt aus Halberstadt, in »Das Buch das tausend 
Jahre wuchs« von M. Soloweitschik, (⇒ Bibliographie_&_Ex_Libris), Anfang der 30er Jahre. 
Was wohl aus ihm geworden ist? (Siehe auch ⇒ Causse, Antonin)

2.) »Die Tora. Die Fünf Bücher Mose hebräisch–deutsch mit Prophetenlesungen. Revidierte Übersetzung von Rabbiner Ludwig Philippson, ergänzt durch Einleitungen jüdischer Gelehrter aus der ganzen Welt«  Das ist ein wunderschöner Band, vom Herder Verlag Freiburg i. B. soeben veröffentlicht. Walter Homolka, Hanna Liss und Rüdiger Liwak haben die alten Texte aus ursprünglich 1844 (Tora) und 1859 (Haftorot) durchgesehen, bearbeitet, ergänzt und dem heutigen Sprachgebrauch angepasst. Eingeschlossen sind die sogenannten Haftarot, Prophetenlesungen aus Josua bis Maleachi. Nach der im letzten Jahr von Chajm Guski herausgegebeben »Die Torah ✡ תורה. Eine deutsche Übersetzung« (noch ohne Haftoroth, mit anderen Ursprungstexten, siehe mein Eintrag vom 13. September ´14) bereits die zweite Neuausgabe innerhalb kürzester Zeit. Dank der Aufmerksamkeit des Karlsruher Kollegen Franz–Josef Novak, der die Neuedition der Mendelssohnschen Torah 2015 bekannt machte (die ich auch umgehend bestellt habe), ist der deutsche Leser nun mit drei wiedererstandenen bzw. reanimierten Pentateuchausgaben versehen. Sobald ich diese letzgenannte, vom Jüdischen Verlag Annette Böckler (JVAB) herausgebrachte Torah in Händen halte, schreibe ich nochmal.

Eintrag 11. Juni

Der am 6. Juni neu eingetragene "Auslese"– Band der BasisBibel liegt mir nun vor: Aufmachung wie gewohnt, ausgewählte Texte siehe unter ⇒ BasisBibel. Vollständig, immerhin, ist nur das Buch des Propheten Jona. Alle anderen Texte in kleiner Auswahl. Soweit verglichen, sind die bereits aus dem NT und den Psalmen entnommenen Texte nicht nochmal bearbeitet. Wer andere bzw. weitere Erkenntnisse hat, der melde sich bei mir! Danke.

Eben ganz neu erschienen ein weiterer umfangreicher Band aus der evangelikalen Reihe Historisch Theologische Auslegung HTA Neues Testament. Gerhard Maier hat die ersten 14 Kapitel des Evangeliums des Matthäus übersetzt und kommentiert; (bei SCM R. Brockhaus, Witten/ Ruhr).

Eintrag 6. Juni

Neu als BUCHAUSGABEN:

1.) BasisBibel – Auslese: Lesereise mit 40 Stationen aus AT & NT – mit bisher unveröffentlichten Texten aus dem AT.

2.) Hartmann, M. & Osborne, P.: »Jesu Taten gehen weiter – Die Apostelgeschichte«. Katholisches Bibelwerk. Als Fortsetzung der Reihe der vier Evangelien. Siehe Eintrag von Mitte Februar 2013.

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Buchhandlung MENDE, 75 Karlsruhe, Karlstr. 76

3.) Die so genannte "Tasse Kaffee– Bibel *Gott spricht. Heute." (=AT: Schlachter2000 & NT plus Psalmen: NGÜ, von mir »Calvin– Bibel« getauft, siehe hier unter "Nachlese 2012") gibts jetzt neu zusätzlich als gebundenes Buch. Der Seitenumfang beträgt 992 Seiten, die Erstausgabe von Januar 2013 umfasste 978 Seiten (brutto). Ich berichte, worin der Unterschied besteht. Die beiden verschiedenen Buchcover für Kartoniert bzw. Gebunden sehen attraktiv aus. In der Werbung ist betreffs der Übersetzung nur "Schlachter 2000" angegeben; das könnte den Unterschied ausmachen!


NT ONLINE:

Ich bekam Post aus Böblingen von einem Herrn Thomas Böhme. Gute Nachrichten!! Er will eine neue Bibelübersetzung auf den Markt bringen, zunächst online, dann auch als Buchform. Der NT– Zwilling ist bereits fertig. Am AT arbeitet er. Diese Bibel trägt den Namen der württembergischen Kreisstadt »Leonberg«, also Leonberger Bibel. Das ist also nach der Elberfelder, Aschaffenburger NT, Mainzer NT, dem Münchner NT, der Wuppertaler Studienbibel, den beiden Stuttgarter Kommentarbibeln usw. (Die »Selters– Bibel« [=NWÜ] gibt es ja nur als Pixelort auf meiner Seite, bitte nicht wieder Schelte!) eine weitere mit geographischer Herkunftslocation. Ich habe sie mal angeschaut und bin sehr zufrieden mit der Qualität der Formtreue.

Die »Leonberger Bibel« von Thomas Böhme, wahlweise (!!) nach dem NTG Nestle/ Aland 28° sowie nach dem NTG von Robinson & Pierpont. Internet-Ausgabe 2015, Buchausgabe(n) (überarbeitet) geplant 2016. Somit hat das Übersetzergremium zwei eigenständige Texte verdeutscht. So kann also jede Fangemeinde, die des "kritischen" und die des "Mehrheitstextes", Bibel lesen und lernen. Diese Verdeutschung ist nicht denominationell beheimatet, sondern als überkonfessionell zu bezeichnen, so wollen es uns die Herausgeber wissen lassen. Siehe http://www.causamundi.de/bibel

Eintrag 20. Mai

Die Ära der E- Books ist ja schon vor einer Weile angebrochen und auch ich habe mich dieser Art zu lesen "unterworfen", bin ich doch eigentlich ein Bibliophiler haptischer Wahrnehmung. Ein theologisch bewanderter Herr namens Tim Laroge hat nun bei Books on Demand BoD Norderstedt diverse Titel herausbringen lassen, die es in Buchform (hoffentlich noch) nicht gibt. Aus dem AT die Psalmen 1 bis 80, Sprüche 1 bis 9, Hiob (ein Teilchen), Habakuk 1 bis 3; weiterhin diverse NT-liche Texte, z. B. Hebräer, Offenbarung. Alles in kleinen Häppchen, sodass die fertige Bibel – sofern das geplant ist – ein sehr teures E- Book werden kann. Glücklich bin ich nicht über diese Entwicklung bei Herrn Laroge. Er schreibt kein Vor— oder Nachwort, sodass in den mir vorliegenden Titeln nichts über ihn zu erfahren ist. Die Publikationen der AT– Teile sind ab 2014 datiert. NT– Teile habe ich bisher nicht erworben. Gemäß Impressum ist die Übersetzung von ihm; ich hatte noch keine Zeit, das zu verifizieren, das wird auf Grund Zeitmangels auch noch eine Weile dauern. Die Kommentierung gibt keinen Anlass zu vermuten, es handle sich um eine, die in der so genannten esoterischen Ecke zu beheimaten sei. Ich bin dankbar für weitere sachdienliche Hinweise zu Laroge und seiner "theologischen" etc. Abkunft.

Eintrag 7. Mai

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ExLibris: GUNTHER H. KÖNIG (?)

Anthroposophisches:

Manfred Krüger, ein Philosoph und Germanist, hat bereits seit 2011 verschiedene Bücher des Neuen Testaments übersetzt und kommentiert: 2011 die Iohannes– Schriften (bei Urachhaus in Stuttgart), dann ab 2012 in Einzelbänden (bei S. Roderer, Regensburg) die Evv Matthäus, Markus und Lukas (2012 & ´14); weiterhin folgten das Evangelium nach Paulus (2013, Briefe in Auswahl) und soeben die Briefe der Herrenbrüder Jakobus und Judas. (Mai 2015) Die Übersetzungen nach Nestle/ Aland sind außerordentlich formtreu und sehr gut lesbar. Hauptaugenmerke liegen auf den Kommentaren (gemässigt theosophisch) und Bildmeditationen. Ich hoffe, dass der gebürtige Kösliner fortfährt mit dem Hebräer und den Petrusbriefen. Fehlt dann noch die Apostelgeschichte. Um das NT zu komplettieren, müsste er die Paulusbriefe (Philemon ist vollständig) noch »in deutsche Sprachgestalt« versetzen, denn die liegen nur in Auswahl vor: ⇒ Krüger,_Manfred. Wer bereit ist, die Einzelbände zu erwerben (sie sind nicht eben billig), der hat durchaus Lesens– und Wissenswertes vor Augen, und das mit einer herausragenden Übersetzung. Die Kommentare jedoch sind nicht geeignet, die Herzensbeziehung zu Jesus zu vertiefen.

Unredliches:

Ein Schweizer Bürger namens Martin P. Rissi, Alterego Elomin, hat das Neue Testament und die Psalmen übersetzt. Dachte ich und kaufte. Das im Buch einverleibte Copyright suggerierte eine Eigenkreation, somit sind Reproduktion, Verarbeitung und Vervielfältigung verboten. Dieser Herr Rissi, mit Ehrendoktorwürde (Dr. honoris causa) und dem akademischen Zusatz "Doctor of Spriritual Healing", zu deutsch 'Geistheiler', ist Reverend eines Missionswerkes namens 'Corpus Christ' (ohne i) in einem Schweizer Städtchen im Canton Bern. Das NT nennt er »Die gute Nachricht«. Hat er sich nun selbst die Mühe des Übersetzens gemacht? Nein, hat er nicht. Er hat, vermute ich, gecopied und gepastet (oder pasten lassen) auf der Internetseite von Wolfgang Bartke (www.diebibel4you) und dort NT und Psalmen Elberfelder_Bibel,_weitere_Ed. heruntergezogen. Man gebe dem Gepasteten einen anderen (guten) Namen, nehme kleine Veränderungen am Tetragramm in den Psalmen vor ('Gott' anstatt 'Jahwe'), verwandle das Copyleft in ein Copyright, spreche aus ein Vervielfältigungsverbot und verkaufe das Produkt als Eigenkreation. Weiterhin hat M. P. Rissi einen Artikel über die Zahl 6 aus Bartkes Domaine, die der selber dem Buch »Traumleben III«, S. 47, des Juden Friedrich Weinreb [den ich übrigens außreordentlich schätze, siehe Bibliographie] entnahm und derart kennzeichnete, als seinen eigenen verkauft (Textbeiträge: Dr. h.c. Rev. Martin P. Rissi, Elomin). Ich hätte Unredliches vermuten können, als ich den Bucheinband sah, da es an meinem Wohnort früher mal ´ne esoterische Buchhandlung gab namens 'Die Pyramide' (wurde pleitegebetet), wo solche Bücher, sofort am esoterisch gecoverten Umschlag zu erkennen, verkauft wurden. Sogar den evangelikalen Comicmaster Jack T. Chick hat er bemüht, aber mit Quellenangabe, – weil vielleicht zu bekannt, – um eine Bekehrungsgeschichte zu erzählen. Das Paperback kam 2012 heraus und kostet nicht gerade wenig. I am NOT amused. Der HErr verfahre mit ihm nach seinen Taten.... Immerhin kann er mit der alten Elberfelder keinen Seelenschaden anrichten.

Als eine Art Entschädigung für dieses "Plagiat" erwarte ich heute noch was besonderes..... (siehe oben)

Eintrag 16. April

Der April bringt zwei Neuheiten auf meinen Büchertisch:
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ExLibris: NÜCKEL
[Der Bestand des Familienarchivs Nückel wurde im Juli 1993 
vom Historischen Archiv der Stadt Köln übernommen]

1.) Die "Neues Leben Bibel NLB" ist nun mit Parallelstellen und Schreibrand (auf Wunsch auch mit Register) als Großoktavausgabe auf dem Markt, mit © 2014. Der Text des NT zumindest wurde überarbeitet (für das AT habe ich noch nicht verglichen). Als Beispiel für die Revision mag Lukas 2:16 dienen, wo Baby Jesus jetzt alleine und nicht mehr mit seinen Eltern zusammen in der Futterkrippe liegen muss; was so ein Komma alles bewirkt, das man vergaß zu setzen! Dieser Vers wurde nun wieder dem amerikanischen Original angeglichen. Wer innerhalb des AT ebenfalls revidierte Verse oder geänderte Passagen ausfindig macht, melde sich bei mir. Diese Bibel ist sogar fadengeheftet und hat das noble Bibeldünndruckpapier; neu auch 16 Seiten farbige Tafeln und Karten. Die NLB hat einen flexiblen Einband, abgerundete Ecken (?!) und wiegt fast 3 Pfund; so bekommt sie endlich das von manchen Lesern (und NLB-Fans) lange vermisste Flair einer Studienausgabe für den Hauskreisabend! (Bei SCM R. Brockhaus).

Eine Frage dazu habe ich noch: In der ersten Gesamtausgabe 2005 heißt der Vers Lukas 2:16 noch ("mit ohne" Komma): "Sie liefen so schnell sie konnten ins Dorf und fanden Maria und Josef und das Kind in der Futterkrippe." Ich bitte alle diejenigen, die eine Ausgabe nach 2005 und vor 2014 besitzen, nachzusehen, wann der Vers überarbeitet wurde, ob schon vor 2014 oder erst jetzt... Danke für die Rückmeldung!

2.) Ulrich Berges hat seinen Jesaia- Kommentar um die Kap. 49 bis 54 weitergeführt. Soeben kam der neue 31. Band in der Reihe "Herders Theologischer Kommentar zu AT • HThKAT" heraus. (Verlag Herder, Freiburg i. B.)

3.) Die Publikation des textkritischen Elberfelder NT ist verschoben (nicht aufgehoben), da der Bearbeiter aus diesen und jenen Gründen seine anspruchsvolle Arbeit z. Zt. nicht zu Ende führen kann.

Eintrag 31. März

Nachdem ich bereits im November 2014 über die neue Genesis Ausgabe des Gerhard Begrich (Radius Stuttgart) berichtet hatte, hier eine Neuigkeit: Begrich hat zwar diesmal im Rahmen der Fünf Bücher Mose nicht weitergearbeitet, jedoch eine der Fünf Rollen neu übersetzt, und zwar das Hohelied Salomos, ebenfalls bei Radius in Stuttgart.

Ich begrüße, wenn mir jemand in folgender Sache weitere Infos geben kann: Ich habe kürzlich einen Singpsalter (Genfer Psalter) in die Hände bekommen, der schon einige Jahre auf dem Markt ist, aber kaum mehr zu haben:

  • Der Psalter, Evangelisch–reformiert
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Bücher in Ettlingen[, Albtal]: LECHNER
Alois Lechner Buchhandlung u. Bürobedarf (von 19... bis Sommer 2008)
Gesamtkonzept: Evangelisch–reformierte Kirche (Synode evangelisch–refrmierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland). / Ein NES AMMIM Buch. Gütersloh 1997.

Die Menge der Psalmen ist hier von Matthias Jorissen, Alfred Rauhaus, Jürgen Henkys und anderen mehr übertragen.

Nun gibt es seit 2006 weitere Neuausgaben älterer Psalter Ausgaben, hauptsächlich von der reformierten Kirche der Schweiz oder der Niederlande:

  • Die Psalmen Davids, in Reime gesetzt durch Matthias Jorissen, nach der Ausgabe von 1818, mit einer Einleitung von Michael Lohrer: Tietz– Rödingen: Verlag Karl Jochen Gruch. 2006.

und

  • Die Psalmen. Nachgedichtet von Matthias Jorissen. Neu bearbeitet von Peter Karner und Josef Dirnbeck. Wien: Evangelischer Presseverband in Österreich im Auftrag der Evangelischen Kirche A. u. H. B. in Österreich. 2009.

Alle drei Titel siehe ⇒ Jorissen,_Matthias.

Wer weitere Titel dieser Art kennt, schreibe mir bitte! Herzlichen Dank!

Eintrag 19. März

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ExBibliotheka: Dr. theol. JOANNIS PINSK, SS., Presbyteri Berolinensis

Vier–komma–drei Kilo Bibeln verteilt auf zwei Neuheiten, halte ich in Händen. Die ersten 2,1 kg entfallen auf die neue "Christianismos Bibel", die ich nicht despektierlich (!) "Hückelfelder- oder Elberhovener Bibel" taufe. Dieser Quartband, den man jedenfalls direkt vom Verlag in Hückelhoven zu bestellen hat, ist vom Typ ´Altarbibel`, weil beträchtlich größer ausgefallen als das Christianismos NT.

Wie ich bereits letztens schrieb, wurde das NT nach dem Textus receptus von Th. Bezae übersetzt, das AT ist eine sonderliche Eheschließung zwischen der 1905er Elberfelder Bibel, und einer LXX– Verdeutschung. So etwas gab es bisher nur auf Englisch. Ich werde dieses Schwergewicht als Buch nicht sonderlich schätzen, da es viel Digitales atmet (verständlich um der Kosten der geringen Auflage willen); die Übersetzung ist, soweit angelesen, nicht schlecht, aber ich brauche noch etwas Zeit, um mir ein Bild um die Texttreue zu machen. Vorteil des unischwarzen Einbandes: Man kann ihn eigenhändig verkünsteln, ohne Textverlust!

Die nächsten 2,2 kg sind folgendem Werk zugewichtet: Philippe Lechermeier und Rebecca Dautremer erzählen DIE BIBEL; das ist in erster Linie kein Buch für Theologen, sondern für Leseratten und Kunstliebhaber, aus dem Französischen übersetzt. Lechermeier hat Geschichten aus dem AT und NT mal mehr, mal weniger ausführlich mit gebührender Phantasie erzählt bzw. nacherzählt, bestenfalls an einigen Stellen paraphrasiert. Etwas für Schlechtwetterabende, anstatt fernzusehen. Bibliophil ist auf jeden Fall (im Gegensatz zur "Edition Elberhoven")! Die Malereien von Mme. Dautremer mag ich nicht beurteilen, es scheint sich um Surreales zu handeln; bei Salvatore Dali habe ich ähnliche Kunst gesehen, man lege mich aber bitte nicht fest ... (Coppenrath Verlag Münster i.W. 2014)

To whom it may concern: Gestern kam ein Bücherkatalog eines modernen Antiquariates, darin das € 14,95 – Angebot eines Nachdruckes der "Ottheinrich Bibel", angeblich das erste illustrierte NT in deutscher Sprache aus dem 15. Jhdt. mit 146 Miniaturen (Primus Verlag, Darmstadt, herausgegeben von C. Fabian).

Eintrag 2. März

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ExLibris: Pfarrer HANS FRÖHLICH, Weida i. Thür., Kirchplatz 5

Habe soeben aus meiner Buchhandlung Fred Ritzhaupts beverstes NT »Willkommen daheim – 1., verblümte Ausgabe 2015« abgeholt. Der Unterschied zur Ausgabe 2009 ist schnell erklärt: Am Außenrand sind zusammengefaßt Verszahlen gesetzt, manchmal sehr weit zusammengefasst, etwa in 2. Kor. 8: die Vv 1–9; für einzelne Verse wäre das wohl zu kompliziert gewesen, auch deswegen, weil es sich ja um eine Übertragung handelt. Ansonsten konnte ich nach einem Textvergleich keine Veränderungen feststellen. Diese Aussage steht aber zur Disposition; wer also etwas Überarbeitetes findet, der melde sich bitte.

Eintrag 24. Februar

Von den erwarteten Neuerscheinungen, über die bereits berichtet wurde, ist heute noch nichts zu vernehmen. Dafür gibt es zwei Neuerscheinungen aus der römisch–katholischen Buchszene: Der Alttestamentler Ludger Schwienhorst–Schönberger, der für die Herder-Zeitschrift "Christ in der Gegenwart" vor einiger Zeit bereits das Hohelied der Liebe übersetzt und kommentiert hatte, gab nun im Februar sein Opus in Buchform heraus, ebenfalls verlegt von Herder, Freiburg. Mit 170 Seiten ein recht umfangreiches Buch für € 18.-. Anders als vermutet, ist diese Übersetzung nicht identisch mit der in dem von Berhard Kirchgessner 2012 herausgegebenen Buch "Deus Meus, Amor Meus – Mein Gott, meine Liebe" (Heiligenkreuz im Wienerwald) – siehe meine Nachricht dazu hier im Juni 2014 – wo ich bereits über Prof. Ludger Sch.–Sch.´s Übersetzung und die Chance, diese in der überarbeiteten Einheitsübersetzung wieder zu finden, schrieb.

Der Ostfilderner Verlag Patmos im Schwabenverlag hat zum wiederholten Mal einen Titel der Herrschaften Herbert Haag (†) und Katharina Elliger herausgegeben: "Wenn er mich doch küsste... – Das Hohelied der Liebe. Mit Bildern von Marc Chagall". Ich habe das Buch heute mal angeschaut: Das ⓒ stammt aus 2008, es ist als Neuausgabe 2015 deklariert. Im Vorwort steht: »Kommentierung leicht überarbeitet und die Gestaltung modernisiert.« Stand so auch schon in der Ausgabe 2007. Wer, wie ich, eine frühere bereits besitzt, kann diese getrost übergehen.

Bald, so hoffe ich, erwarten wir noch die Titel "NT Elberfelder textkritisch", die "Christianismos Bibel", das mit Versen bewehrte (und überarbeitete ?) NT von Fred Ritzhaupt und die Herder "Tora samt Haftoroth" – Ausgabe (hebräisch/ deutsch) des lange verwesten Ludwig Philippson.

Danke sehr an Niki Löffelmann für die Neuigkeiten zur Konkordanten Übersetzung auf der Internetseite von Dieter Landersheim (www.BiblischeLehre.de). Nach all dem "leicht verdaulichen" Weissbrot mal wieder was für gesunde Zähne....!

Eintrag 2. Februar 2015

2005 erschien ein Werk, das seinesgleichen sucht, das ich allerdings nicht beachtet hatte beim ersten (zu kurzen) Durchlesen; nun bekam ich es vor einer Weile zum Geburtstag geschenkt, befand es wertvoll und habe es meinem Archiv bekanntgemacht; siehe: ⇒ Bibel_in_den_Worten_der_Dichter.

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Bibliothek Abtei Siegburg 

Kürzlich habe ich mal wieder einen Streifzug unternommen in die Buchhandlungen der badischen Metropole; in der großen Buchhandlung, die viele andere aufgefressen hat, stöbere ich (ohne zu kaufen) und fand einen weiteres Opus des Herausgebers von oben genanntem Sammelband; diesmal hat der Biblioarchäologe / Literaturausgräber Bertram Timur Kircher nur adelige Damen und bürgerliche Frauen zu Wort kommen lassen, die Dichterisches aus Bibelwort schöpften: Die Bibel der Frauen • Dichterinnen erzählen das Alte Testament. (LVH Hannover 2014) Da ich mich auf Texte konzentriere und Erzählungen nicht im Archiv beherberge, suchte und fand ich zwei oder drei Damen, die zumindest übertragen haben, was Schriftwort im Menschen bewirken soll: Katharina Elliger, bereits bekannt als Ko- Autorin von Herbert Haag mit Texten aus dem Hohenlied; weiterhin zwei Gräfinnen, die ich bisher nicht kannte und welche sich den Psalmen zugewandt haben: Sibyl Gräfin Schönfeldt und Elisabeth Gräfin Vitzthum. Den Ausgangsband der Sybil Gräfin Schönfeldt habe ich mittlerweile bestellt und vorab schon mal ins Archiv gestellt: siehe: ⇒ Schönfeldt,_Sybil; das Buch kostete mal fast € 40.-, man kann es aber schon für weniger als € 10.- haben. Nicht so den Dichterinnen–Band von Kircher, der ja erst auf den Markt kam und den ich mir auch vorerst nicht leisten werde. Die andere Adelsfrau, Gräfin Vitzthum kenne ich samt ihrem Werk nicht näher (hatte in der Buchhandlung nur 10 min Zeit); wer dazu etwas beitragen oder sogar den zweiten Kircher gekauft hat und mir eine Inhaltsangabe liefern kann, der zögere nicht; eine Vorgabe dazu kann der erste Band liefern!

In etwa 14 Tagen soll ja einiges Neue auf den Markt kommen, Elberfelder NT textkritisch, ein beverster Ritzhaupt, die Christianismos Bibel, eine weitere Torah–Ausgabe und evtl. einiges mehr.

Eintrag 9. Dezember

Dank des aufmerksamen Kollegen, der das Erscheinen einer zweiten Ausgabe des Christianismos NT entdeckte und weitergab, konnte ich folgendes herausbekommen nach Anfrage in Hückelhoven: Diese Neuauflage, als erste Auflage 2014 (!) deklariert, obwohl die erste A. ja bereits letztes Jahr erschienen war, kommt nun nicht vor Februar 2015, denn die Druckerei ist ausgebucht. Warum diese zweite Auflage jetzt "1. Auflage 2014" heißt, haben die Hückelhovener mir trotz Nachfrage nicht beantwortet. Gute Nachricht: Eine Gesamtausgabe der Christianismos- Bibel AT & NT mit der inkorporierten NT- Revision (Drucksatz geändert, Fehler behoben) soll ebenfalls etwa ab Februar 2015 erscheinen. Das AT ist nicht genuin neu übersetzt, sondern erscheint mit dem nach der Septuaginta korrigierten Elberfelder AT- Text aus 1905. Das ist ein sonderbares Unterfangen, denn ein nach dem masoretischen Text übersetztes AT mit der LXX zu verheiraten nenne ich eine Herausforderung. Ohne genau zu recherchieren, behaupte ich mal, dass es so etwas schon lange nicht mehr gegeben hat, außer evtl. bei den Katholiken vor längerer Zeit und natürlich abgesehen von der neuen "Septuaginta - deutsch". Ich bin sehr gespannt, wie sich die beiden Texte miteinander vertragen.

Weiter: Ein Hinweis auf ein NT oder Teile davon, dessen Realisation irgendwann demnächst mal in Angriff genommen werden soll: Die Herrschaften von www.leichtesprache.org wollen sich der Evangelien annehmen für solche Leser, die sich schwer tun mit langen Sätzen und komplizierten Sachverhalten. Mal schauen, was draus wird - kann wohl noch eine Weile gehen...

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Sum ExLibris GERHARD FASTJES (=ich gehöre zur Büchersammlung G. F.)

Eintrag 25. November

Die israelische Bibelgesellschaft in Jerusalem plant eine zweisprachige hebräisch – deutsche Bibel; als hebräischer Text wird wohl der bereits bekannte Tenakh samt "Berith haChadascha" (Neuer Bund) in Ivrit (Neuhebräisch) zum Einsatz kommen; welche deutsche Übersetzung dazu benutzt wird, steht nicht in der Meldung. Zielgruppe sind junge Deutsche, die in Israel ein Volontariat oder Studium absolvieren wollen und gleichzeitig (Neu–)Hebräisch lernen wollen; weiterhin etliche messianische Juden in Deutschland, die sich der hebräischen Sprache annähern wollen, etwa 20000 junge Israelis, die sich in Berlin niedergelassen haben und so die Chance erhalten sollen, eine Bibel in beiden Sprachen zu haben; außerdem für Israelis, die deutsche Wurzeln haben oder gar Deutsch sprechen. So die Meldung, die der Evangeliumsdienst für Israel in seinem Infoblatt im Oktober verbreitete. Sobald ich mehr dazu erfahre, schreibe ich.

Ein aufmerksamer Leser hat mir die Spur eines Evangelium Johnnes gelegt, das er in einem Internet–Auktionshaus zum Verkauf fand; ich konnte es so für wenig Geld ersteigern. Es stammt von einem Altphilologen aus Schwaben, Kurt Benedicter (⇒ Benedicter,_Kurt). Als Experte für griechische Literatur der Antike sah er sich als evangelisch– lutherischer Christ motiviert, das Evangelium koinẻgriechisch – deutsch zu präsentieren nach dem 27° Nestle–Aland, mit vielen Wortstudien zu den Begriffen ´ho logos`, Leben, Licht, Wahrheit, Geist, Fleisch, Liebe. Ausdrücklichen Dank für die Info nach Kärnten! Ich habe zwischenzeitlich mit dem Übersetzer telefoniert; er hat es 2012 als Privatdruck veröffentlichen lassen und noch einige Exemplare zum Selbstkostenpreis abzugeben (unter zweistelliger €€- Summe). Da der Herr bereits die Anzahl der in Psalm 90:10 genannten Lebensjahre überschritten hat, möchte er keinen Verkaufsstress mehr damit haben; wir haben uns geeinigt, dass ich die Bestellungen sammle und ihm übergebe. Wer also ein Interesse bekundet, dieses seltene Exemplar des Evangeliums Johannes, von einem dedizierten Altphilologen bearbeitet, zu erwerben, melde sich bei mir per E-mail. Besonders lag ihm eine sprachlich und inhaltlich korrekte Wiedergabe des Logosprologes am Herzen (Joh. 1), der von der Mehrzahl der Bibelübersetzer mehr als bedenklich unscharf verdeutscht wurde bzw. wird. Ich empfehle es ausdrücklich, umso mehr, als es nicht im Buchhandel oder auf ähnlichen Wegen erhältlich ist.

Eintrag 11. November

Kürzlich schrieb ich über die 2013 erschienene NT- Ausgabe von Wolfgang Einert. Heute kam mit der Post etwas ähnliches in Haus: Die "GtÜ", ein von Bernd Fischer nach dem 27° Nestle - Aland (hauptsächlich) herausgegebenes Studien- NT, von ihm selbst verlegt. Er hat es in jahrelanger Arbeit gleichzeitig als download - Datei wie auch als Buch veröffentlicht. Wer die »DaBhaR« Geschriebene von F. H. Baader kennt, wird hier etwas ähnliches vorfinden, denn die beiden Herren kannten sich langjährig. Die Grundtexte allerdings sind durchaus verschieden: Baader verdeutschte nach dem Codex Sinaiticus, Fischer nach dem "kritischen" 27° Nestle / Aland NTG. Die GtÜ ist eine extrem herkunftssprachlich - orientierte ÜS, sie ist nicht "leicht lesbar", außerdem lohnt sich eine Leselupe beim Schriftstudium. Fischers Arbeit ist wirklich bewundernswert, die große Liebe zum Wort hat ihn diese gelingen lassen.

Zusammenfassend ist festzustellen: Die drei großen NT-lichen Manuskriptfamilien sind nun auch nach dem Jahr 2000 wiederum formgetreu neu verdeutscht: Zweimal der westliche Text in Form des Sinaiticus (Baader und Einert), der Byzantinische Text (in: Schlachter 2000, H. J. Jantzen, NTR von M. Roth und "Christianismos NT" [siehe Eintrag Ende Juli 2013]) und der "kritische" Text nach Nestle / Aland (NT von H. Schumacher und die GtÜ).

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ExLibris: JOS. KASTIN 2, Pfortz Maximiliansau 

Der Katholik Hermann Rieke– Benninghaus hat mir wieder ein Buch zukommen lassen: Evangelium – Botschaft des Heils nach Johannes in Überarbeitung seiner 2005 erschienenen Erstauflage. Wie die vorherigen Werke verlegt bei BoD Norderstedt. Liebe zum Wort auch hier! Danke nach Dinklage, Herr Rieke–Benninghaus!

Eintrag 8. November 2014

Ein mir bis dato unbekannter Besucher meiner Seite wies mich neulich auf ein NT hin, das er im Archiv nicht finden konnte; zu Recht, denn es war ja auch meiner Aufmerksamkeit entgangen. Dieses NT sollte heute oder am Montag auf meinem Schreibtisch landen, erst dann kann ich etwas dazu sagen. Allerdings: Bei der Suche nach diesem NT wurde ich in einer anderen Hinsicht fündig: Ein Herr Wolfgang Einert aus Nidda in der Wetterau hat die Früchte seines wohl langjährigen Studiums am NT und seiner Übersetzerarbeit nun in Buchform (neben der digitalisierten Version) herausgegeben und zwar schon im Frühjahr letzten Jahres: Das Neue Testament, grundtextnah übersetzt, abgekürzt "WENT", nach dem von F. H. Baader herausgegebenen Codex Sinaiticus. Die Wahl dieses Codex א ist eine Besonderheit, denn außer der »DaBhaR« Geschriebenen von Baader haben kaum Übersetzer außer sintemals W. Michaelis, C. Weizsäcker, H. Wiese und Th. Daechsel (teilweise) diesen Text als Vorlage ausdrücklich benutzt bzw. eingesehen (außerdem noch z. Tl. die Konkordante Wiedergabe). Schon deshalb ist der Erwerb dieses NT für Lernende, die gerne studieren und vergleichen, ratsam. Außerdem mache ich Herrn Einert ein ausdrückliches Kompliment auch für das Buch als solches; es ist sauber gebunden, hat sogar Fadenheftung (!) statt Klebebindung und einen rund geklopften Rücken; ein sehr ansprechendes Werk in noblem Anthrazit- Cover.

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DEUTSCHER BIBELDIENST e. V., Olgastr. 31, 7414 Lichtenstein/ Württ.

Eintrag 3. November 2014

Kaum habe ich das Archiv mit den Daten der gerade neu publizierten Bibel(-teile) bereichert, kam mit der Post heute das völlig überarbeitete Evangelium Johannes von Hermann Rieke–Benninghaus. Verlegt bei BoD Norderstedt und mit eigenem ⓒ Dinklage 2014 versehen. Mit einigen Übersetzungen bin ich nicht so recht einverstanden, etwa Kap. 2:1 und 19:5. Ansonsten bin ich gesegnet, denn dieses Evangelium ist Frohe Botschaft pur! Ein Dank ins Münsterland.

Eintrag 1. November 2014

Der Oktober brachte so manch neue Titel, aber vorher noch eine Verspätungsmeldung:

  • Freiburg im Breisgau: Die für Oktober angekündigte Tora- Ausgabe nach L. Philippson hat der Herder- Verlag auf Februar 2015 verschoben (siehe Eintrag 22. August).
  • Bielefeld im Lippischen: Erschienen ist im Oktober bei CLV endlich: Der vierte Band der Psalmen (107 bis 150) von Benedikt Peters in neuem Umschlag und neuem Layout. Die von ihm nicht selbst übersetzten Psalmen sind der (unrevidierten) "Elberfelder" sowie der "Elberfelder Edition Hückeswagen" entnommen. Mit neuerlich zusätzlichen 700 Seiten ist das Werk vollendet. Man dankt!
  • Neukirchen, Vluyn: Der Neukirchener Kalenderverlag hat ein Auswahl - AT der evangelischen Theologin Irmgard Weth herausgebracht: Das Alte Testament neu erzählt und kommentiert, von dem ich zuerst dachte, es sei eine komplett deutsch paraphrasierte Hebräische Bibel - sozusagen als Alternative zur ´Hoffnung für alle`. Weit gefehlt, leider das nicht. Auf 700 Seiten doch nur Auswahltexte, lediglich das ´Buch Ruth` und der ´Prophet Jona` sind mehr oder weniger vollständig übertragen. Von den 52 enthaltenen Psalmen sind auch hier überwiegend nur Auswahltexte vorhanden. Das Buch selbst ist sehr aufwändig hergestellt: Der Umschlag in Leinen, die Bindung durch Fäden für eine lange Haltbarkeit, auch der Schriftsatz sehr übersichtlich mit Kommentaren in Blaudruck. Der Umschlag beschreibt die Paraphrasierung als "behutsam poetische Erzählkunst, ganz nah am Original".
  • Stuttgart im Württembergischen: Der Radius Verlag hat mich diesmal tatsächlich verblüfft: Ein evangelischer Pfarrer, Gerhard Begrich, hat die Genesis - Das erste Buch Moses neu übersetzt und kommentiert. Ich bin ja immer auf der Suche nach einer Übersetzung, die mich mal überrascht - und nicht langweilt, weil einfach zu wenig originell; Begrich hat fast alle meine Erwartungen erfüllt: Diese Verdeutschung ist betreffs der Übersetzungs- und Interpretationskunst genial. Seit Buber/ Rosenzweig und Arnold Goldberg habe ich eine solch originelle und von der hebräischen Denkart motivierte Genesis nicht mehr gelesen bzw. studiert. Weiteres zu dieser Ausgabe bald unter Begrich.
  • Witten/ Ruhr: 1.) Die Neues Leben Bibel - NLB gibts demnächst in einer neuen Ausgabe mit Parallelstellen (SCM - Brockhaus). Ob die Übertragung mit neuem Textstand versehen wurde, ist noch nicht klar.
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Evangelische Buchhandlung CVB BUCH & DRUCK, Zürich, Schifflände 24

2.) Die VOLXBIBEL ist jetzt auch als Taschenausgabe in Kleinoktavformat mit Kunstledereinband erhältlich. AT- Textstand 1.0, NT 4.0. Ob die PSALMEN als Separatdruck erscheinen, wie ich hoffte, ist unklar.

  • Aus dem Internet: Unter der URL >>www.urbibel.de<< bzw. >>bibel.myvnc.com<< findet sich unter anderem eine Interlinearübersetzung, Neues Testament von Hans Zimmermann, jedoch ohne die griechischen Koine. Wie lange es diese schon gibt, kann ich nicht sagen; ich habe sie jedenfalls erst kürzlich entdeckt.
  • Norderstedt, bei BoD: Am 13. September hatte ich ein Psalmbuch angekündigt: Klaus Schäfer, Klage in Psalmen. Wer und was sich also dahinter verbirgt, habe ich hier im BB unter Schäfer, Klaus vermerkt.

Eintrag 17. September 2014

1.) Der von mir (und hoffentlich auch anderen Psalmliebhabern) lange erwartete Schlußband der Psalmen von Benedikt Peters mit den Kapiten 107 bis 150 ist für Ende Oktober angekündigt. Danke, Herr Peters, für die Vollendung dieses Mammutwerkes!

2.) Wie ich soeben durch "Zufall" in Erfahrung bringen konnte, darf ich mir zum Lichterfest (auf deutsch: Weihnachten) ein weiteres NT unter den Baum (des Lebens) legen: Gut möglich, dass die bereits vor drei Jahren angekündigte Elberfelder NT (R. Brockhaus Revision) "Textkritische Ausgabe" nun bald erscheint (siehe Eintrag November 2011).

Eintrag 13. September 2014

Erschienen:

Von Hermann Rieke–Benninghaus eine neue Ausgabe von Psalmen, (49 Kapitel) ausgewählt und übertragen: Herrlich bist du, bei Books on Demand, Norderstedt. Obwohl BoD– Titel naturgemäß auf Grund des Marketings bestimmt nicht zu den "Bestsellern" zählen, bewundere ich seinen Schaffensmut, immer wieder biblische Poesie neu zur Sprache zu bringen.

Bestellt,

ebenfalls bei BoD Norderstedt, habe ich vorige Tage Chajim Guskis Die Torah – eine deutsche Übersetzung. Guski hatte bereits seit einiger Zeit die ersten drei der fünf Fünftel Torah bei moreschet.de und talmud.de veröffentlicht, die Gesamtausgabe nun als Buch herausgebracht. Die Übersetzung orientiert sich an denen von »Heymann Arnheim und Rabbiner M. Sachs mit modernen Übersetzungsansätzen. Zudem wurde in dieser Ausgabe immer wieder die Übersetzung von Rabbiner Samson Raphael Hirsch betrachtet und nach ihr korrigiert«, so in der Buchbeschreibung. Das ist nun schon die zweite Torah–Ausgabe, die noch vor der im Oktober angekündigten Herder– Tora nach Philippson erscheint (sie Eintrag August).

Einen weiteren Titel aus dem BoD– Verlag sollte ebenfalls dieser Tage auf meinem Schreibtisch landen: Klaus Schäfer: "Klage in Psalmen, biblische und andere Anleitung zur Klage". Mal schauen, was sich dahinter verbirgt.

Erwartet:

Eine Neuerzählung des Alten Testaments unter dem übergeordneten Titel Neukirchener Bibel erscheint Ende September von der evangelischen Theologin Irmgard Weth. Das Verlagsprospekt beschreibt sie als "Übertragung des Alten Testaments für Erwachsene, die den Leser das AT mit neuen Augen sehen läßt, lebendig, verständlich, einladend. Der Umfang von nahezu 1000 Seiten läßt darauf schließen, dass es sich um eine vollständige Paraphrasierung handelt: Konkurrenz zur ´Hoffnung für alle`?

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ExLibris STREUBER

Eintrag 22. August 2014

Nur Kurzmeldungen heute:

1.) Die 10. Auflage der Griechisch - deutschen Interlinearübersetzung von Ernst Dietzfelbinger, herausgegeben con SCM und der Stuttgarter Bibelgesellschaft, ist seit kurzem auf dem Markt, Textbeigabe ist das neue 28° NT Graece von Nestle & Aland. Im Format ist es handlicher geworden.

2.) Hermann Rieke-Benninghaus wird nicht müde, sein Lied der Lieder weiter zu verfeinern. Nun ist neu bei BoD Norderstedt sein neuester Titel erschienen: Schön bist du, eine Übertragung des gesamten Hohen Liedes.

3.) Das HThKAT "Herders Theologischer Kommentar zum AT" wurde um einen weiteren Band bereichert: Die apokryphe / deuterokanonische Judit von Barbara Schmitz und Helmut Engel erschien Anfang August.

4.) Der Herder Verlag kündigt für September eine "behutsam revidierte Neuauflage" der Tora samt Haftarot – Ausgabe (hebräisch/ deutsch) von Ludwig Philippson an, die anläßlich dessen 125. (Todes–) Jahrtags nun herausgebracht wird. Herausgeber sind Andreas Nachama, Hanna Liss und Rüdiger Liwak.

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ExLibris VOLKER LECHLER

Eintrag 31. Juli 2014

Wie versprochen, berichte ich über Neuerscheinungen und bereits Angekündigtes: Roland Werner hat vor einer Woche seine neue Psalmenausgabe zusammen mit dem NT veröffentlicht: »das buch –NT mit Psalmen. Was an dieser Übertragung der Pss auffällt, ist die Wahl des Gottesnamens: Bemerkenswerterweise setzt er für das Tetragramm IHWH nicht `Herr´, oder `HERR´ oder, wie bei Luther `HErr´, sondern den hebräischen Begriff `ADONAI´ ein, was zwar eigensinnig, aber nicht wirklich korrekt ist, denn `Adonai´ heißt "mein Herr" (im pl.), und wird nur von Juden anstelle des Tetragramms gesprochen (!), nicht geschrieben. Näheres dazu bald unter Werner, Roland. Erschienen ist es bei SCM R. Brockhaus in drei Varianten. Laut Verlag wird es keine Separatausgabe der Psalmen, anders als z. B. bei der NGÜ oder der BasisBibel, geben. Der Text des NT bedurfte, so weit ich das heute feststellen konnte, keiner Veränderung.

Ein weiteres Psalmenbuch ist als UTB (Uni TaschenBuch >Theologie) bei Ferdinand Schöningh erschienen: Der röm- kath. Theologe Johannes Schnocks hat im Buch "Psalmen" 16 Kapitel eingeführt und mit eigener Übersetzung versehen. Dies ist im Gegensatz zu Werners Arbeit eine sehr formale Verdeutschung, keine Übertragung. Er übersetzt das Tetragramm nicht, sondern läßt das Vierwort so stehen.

Eintrag 24. Juni 2014

Erstens: Bereits 2012 hat ein kleiner niederösterreichischer Verlag eine Blütenlese ("Florilegium") des Bernhard von Clairvaux zum Hohen Lied herausgebracht. Dies überraschenderweise in Verbindung mit der Neuübersetzung des Liedes der Lieder aus der Feder des römisch-katholischen Alttestamentlers Ludger Schwienhorst–Schönberger.

Dessen Übersetzung war als Erstveröffentlichung zusammen mit eigenem Kommentar im Herder Periodikum "Christ in der Gegenwart" bereits ab ca. 2012 veröffentlicht worden.

Diese Bibelarbeiten aus dem CiG werden in aller Regel danach samt Kommentar vom Verlag Herder oder vom Katholischen Bibelwerk in Buchform verlegt, etwa bereits früher E. Zenger, Psalmen, L. Schwienhorst–Schönberger, Ijob und C. Sticher, Amos.

Hier kann man nun Schwienhorst–Schönbergersche Übersetzungskunst sozusagen schon im Voraus lesen. Der Autor des Buches "Deus Meus, Amor Meus", Bernhard Kirchgessner lies mich ausdrücklich wissen, dass diese Übersetzung - vorbehaltlich des Placet der zuständigen bischöflichen Kommissionen – Bestandteil der in Revisionsarbeit befindlichen neuen Einheitsübersetzung sein wird.

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Buchhandlung HORST NOACK, 605 Offenbach a. M., Herrnstr. 1, 
Ruf 813839 • *Ein Zimmer ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele*

Bernhard Kirchgessner: Deus Meus, Amor Meus – Mein Gott, Meine Liebe. Be&Be - Verlag, Heiligenkreuz im Wienerwald 2012. ISB# 978-3-902694-46-1

Zweites: Roland Werner hat neuerdings die Psalmen übertragen. Diese werden nun zusammengebunden mit dem NT Ende Juli (geplant) auf den Markt kommen. Ob die Psalmen auch als Separatdruck erhältlich sein werden und welchen Textstand das neue NT hat (zuletzt war die verbesserte 4. Auflage im Handel), werde ich erfragen und mitteilen bzw. sehe ich nach Inaugenscheinnahme.

Eintrag 20. Mai 2014

1.) Amerikanisch:

Dank eines einsatzfreudigen Kollegen mit Kontakten nach Selters im Taunus bin ich in den Besitz des "Silbernen Schwertes" gelangt, der neuesten Ausgabe der »New World Translation of the Holy Scriptures«, die im August letzten Jahres anläßlich eines annual meeting der Zeugenschaft Jehova lanciert wurde und wegen eines Setzfehlers des amerikanischen Druckers bereits im Oktober – japanisch fehler-bereinigt – nachgedruckt werden mußte (siehe http://www.bibelpedia.com/index.php?title=Neue-Welt-%C3%9Cbersetzung). Die 2013er Revision, die, wie eingangs gesagt, den waffenfähigen Namen "Silver Sword" erhielt, unterscheidet sich neben der durchgreifenden Bearbeitung des Textes von der 1984er Ausgabe durch einen beträchtlich besser lesbaren Satz, reduzierte cross- references (Parallelstellen) und eine vermehrte Anzahl von Graphiken bekannter Colœur und andere Beigaben.

Nach dem selbstverständlichen ersten Textvergleich einiger "Schiboleth" - Stellen, um Textweizen von -spreu zu unterscheiden, ist folgendes zu beobachten: Nach wie vor ist für das NT der kritische Text von Westcott & Hort maßgebend; Nestle / Aland und der verwandte Text der UBS sind berücksichtigt. Im Gegensatz zu den älteren Ausgaben sind bestimmte Texte in der 2013er Ausgabe nicht mehr enthalten und der Bibelkritik zum Opfer gefallen, obwohl die The Kingdom Interlinear Translation of the Greek Scriptures (1985), nach Westcott & Hort, sie in Fußnoten noch brachte: Der Markus- Schluß (16:9–20) und die Geschichte der "Woman, caught at adultery", Joh 7:53 bis 8:11 sind also nicht mehr übersetzt. Nach flüchtiger Durchsicht bemerkt man auch, daß die Übersetzung zwar flüssiger zu lesen ist, aber die Genauigkeit z. Tl. auf der Strecke blieb; so in Mat. 2:2, wo der Singular in der Übersetzung des "tä anatolä" gegenüber dem Plural "apo anatoloon" unberücksichtigt blieb und "we saw his star when we were in the East" übertragen ist anstatt richtig "We saw his star at its rising / when it rose", was jedenfalls mehr Sinn macht; oder in Joh 19:5, wo die 1984er Ausgabe noch richtig nach dem Griechischen liest: "And he said to them: »Look! The Man!", die 2013er aber den Pilatus ohne Not hineinschiebt und schreibt: "And Pilate said to them: Look! The Man!" Nach welcher Logik wird hier behauptet (vor dem Hintergrund von Zechariah 6:12, siehe cross reference dort aus 1984), dass Pilatus das gesagt hat? Hier haben die Revisoren m. E. n. eindeutig Rückschritte gemacht.
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Ex Libris: [Commissions- und Speditionsgeschäft] SIMON EGER, 
[Köttelstraße 14,] Königsberg in Preußen

Betreffs der Anmutung des Silbernen Schwertes ist festzustellen, dass aus Kostengründen wohl Klebebindung anstatt Fadenheftung verwendet wurde; das war zuletzt 1981 bei der Standardausgabe der Fall. Alles in allem ein recht attraktives Buchwerk, das aber außerhalb der Gefolgschaft des Watchtower kaum Leser und Studierende finden wird.

Wenn man zurückblickend rechnet, daß die letzte deutsche Ausgabe (1986) zwei Jahre nach der amerikanischen Edition (1984) erschien, kann man eventuell Ende 2015 mit der fertigen Übersetzung rechnen. Zu hoffen ist, dass die deutschen Revisoren amerikanische Unzulänglichkeiten näher am griechischen Text orientiert und geschärft dem Leser bieten.

2.) Kommentarreihen:

In folgenden Kommentarreihen sind je zwei neue Titel aus der Hebräischen Bibel erschienen:

  • Der Herder Verlag hat seinem Mega- Kommentar HThKAT das Buch Levitikus in einem Doppelband hinzugefügt (von Thomas Hieke); nahezu unglaublische 1200 Seiten Drittes Buch Mose.
  • In der evangelikalen Reihe Edition C haben Julius Steinberg das Hohelied und Walter Gisin den Propheten Hosea übersetzt und "bibeltreu" erklärt.

3.) Text und Bild:

Der römisch–katholische Autor Hermann Rieke–Benninghaus hat einen feinen Bildband mit Farbfotos aus der Negev verlegt und dazu das vierte Kapitel aus dem salomonischen Lied der Lieder neu übertragen. Eignet sich sehr als biblisches Bild–Geschenk!

Eintrag 28. April 2014

  • 1.) Römisch- Katholisch & "bibeltreu":
Der Jesuit Peter Köster hat im letzten Jahr seinen drittes Evangelien- Kommentar bei EOS im oberbayrischen St. Ottilien herausgebracht: Lebensorientierung am Johannesevangelium; nach Markus 1999 und Lukas 2004. Die beigefügten vollständigen Übersetzungen hat er jeweils orientiert (nicht übernommen!) an bereits publizierten Texten, bei Markus und Lukas jeweils römisch- katholischer Herkunft. Diesmal hat er sich überraschenderweise an die Elberfelder Bibel (Brockhaus Ed.) gehalten. Fehlt noch das Matthäusevangelium.
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ExLibris Doktor KLAUS STEINHÄUSER
  • 2.) Römisch- katholisch und philosophisch:
Eine bibliophile Besonderheit ist gerade bei Klett–Cotta, Stuttgart, als erster von vermutlich drei Bänden erschienen: Eine philosophische Betrachtung der Psalmen 1 bis 51 mit beigegebenem Bibeltext; sehr nobel hergestellt und nicht ganz billig (knapp € 50.-), laut Verlagsangabe liest sich das so: »Der vorliegende Band enthält die Meditationen der ersten 51 biblischen Psalmen, die im Laufe von Jahrzehnten entstanden sind. Als Philosoph und Christ meditiert Robert Spaemann über, mit und durch die Psalmen und erschließt so ihren wertvollen Gehalt für den Leser«.

Der in Rotdruck den Mediationen vorangestellte Psaltext stammt laut Autorenangabe von J. F. v. Allioli nach der (lateinischen) Vulgata; Spaemann ist hier sehr bestimmt. Ein Vergleich des Psalm 1 (Buchinfo Klett-Cotta) mit dem alten Allioli- Text weist aber auf eine durchgreifende Beabeitung hin: Hier wurde sicherlich der Text von Augustin Arndt (= 10° Allioli- Auflage) nochmals nach dem Griechischen oder der Hebraica überarbeitet; somit handelt es sich – zumindest bei Psalm 1 – um einen erneuerten Text. Schade, dass hier ungenaue Quellenangaben gemacht wurden. Sobald ich dieses bibliophil hergestellte Kleinod erworben habe, schreibe ich mehr. Bisherige Infos bei Allioli und Arndt hier unter "Autoren/Titel" und in der "Übersicht Psalmen".

  • 3.) Eher wissenschaftlich:
In der konfessionsübergreifend verantworteten Kommentarreihe IEKAT vom Verlag Kohlhammer (Stuttgart) ist ein weiterer, zweiter Band erschienen: Sacharja Kap. 9 bis 14 des emerierten amerikanischen Professors mit vermutl. baptistischem Hintergrund Paul L. Redditt.

Eintrag 5. April 2014

Vierfaches gibt es im April zu vermelden:

Zum Purimfest 5774 hat die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschlands ORD ein wunderschön aufgemachtes und von Jakow Kerzhner farbig illustriertes Heft in zweiter Auflage 2014 (1° 2013) herausgegeben: Megillat Ester, mit deutscher Übersetzung. Wer diese allerdings erstellt hat, ist nicht gesagt. Es erinnert mich and die Hefte, die das Aufbringungswerk der Jüdischen Gemeinde Berlin vor dem letzten Weltkrieg herausbrachte. Zu hoffen ist, daß die Reihe weiter fortgesetzt wird; es warten weitere vier Rollen, neu übersetzt und illustriert zu werden ...

Der Jesuit Norbert Baumert hat sein fünftes Werk aus der Reihe Paulus – neu gelesen, nämlich die beiden Thessalonicherbriefe, »In der Gegenwart des Herrn« getitelt, zusammen mit Maria–Irma Seewann bei Echter Würzburg verlegen lassen (siehe auch den vorigen Eintrag April 2012).

Drittens: In der 9. Gesamtauflage hat Martin Dreyer das NT der Volxbibel Textstand 4.0 nun als Separatausgabe veröffentlicht. Nun ist 4.0 nicht neu, sondern mit dem doppelten MARKUS (Fehldruck in der Überschrift) ja bereits vor zwei Jahren erschienen. Glückwunsch an Martin Dreyer, denn alleine neun Auflagen in wenigen Jahren können sich sehen lassen! Als besonderen Service gibt es unter www.volxbibel.com auch die Losungen täglich kostenlos.

Viertens: Peter Fahrs `Bibel als Literatur´ entwickelt sich: Soeben erschien der zweite von sechs Bänden: Erzählungen aus Israel, Teil 1, enthaltend die Bücher Richter, Ruth, Samuel, Könige und Chronik. Ich finde, dieses eher säkulare Werk sollte man sich nicht entgehen lassen; es kommt zwar "nur" als klebegebundenes Paperback und ermangelt des Bibelflairs, wie es eine Leder mit Goldschnitt - Ausgabe hat, aber liest sich flüssig wie eine Erzählung. Also nicht daran vorbeigehen ...

Eintrag 28. Februar 2014

Wie auch in den vergangenen Jahren bin ich auch erst jetzt auf zwei Titel aufmerksam geworden, die mit Copyright 2009 bzw 2013 auf den Markt gebracht wurden:

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ExLibris Pfarrer JOHANNES PINZEL, 8505 Röthenbach/ Pegnitz, Alter Kirchenweg 7
  • Mit © 2009 versehen, aber letzendlich erst Ende 2013 erschienen: Der Psalmenband vom Verlag "Der Strom"; dieser Verlag einer freikirchlichen Gemeinde ist bisher bekannt geworden durch zwei NT- Ausgaben (1993 und 2005, nach 26° N/A) und eine "Lied der Lieder"- Ausgabe.
  • Der evangelikale Autor Benedikt Peters ist weiterhin auf neutestamentlichen "Abwegen" unterwegs; anstatt seinen Psalmen - Kommentar zu beschließen, hat er die Petrus- Briefe nun mit dem 2. Teil komplettiert und den Judasbrief noch dazugehängt - mit teilweise eigener Übersetzung.

In diesm Jahr ist nun das NT der "Volxbibel", Textstand 4.0, aus der Gesamtausgabe herausgelöst und als Separatdruck veröffentlicht worden. Dazu mehr, wenn es auf meinem Schreibtisch liegt. Ein separater Psalmenband, von dem bereits ein Umschlagcover veröffentlich wurde, ist noch nicht gesichtet.

Eintrag 27. November 2013

Vor wenigen Tagen erschien der erste Band einer neuen Kommentarreihe zum Alten Testament: Internationaler Exegetischer Kommentar zum Alten Testament (IEKAT), publiziert vom Stuttgarter W. Kohlhammer Verlag. Die Bände werden auf Deutsch und Englisch erscheinen und werden von Juden und Christen aus unterschiedlichen Ländern und von verschiedenen Denominationen herausgebracht werden. Drei bis vier Bände sollen jährlich erscheinen, der erste kam gerade heraus: Exodus 1–15 von Helmut Utzschneider und Wolfgang Oswald. Man verschreibt sich nicht mehr (betreffs des Penateuch) der Dokumentenhypothese, oder, auf Umgangsdeutsch, der Bibelzerschneiderei, wie sie von vornehmlich deutschsprachigen Theologen ab Mitte / Ende des 19. Jahrhunderts salonfähig gemacht wurde und schließlich den Untergang des Protestantismus einläutete, wobei aber auch Katholiken und Juden von diesem Wurm infiziert wurden, sondern besinnt sich auf eine Exegese der

Endredaktion der jeweiligen Bücher. Man geht jedoch nicht davon aus, dass
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es sich hierbei um einen erbaulichen Kommentar handelt oder - was noch entfernter scheint - gar um eine Erforschung des heilgeschichtlichen Inhalts mit wesentlichen und notwendigen Bezügen zum Neuen Bund. Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Auslegung der alten Texte; inwiefern diese Art Exegese für den normalen Bibelleser zur erwünschten Weisheit als Beginn der Ehrfurcht vor JHWH beiträgt, entscheide jeder für sich selbst. Für uns Leser / Sammler ist wesentlich, dass eine eigene Übersetzung beigegeben ist. Ich hätte gerne einen textlichen Vergleich gezogen zum Band Exo 1-18 aus der Reihe Herders theologischer Kommentar zum AT (HthKAT), aber genau dieser ist noch nicht erschienen. Nur soviel sei verraten: Das Tetragramm wird mit 'JHWH' und der hebräische Begriff 'Elohim' mit 'Gott' wiedergegeben. Der nächste Band, der noch in diesem Jahr 2013 erscheinen soll, ist der Prophet Sacharja. Näheres unter der Rubrik »Autoren / Titel«  Noch eine Anfrage in eigener Sache:

ExLibris ALFRED WERBECK (Text: aus Psalm 50)
[A. W., (* 1885 † 1956) Pfarrer in Elberfeld, Berg. Land]

Ich würde gerne eine Bibel tauschen:

Biete eine amerikanische New World Translation of the Holy Scriptures

von 1984 mit der Auflagenangabe 60,380,000 copies, als Standardausgabe schwarz, gebraucht, gut, mit Widmung auf Vorsatzblatt, sonst keine Anstreichungen - gegen eine deutsche NWÜ mit Copyright 1986, nicht später (!), gerne auch gebraucht.

Eintrag 15. November 2013

Zwischen der Publikation dieses durchaus außergewöhnlichen Psalmentitels und dem mehr zufälligen Fund am heutigen Freitag war der plötzliche Tod eines der beiden Autoren zu beklagen: Der Übersetzer und Theologe Klaus Schwarzwäller starb vor nicht ganz einem Jahr in Göttingen, dem Ort seiner Professur. Der heute hier vorgestellte Titel FLEHEN UND FLUCHEN bringt elf Psalmen in zwei Übersetzungen - die der Drs. theol. Klaus Schwarzwäller (2011) und Martin Luther (1545). Zwischen beiden Übersetzungen paraphrasiert, fleht und flucht er seinem Gott mannigfaltig, hemmungslos und mit vehementer Feder. Bis zu acht Paraphrasierungen, Meditationen und Variationen sind pro Psalm zu bejubeln oder beklagen. Der Maler Udo Appelt hat dazu elf Bilder visualisiert, die auch mich nicht unbeeindruckt lassen. Wer € 25 für diesen Quartband ausgeben mag, wird es - sei er denn wie ich ausgewiesener Psalmenbeter - nicht bereuen. Eine gewisse Toleranzgrenze muss er mit dem Autoren der Variationen allerdings überschreiten wollen: Menschenwort entlang am ewigem Spruch:

Klaus Schwarzwäller / Udo Appelt, Flehen und Fluchen. 11 Psalmen paraphrasiert - meditiert - variiert. Freimund Verlag Neuendettelsau. 2011

Eintrag 8. November 2013

 Buchhandlung FREIMUND, Neuendettelsau
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Das Bibelarchiv befaßt sich eigentlich nur mit hochdeutschen Ausgaben der Heiligen Schrift, aber ich erlaube mir einige wenige Ausnahmen: Als ich vor Jahren von der Existenz des "Amish NT" erfuhr, war es mein Wunsch, eine solche vor Augen zu bekommen und herauszufinden, ob die Lektüre mir Kauderwelsch bereiten würde, und ob es dazu käme, nur "double - Dutch" (im wahrsten Sinne des Wortes) zu verstehen... Über einen großen Internet- Buchändler konnte ich vor einer Weile schon das 1993 herausgekommene »Nei Teshtament« erstehen; über diverse Umwege habe ich dann herausgefunden, bei welcher Buchhandlung in Amiland die Fortsetzung "Es Nei Teshtament Mitt Di Psaltah un Shpricha" tatsächlich zu erhalten sei, denn die Herausgeber 'The Bible League' - schier unglaublich - kannten ihre eigenen Publikation nicht! Nun habe ich -aufgrund einer Nachbestellung eines Kollegen- dies 'NT plus' nochmals aus Ohio beziehen können und dabei erfahren, dass mittlerweile die gesamte Bibelausgabe in eben diesem Jahr herausgekommen ist. Große Freude für alle, die das amerikanische Aussprachediktum beherrschen, den alten rheinpfälzischen Dialekt verstehen und ein wenig nostalgisches Sprachgefühl ihr Eigen nennen. »Di Heilich Shrift« ist in zwei Einbandvarianten erhältlich, man muß dafür allerdings mindestens $ 70.- samt nicht unerheblichem Porto (ca. $ 23.-) berappen; als Paralleltext ist noch die King James (Authorized) Version für beide Testamente beigegeben, also eine zweisprachige Bibelausgabe. Unter den Herausgebern des Pennsylvania Deitsh Translation Committee habe ich sie auf bibelpedia samt Bildern beschrieben. Wer sie aus den U.S.A. beziehen möchte, kann von mir die Mail- Adresse einer Buchhandlung in Ohio zugeschickt bekommen. Einfach bei mir melden, denn die Auflage beträgt erstmal nur 5,000 copies....

Eintrag 1. November 2013

Mein Besuch in Nürnberg am gestrigen Reformationstag hat auch - wider Erwarten - zwei Neuigkeiten in mein Regal gebracht, die ich in einer christlichen Buchhandlung fand:

1.) Ein Psalmbuch, das bereits 2012 herauskam und meiner Aufmerksamkeit entgangen war: Im Ernst Kaufmann Verlag Lahr hat ein Werner Günther ein kleines Psalmenbuch veröffentlicht: »Quellen für mein Leben - Psalmgebete«; darin 60 Psalmen übertragen. Ich habe die Internet- Praesentation des Verlages nach dem Autoren und seiner "Herkunft" befragt, aber der Verlag kennt diesen seinen eigenen Titel nicht; irgendwie aufschlussreich - oder aber ich bin zu töricht zum Finden....

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ExLibris Pfarrer PETER WOLBRANDT, Potsdam Sans–Souci, Am Grünen Gitter

2.) Zu meiner großen Ueberraschung ist eine neue Bibel im Entstehen bzw. der erste Band davon bereits erschienen: Der Hamburger evangelische Pastor Peter Fahr hat die Bibel als eine Art Roman veröffentlicht. Der erste Band, betitelt »Thora und Heiliges Land«" ist jetzt erschienen; er enthält die Fünf Mosebücher sowie Josua. Diese Bibel ist gut zum Vorlesen geeignet; in englischsprachigen Ländern würde sie wohl als "easy to read" bezeichnet; nichtsdestotrotz hat dieses sonderliche Wort Gottes eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt; die Nürnberger Buchhändlerin hatte es unter "Judentum" einsortiert und eben nicht den Bibeln zugeordnet. Pastor Fahr hat das heilige Wort als "Literatur" gefasst und will es so verstanden wissen, aber er hat z. B. die Namen der in den 5 Büchern Moses vorkommenden Personen so geschrieben, wie die Hebraica sie vorgibt: Der Gottesname JHWH, Mutter Chawa und deren Söhne Qajin & Habel, Ja'aqob etwa und Jissaschkar, einen seiner Söhne .... Schon alleine durch die mit Bedacht vorzulesenden Namen unterscheidet sich Fahrs neues Werk vom Rest der Heiligen Schriften, die sich diese Tage auf dem Markt befinden. Insgesamt plant der Autor, die gesamte Bibel auf 6 Bände zu verteilen in insgesamt 9 (neun!) Teilen. Das wird Platz im Regal brauchen! Mehr zum Buch, das in dem mir bis dato unbekannten unterfränkischen Turmhut Verlag erschien, auf bibelpedia.com.

Eintrag 17. Oktober 2013

Gut elf Jahre nach Erscheinen der U.S. amerikanischen »Full Life Study Bible NIV« (1992) des Pfingsttheologen Rev. Donald C. Stamps († 1991) hat der Asaph Verlag soeben eine deutsche Übersetzung derselben publiziert: Die »Stamps Studienbibel«. Nach der alten »Scofield« und der auch nicht eben taufrischen »Thompson Studienbibel«, der Genfer Studienbibeln u. v. a. ist sie ein weiteres Werk freikirchlicher Herkunft in deutscher Sprache, nicht mitgezählt die Elberfelder und die Schlachter 2000 mit Studienhilfen - weil nicht wirklich vergleichbar. Was am meisten verwundert, ist die Wahl der Schriftübersetzung: Die 2007 revidierte Zürcher Bibel ist als Textgrundlage verwendet. Pfingstlerische und charismatische Studienkommentare verheiratet mit dem bekanntesten schweizerisch- reformierte Bibeltext – das ist in der Tat etwas besonderes. Betreffs der Buchqualität ist hier nichts zu vermissen, am wenigsten die Anmutung aus einem digitalen Schreibprogramm. Papier chamoisfarben, Fadenheftung, edler Rotschnitt, Konkordanz, farbige Karten - das alles auf 2780 Seiten Dünndruckpapier, echte Buchdruckerei eben. Zudem "spricht" Jesus hier rot, so aus der amerikanischen O- Ausgabe übernommen. Über die Art des Kommentars etwas zu schreiben – ich versage es mir.

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Der evangelikale Bibellehrer Benedikt Peters hat ja bereits diverse alttestamentliche Bücher nicht nur erklärt, sondern ihnen auch eine eigene Übersetzung mitgegeben. Für das neutestamentlich Buch der Offenbarung »Geöffnete Siegel« hatte er zuletzt 2008 die alte Elberfelder Übersetzung bemüht; für den nun neu herausgekommenen Erste[n] Petrusbrief hat er in die Koinẻ geschaut und eo ipso Hand an die Übersetzung angelegt.

Eintrag 8. Oktober 2013

Kurzmeldung:

Die amerikanische "Full- Life Study Bible aus den frühen 90er Jahren, von Donald C. Stamps † verfaßt, ist jetzt als deutsche Ausgabe mit dem Text der Zürcher Bibel Ed. 2007 (!) als STAMPS Studien Bibel erhältlich (Life Publishers). Mehr dazu bald!

Benedikt Peters (siehe Eintrag Dezember 2012) ist von dem von mir favorisierten Pfad wiederum abgewichen und hat, statt seinen mehrbändigen Psalmenkommentar endlich zu vervollständigen, nach seinem Ausflug zum Propheten Sacharja nun den 1. Petrusbrief kommentiert herausgebracht. Da das Buch noch nicht auf meinem Schreibtisch liegt, kann ich nicht sagen, mit welcher Übersetzung er den Petrus versehen hat. Näheres dazu, wenn er ankam...

Wie ich soeben aus berufenem Munde erfuhr, ist dieser Tage in Brooklyn die neue, wohl überarbeitete Ausgabe der amerikanischen »New World Translation« der Watchtower Bible & Tract Soc. entweder bereits erschienen oder auf deren Homepage als digitale Version zu lesen.
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ExLibris JEWISH CULTURAL RECONSTRUCTION • תקומה לתרבות ישראל

Eintrag 1. Oktober 2013

Der nicht eben bibliographisch "produktive" Jahrgang 2013 weist Ende des Sommers noch einen Psalmentitel römisch- katholischer Provenienz auf: Werner Eizinger, Pfarrer und Studiendirektor aus Regensburg, hat alle 150 Psalmen in eine Gebetssprache übertragen. Das Buch selbst ist sehr ansprechend vom Friedrich Pustet Verlag hergestellt als Hardcover- Ausgabe. Der Autor schrieb ein Vorwort und begründet darin seine "Renovierung" der alten Fluch- und ähnlicher Psalmen, die man so als Christ ja nicht mehr beten können soll: Ich habe mal zwei andere Übertragungen daneben verglichen, und zwar anhand der letzten Verse des 137. Psalmes ab V.7:

"Vergib, o Herr, den Söhnen Edoms dennoch den Tag von Jerusalem, da sie riefen: »Zerstört, zerstört, reißt es nieder bis auf den Grund!" Tochter Babel, Verwüsterin du, selig sei, wer dir vergibt, was du uns Böses angetan! Selig, wer nicht rächen will, die Schuld der Väter an den Kindern!«" (Werner Eizinger, "Die Psalmen. Ein Gebetbuch für Christen", 2013)

„Gott, lass mich neu erfahren, dass Du es gut mit mir meinst. Dann will ich wieder einstimmen in den Jubel, der aus dem Geborgensein von Gott kommt. Wer ich auf diesen Gott verlässt, der wird auch schwere Zeiten überstehen." (Will Everding, "Lass mich spüren dass du da bist", 2011)

„Ich sehne mich so sehr danach, dass Gottes Herrlichkeit offenbar wird, dass seine Macht sich zeigt an den Babyloniern, die uns unterworfen haben, und an den Edomitern, die in den Ruinen auf Raub ausgingen. Jerusalem, Jerusalem, du warst unsere Freude. Wann wirst du neu erstehen zur Ehre unseres Herrn?" (Werner Krotz, "Du bist da", 2011)

Man kann nun nachlesen, dass Everding den Text dermaßen verfremdet paraphrasiert, dass man weder die kriegerischen Babylonier noch das zerstörte Jersualem wiederfinden kann; Krotz gibt der Hoffnung sehnsuchtsvoll Raum, dass aus Verzweiflung wieder Erleichterung erkennbar werden möchte; Eizinger greift auf neutestamentliche Signale vor, bleibt aber doch recht nah an den Vorgaben des Originals. Ich bin nun voller Erwartung, dass Emeritus Eizinger, trotz seiner 72 Jahre, sich möglichst bald an die Übertragung des Neuen Testaments macht: Konkret will ich dann seine "Renovierung" des Verses Matth 18:6 vom >um den Hals gehängten Mühlstein des Kinderverführers und seiner Versenkung im Meer< nachlesen! Gesegnet sei also sein graues Haupt!

Eintrag Ende Juli 2013

Neuigkeiten für alle Freunde des Textus Receptus: Soeben hat die Freie Apostolische Pfingstgemeinde Hueckelhoven (nahe Mönchengladbach) ihr seit längerem angekuendigtes NT auf den Bibelbuch- Markt gebracht. Es atmet jedenfalls einen gewissen buchbinderischen Flair ohne den sooft empfundenen Touch des "Print on Demand"- Titels direkt aus dem Word- Schreibprogramm; die mitgelieferte Fadenheftung erfreut außerdem den Vielleser. Was bei den Schriftkundigen aber gemischte Lerngefühle hervorrufen wird, ist die Wahl des Grundtextes. Die FAPG schwoert auf alten Textus Receptus nach Theodore Beza, den sogenannte Codex Bezae oder Cantabrigensis, einem Nachfolgemodell desjenigen, der von Erasmus von Rotterdam und spaeter von Robert Estienne herausgebracht wurde. NT- Ausgaben , die diesem altehrwürdigen Text folgen, gibt es nun auch auf Deutsch die Fülle, etwa »Schlachter 2000«, die »NeueLuther Bibel« und die NT von H. J. Jantzen und Manfred Roth, um nur die Neuesten zu benennen. Ich freue mich ja nun ueber jede Neuausgabe und bin sicher nicht die Oberaufsichtsbehoerde fuer die Kriterien zur Grundtextauswahl, aber ich habe den Verdacht, dass bestimmte evangelikale Gruppierungen und ultrakonservative römische Katholiken eines gemeinsam haben: Sie klammern sich mit aller Macht, aber ohne Not, an eine einzige fragwürdige Textvariante: den TR und die alte Lateinische, beide mit allen ihren gemeinsamen Unzulänglichkeiten...

Christianismos Bibel: Das Neue Testament übersetzt aus dem Textus Rezeptus nach Beza. Christianismos Verlag Hückelhoven.

Aus dem katholischen Stuttgart eine Neuigkeit: Hieronymus Horn OSB hat die ersten 11 Kapitel der Genesis neu kommentiert. Schade: der beigegebene Bibeltext ist aus der EinheitsÜbersetzung übernommen. Haette das unbedingt sein muessen?; Hätte man nicht P. Hieronymus´ eigene Übersetzung sprechen lassen können???
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ExLibris CALIFORNIA BAPTIST THEOLOGICAL SEMINARY, Covina, California 

Hieronymus Horn: Anfänge, die Geschichte schrieben. Das Buch Genesis (1-11) neu übersetzt kommentiert. Katholisches Bibelwerk. (Das mit der neuen Übersetzung stimmt aber nur auf der Werbeanzeige des KbW, faktisch ist es Etikettenschwindel!)

Eintrag Anfang Juli 2013

1830 – 1942 – 2013

Es gibt Bibeltexte bzw. -Ausgaben, die sind einfach unsterblich. Auf evangelischer Seite ist es die Heilige Schrift des Reformators Martin Luther, die seit 1522 ununterbrochen revidiert, kopiert, bearbeitet, beschnitten und neu aufgelegt wurde; auf freikirchlicher Seite ist es die "Elberfelder Bibel", seit 1855 ohn' Unterlaß gedruckt, nachbearbeitet, sprachlich neu gefaßt und auch digitalisiert.

In nicht ganz so umfangreicher Manier ist das auch im römisch- katholischen Bereich der Fall: Soeben wurde ein Teil der Heiligen Schrift des Domprobstes Josef Franz v. Allioli zum wiederholten Mal neu bearbeitet auf den Buchmarkt gebracht – und das sogar zweisprachig. Der Bonner Verlag "nova et vetera" ("Neues und Altes") hat vorige Woche »Das Neue Testament, lateinisch - deutsch« in der Übersetzung von J. F. v. Allioli, 1942 sprachlich bearbeitet von Ludwig Athanasius Wintersig, neu herausgebracht [ISBN 978-3-936741-94-0]. Parallel ist die lateinische Vulgata abgedruckt. Dieses NT ist sehr sorgfältig hergestellt, gebunden und fadengeheftet, der Text auf chamoisfarbenem Dünndruckpapier mit Goldschnitt. Es atmet den Flair jahrhundertealter Buchdrucker und -binderkunst. Also betreffs des Buches durchaus ein Kleinod. Was die Übersetzung betrifft, werden eigentlich nur konservative römische Katholiken, die zudem noch die alte Lateinische mögen, hier auf ihre Kosten kommen. Benedikt Trost, der Herausgeber, hat denWintersig nicht, wie etwas zuletzt 2003 E. Beck & G. Miller, nach dem Griechischen neu erarbeitet, sondern ´treu` nach der Vulgata belassen, eine behutsame sprachliche Überarbeitung eingeschlossen. Dass die Vulgata Übersetzung einer Übersetzung ist und vom Griechischen Text an vielen Stellen nicht unerheblich abweicht, wird nur dem Liebhaber der Lingua Latina schmecken...

Ein weiteres Neues Testament, das schon mindestens einen unverkäuflichen Fehldruck erleiden mußte, soll demnächst zur Auslieferung kommen. Ich berichte "zeitnah"!

Eine Ergänzung zu meinem Eintrag von Ende Juni:

Das bekannteste Mischna- Traktat, die "Sprüche der Väter", hebr. Pirke Awoth פרקי אבות, ist vor wenigen Wochen ebenfalls neu übersetzt worden. Grundlage der Übertragung ist der Text von Selig Bamberger aus 1914. Beigegebene Kommentare von Owadiah Bartenura (1549) und Rabbenu Schlomoh Ben Jitz´chak (Raschi) aus dem späten 11. Jahrhundert vervollständigen die Vätersprüche. Veröffentlicht hat sie Gerald Rosenberg aus Tel Aviv, der 2005 bereits die Rolle Esther übertrug und demnächst die Rolle Ruth neu herausbringen wird. [ISBN 978-3-93452225-1]

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ExLibris ADOLF BRÄCKLE, 13b Dirlewang ü. Mindelheim (Unterallgäu)
[Pfarrer Dekan A. B.]

Eintrag Ende Juni 2013

Juedisches nimmt im deutschsprachigen Raum - leider - einen geringen Raum ein, nichtsdestotrotz gibt es Neues dazu zu berichten.

  • »Chumasch Raschi«: Seit gut 60 Jahren sind die Kommentare zur Torah des berühmten Schlomo Jitzchaki (Raschi) auf Englisch zu haben, übersetzt von Morris Rosenbaum & Abraham M. Silbermann samt Übersetzung des Bibeltextes. Nun hat der schweizer Verlag Morascha den ersten Band "Bereschit" (1. Mose) auf Deutsch herausgebracht, weitere sollen folgen. Da ich dieses Buch (z. Zt.) nur auf Englisch habe, kann ich keine genaueren Angaben machen; aus dem Probetext ist ersichtlich, daß die deutsche Übersetzung des Torahtextes wohl von S.R. Hirsch stammt. Informativeres erst dann, wenn der Verlagsleiter von Morascha sich entscheidet, auf meine wiederholten Anfragen zu reagieren. (Englisch siehe: http://bibles.wikidot.com/rosenbaumsilbermann)
  • Neuerdings hat die Orthodoxe Rabbinerkonferenz in Deutschland ORD durch Zsolt Balla ein Gebetbuch für alle Sabbate veröffentlichen lassen: Siddur Schomer Jisrael; es fällt deshalb nicht aus dem Rahmen des Archivs, weil darin 35 Tehilim (Pss) u.v.a.m. übersetzt sind von einem Sebastian Krause, über den weiterhin nichts bekannt ist, nicht einmal ob er Jude ist oder Goj – letzteres sei in Zweifel zu ziehen trotz des eher unjüdischen Namens.
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ExLibris: ROSE & AARON CHAITKIN
Rose A. * 1894; Aaron * 1887; Residenz:  Allegheny, PA (U.S.A.)
  • Hier im Net sind zwei Schrifttexte in Vorbereitung: 1.) Kurz vor ihrer Vollendung steht die »Junge Tora« von Bruno Landthaler & Hanna Liss; hier fehlt noch der letzte Wochenabschnitt ´Sot haBracha` des 5. Buches Mose "Dewarim".

2.) Bis zu "Wajikra" (3. Mose) vorgearbeitet hat sich Die hebräische Bibel - Der Tanach von www.moreschet.de bzw. noch immer www.talmud.de. Ich konnte bisher nicht herausfinden, wer ihn überträgt, es ist jedenfalls nicht allein der evangelische Theolog' Sven Pernak, der den Kohelet (Prediger) aus ebendieser Reihe bereits verdeutschte, allerdings auf der Vorgängerseite www.talmud.de. Der Betreiber der Seite talmud.de hat auf meine Anfrage auch nicht reagiert.

  • Noch was neutestamentliches: In Kürze sind zwei NT zu erwarten; eines davon zweisprachig als Bearbeitung eines älteren Werkes; das zweite aus freikirchlicher Feder, vermutlich (und schon wieder) nach dem Textus Receptus. Sobald ich die Testamente vor Augen habe, schreibe ich über Details.

Eintrag Mitte Februar 2013

Niemand wird behaupten, römische Katholiken seien besonders eifrige Leser der Heiligen Schrift. (Der normale protestantische Kirchgänger hat zwar eine Bibel im Regal, ob er sie benutzt, sei dahingestellt.) Ganz im scheinbaren Widerspruch dazu sind die Theologen der katholischen Fraktion aber recht umtriebige Übersetzer und Herausgeber von Bibel(teile)n; das mag durchaus reziprok proportional zu den Lesegewohnheiten der "Römlinge" stehen; nichtsdestotrotz gibt es nun den vierten Teil einer kommentierten Evangelien- Übersetzung und komplettiert hiermit die 4 Frohbotschafter. Nach dem "Ältesten Jesusbuch" der "Lebendigsten Jesusgeschichte", der "Universalen Jesusgeschichte" erschien soeben "Eine wortgewaltige Jesus- Darstellung", die des Johannes, aus dem Urtext übersetzt und kommentiert von Joachim Kügler. Alle diese Evangelienbücher haben gemeinsam, besonders sorgfältig und wörtlich übersetzt zu sein. Die Kommentare sind so verschieden wie ihre Verfasser. Joachim Kügler gehört zur Gattung der "aufgeklärten" Theologen, die das JohannesEvangelium – darin seinen sich die Forscher einig – aus mehreren Quellen, die ein Endredakteur bearbeitete, zusammengesetzt sehen. Daß Jochanan ben Zabdai die Frohbotschaft geschrieben hat, sei historisch sehr unwahrscheinlich. Auch bestimmte Details in der Passionsgeschichte seien historisch unmöglich.... Doch das bibelpedia ist kein Kritikforum für theologische Schriften, sondern schon noch erfreut, wenn auch im 21. Jahrhundert des ach so aufgeklärten und Gott-fernen dritten Jahrtausends noch Theologen sich unterwinden, Heilige Schrift zu übersetzen und sich Gedanken machen über deren Auslegung. Man muß das Gute behalten wollen, sofern man das Angebot geprüft hat. Von der Qualität der Übersetzung bin ich jedenfalls recht angetan.

Für den kommenden Herbst ist ein fünfter Band zur "Reihe der Evangelien" des KBw angekündigt: Die Apostelgeschichte mit dem Titel Jesu Taten gehen weiter von Michael Hartmann (Übersetzung) und Thomas P. Osborne (Kommentare).

Eintrag Januar 2013

Auch im Januar wird noch Treibgut aus dem vergangenen Jahr angeschwemmt, diesmal ein "Neues" kommentiertes Testament mit einem bekannten und offensichtlich unsterblichen Text aus 1905, nämlich dem der mittlerweile über 120 Jahre alten «Elberfelder Bibel»; dieser wurde jedoch von den Herausgebern ausgerechnet (!) betreffs des griech. Begriffs "ekklesia" bearbeitet. Der Schweizer Verlag "Mitternachtsruf" hat diese altehrwuerdige Elberfelder mit Kommentaren von Jean Koechlin gewürzt, die aus der evangelikalen "Aehrenlese im Neuen Testament" stammen. Ob es nun unbedingt notwendig war, ausgerechnet den ollen Elberfelder Text zu bemühen, kann ich nicht beurteilen. Von Standpunkt des Lesers betrachtet, ist dieses NT gut gemacht, mit 3fach wählbarem Flexeinband bewehrt und zweispaltig lesbar. Die Kommentare gehoeren zur Kategorie "konservativ erbaulich" und ermutigen mich nicht unbedingt zum Kauf dieses ”alten Weins im neuen Schlauch”. Die wenigen Fußnoten in der O- Ausgabe sind in den Text mit Klammern versehen eingearbeitet. Weitere Extras gibts nicht, leider ... Etwas schade, dass sich viele dieser evangelikalen Verlage oftmals auf einen Übersetzungstyp festgelegt haben. Der Titel dieses Werkes lautet Kommentarbibel NT Elberfelder. Ob es eine Fortsetzung zum Alten hin geben wird, ist nicht bekannt; Jean Koechlin hat auch dort sackweise Ähren gelesen. Man darf also gespannt sein!

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ExLibris H. FOTHEN 1919

Nachlese 2012

1.) Manche Bibelausgaben fallen dem Auge nicht sonderlich auf, vor allem, wenn das Umschlag- Design unverändert geblieben ist seit der Erstveröffentlichung; so erging es mir neulich, als ich eine "Tasse- Kaffee- Bibel" öffnete (siehe Eintrag Juni 2010!), weil mich der Name "Bolanz - Verlag" auf dem Cover fremd dünkte, denn, auf der 2010er Ausgabe stand "Deutsche Bibelgesellschaft" und "Genfer BG". Nun hat man - aus welch' Gründen auch immer - den Inhalt komplett aus der Schweiz importiert - die ökumenische verantwortete "Bibel in heutigem Deutsch"- Üs wurde entfernt. Das AT stammt also nicht mehr aus der "Gute Nachricht- Bibel 2000", sondern aus der "Schlachter- 2000"; die Psalmen ausgenommen, die der Neuen Genfer NGÜ entnommen sind. Das NT, wie gehabt, aus der NGÜ. Der Bolanz- Verlag (Friedrichshafen / Bodensee), der bereits andere Bibeln publiziert, dient als Auslieferer für Deutschland. Im Unterschied zur Erstausgabe ist ein Index in der Marginalie abgedruckt, der das Auffinden von Schriftstellen erleichtern soll.
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Diese frisch aufgesetzte "Tasse Kaffee- Bibel" ist also ein durch und durch Schweizerisch- Reformiertes" Produkt (Schuemli); ich beschloß daher, sie "Calvin-Bibel" zu taufen, weil Genf ihr zwiefacher Ursprungsort ist. Eine "Zwingli- Bibel" gibt's ja bereits seit etwa 1540, somit sind nun drei von vier wichtigen Reformatoren Bibelausgaben zugeeignet (fehlt noch die des tapferen Boehmen Jan Hus - deutsch).

2.) Ebenfalls noch 2012 erschien beim Norderstedter Verlag >Books on Demand< "Der Prophet Joel und seine rätselhaften Heuschrecken", verfaßt von Bernd Grunwald. Dieses höchstinteressante Buch testet Erklärungsversuche von 16 Auslegern verschiedenster Provenienz aus unterschiedlichsten Dekaden auf die Sinnhaftigkeit ihrer Interpretationen, aufgehängt an der Joel'schen Heuschreckenplage. Stichhaltigkeit und Schwachstellen werden hier aufgezeigt und ein faszinierender Lösungsansatz nach dem Grundsatz "die Schrift erklärt sich selbst" geboten. Nachrangig zu nennen ist hier die Abkunft des vollständig vorhandenen Bibeltextes des Duodeka- Propheten: Bernd Grunwald hat die Brockhaus- Revision der Elberfelder- Bibel abdrucken lassen. Ein besonderer Dank an den Krefelder Autoren für diese "inside- the- scriptures"- Lösungen!

Einträge Dezember 2012

19.Dez.: Kurz vor dem Weltuntergang, den der Maja- Kalender -- zum Entsetzen der einen, zum Bespotten der anderen -- prognostizieren soll, lese ich die beiden ersten Verse aus dem 46. Psalm aus einer völlig neuen Uebersetzung: "" Gott ist uns Zufluchtsort und Macht, als Hilfe in Bedrängnissen sehr bewährt."" Gestern habe ich zu meiner grossen Freude dieses Psalmbuch in (m)einer Buchhandlung entdeckt: "Die Psalmen zum Betrachten, Studieren und Vorlesen" aus dem Theologischen Verlag Zürich (2012), übersetzt von Andreas Ruwe (Lektor für biblisches Hebräisch und AT in Greifswald).
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ExLibris AVIGDOR HERZOG, Jerusalem • אביגדור הרצוג, ירושלים
Jewish National and University Library, Jerusalem

Der Schrifttext ist farbenfroh gehalten -- der graue Himmel über Baden mag sich davon etwas abschauen -- , je nachdem wer zu wem spricht: Blau für Kommunikation Mensch > Gott, schwarz für das Gespraech Mensch > Mensch und rot für die Wortstimme Gottes zum Menschen hin. Dazu gibts noch alternative Lesarten, besonders ausgewiesene Übersetzungen für die Namen des Ewigen und als Augenweide für die, die's mögen, bunte Illustrationen aus einem mittelalterlichen Psalter. Der Zuercher Verlag hat hochwertiges Papier zum Einsatz gebracht, ich zweifle jedoch - und das ist ein Wermutstropfen dieses Buches -- an der langen Haltbarkeit der Klebebindung des Paperback.

Wie dem auch sei, dieses attraktive Psalmbuch entschaedigt mich fuer die enttaeuschte Erwartungshaltung zu einem vom betreffenden Verlagsleiter versprochenen NT, welches haette dieses Jahr noch herausgebracht werden sollen; nun gut, es bleiben ja noch gut zehn Tage.

Denen, die in den Tagen der Wintersonnenwende (Sol invictus, deutsch ugs. Weihnachten) Urlaub haben und (was immer auch) feiern moegen, wuensche ich eine stressfreie Zeit zur Besinnung: Auch zum gesegneten Psalmenlesen. Der Majakalender üebrigens ist ein totes Ding, ein simpler Zeitenmesser. Unsere Zeit steht in Seinen, unseres Gottes, Händen (Ps 31) , und ER LEBT!


7. Dez.: »Damals fand in Jerusalem das Fest der Tempelweihe (die Einweihungsfeiern) statt. Es war Winter, und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos umher«.

Am Vorabend des (juedischen) Chanukkafestes, auch Lichterfest genannt, habe ich nun das neueste NT aus der Feder von Reiner- F. Edel (Luedenscheid) aus der Post geholt. Es erschien für mich voellig ueberraschend und ist somit vermutlich die für das Jahr '12 letzte Neuerscheinung. Obiger Vers 22 aus dem 10. Kapitel des Johannes Ev. gibt ein kurzes Textbeispiel. Ich bin genoetigt, mich bei Herrn Dr. Edel artig zu bedanken fuer das nette Ueberraschungsgeschenk zum Lichterfest, das am 8., also morgen, bei Juden gefeiert wird. Der Subtitel des NT lautet vielversprechend

»Das lebendige und vielfaeltige Wort Gottes mit vielen Wort- und Uebersetzungsvarianten für alle Christen und alle Nichtchristen aus dem griechischen Urtext uebersetzt und mit den wichtigsten Besonderheiten aus über 12 der bekanntesten deutschen Uebersetzungen bereichert.«

Das ist nun aber noch nicht alles: Der in Finnland geborene und in der Schweiz residierende Schwede Benedikt Peters aus der evangelikalen Fraktion hat nun - ebenfalls einigermassen ueberraschend fuer mich - nicht etwa den vierten und finalen Kommentarband seines Psalmenwerkes herausgebracht, nein: Sein neuestes Werk heisst »Der Prophet Sacharja«, (eigens) übersetzt und tiefgruendig ausgelegt ....

Letztens hatte ich geschrieben, ich erwarte vor Jahresende noch ein NT aus bisher unbekanntem Hause. Diese Hoffnung gebe ich noch nicht auf, denn es war nicht das von Dr. Edel.... Moeglich, dass ich Euch nochmals informieren werde, falls nahezu Unerwartetes doch noch geschieht...

Eintrag November 2012

1.) Kürzlich habe ich Fred Ritzhaupts Neuerscheinung »Die Geschichte« mal naeher unter die Lupe genommen. Die Idee stammt- wie so oft - aus den USA und heißt »The Story, NIV«, daher auch der Name des Co- Autors Randy Frazee, der die Texte wohl aus der amerikanischen New International Version (NIV) ausgesucht und zusammengestellt hat.

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ExLibris Pfarrprovisor MAX KÖBERLEIN, Ensfeld (Schwaben), Post Dollnstein, Mfr.

Bei der Uebersetzung der Bibeltexte handelt es sich aber nicht um eine Verdeutschung der NIV (Das hatte ja schon Thomas Mayer mit seiner bruchstückhaften NDÜ in Angriff genommen), sondern um Ritzhaupts eigenes Werk. Von den knapp 600 Seiten Schrifttext gehoeren etwa 350 zum Alten, das Uebrige dem Neuen Bund.

Wichtige Teile des AT sind auszugsweise (!) in die "Geschichte" einbezogen. Von folgenden Buechern sind jedoch gar keine Texte vorhanden:

Leviticus, Prediger, und acht der Kleinen Profeten; die einzige Schrift, die bis auf die vier letzten Verse (nahezu) vollstaendig erzaehlt wird, ist die der Moabiterin Ruth. Fred R. hat außerdem 4 Psalmen mitgeliefert: 32, 23, 51 und 57, letzterer in Auswahl.

Nun zum NT:

Ritzhaupts Texte aus »Willkommen Daheim« sind für diese Auswahl bearbeitet, also nicht woertlich uebernommen. Hauptgewicht liegt auf den Evangelien. Nicht vorkommen: 2. Korinther, Philipper, Kolosser, 2. Thess., 1. Timotheus, Titus, Philemon, sowie die allgemeinen Briefe des Judas, Jakobus, Petrus und Johannes.

Für den Religionsunterricht ist dieses Buch sicherlich gut zu benutzen, auch weil die Uebertragung das Praedikat "leicht lesbar" erhaelt.

2.) Aus der evangelikalen NT- Kommentar- Reihe "HistorischTheologische Auslegung" ist eben ein weiterer Band erschienen: »Der Brief des Paulus an Titus« von Heinz- Werner Neudorfer.

Moeglich, dass bis Jahresende noch ein bis dato ungehoertes NT erscheinen könnte. Es gibt gewisse Hinweise.......

Eintrag September 2012

Vierfaches gibt es zu vermelden, davon die ersten beiden Nachrichten aus der Katholischen Fraktion: 1.) Die Theologin Claudia Sticher hat das Buch Amos übersetzt und kommentiert unter dem Titel ""Gerechtigkeit ist wie ein nie versiegender Bach""; die Textes erschienen schon 2010 in der Herder- Zeitschrift »Christ in der Gegenwart« periodisch und sind nun als Buch veroeffentlicht worden vom KbW.

Zum Zweiten hat der Muenchener Don Bosco Verlag die neueste verbesserte Auflage von Albert Kammermayer's NT für September versprochen, welches bis jetzt in 4 Auflagen in Rom gedruckt worden war.

Nun zur freikirchlichen Faktion: Am 25. 9. habe ich die Gesamtausgabe der Volxbibel von M. Dreyer in Augenschein nehmen koennen. Ein dickes Paperback für 25 Euro; darin die beiden AT- Bände der Textversion 1.0 und das NT in der neuesten Textversion 4.0 vereint. Ich habe, da ich die AT- Baende bereits besitze, eine Anfrage gestartet, ob das NT 4.0 denn auch als Separatdruck zu haben sei, als Antwort bekommen: Erst, wenn die grosse Zahl der Version 3.0 vergriffen ist, dann vielleicht, vielleicht..... Wenn also jemand das AT gerne in Gross- Oktav kaufen möchte und das NT nicht braucht, kann er es mir als - Viertelbuch sozusagen - verkaufen.

Als letztes ist der Monat Oktober (demnaechst) als Erscheinungstermin fuer die

Kombiausgabe NT & NEU: Psalmen der BASIS- Bibel genannt.
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KOMITE ZUR FÖRDERUNG THORATREUER GEMEINDEN in Palästina 
✡ Frankfurt a. M. ✡ שלום ירושלם

Einträge Juli 2012

29. Juli > War kürzlich in Mannheim... ...und fand die immer noch existierende katholische Buchhandlung, gut sortiert und trotz unmittelbarer Nähe zum Kleinbuchhandlungs-Killer Thalia erstaunlich lebendig. In einem der Regale (nicht bei den Bibeln) stand ein unscheinbares Matthäus- Evangelium, das ich bisher noch nirgendwo gesehen hatte; übersetzt hat die Matthäus- Botschaft ein gewisser Schwabe namens Rudolf Stirn, kein Theolog´, sondern eher ein Schriftsteller. Zuerst war ich skeptisch ob der gebotenen Metrik, aber ich kaufte dann doch. Zuhause konnte ich per Internet erfahren, daß der Schwabe, bevor er das Zeitliche (viel zu früh) segnete, immerhin auch noch den Botschafter Johannes metrisch zu Druck gebracht hatte. Mittlerweile habe ich die beiden Titel unter STIRN, RUDOLF ins Bibelpedia gestellt, natürlich mit Wortstimme, damit man sich ein Ohr machen kann wegen eben der Metrik, die nicht jedermanns Sache ist und seit längerer Zeit unter die literarischen Räder kam. (Eine Ausnahme bilden die Psalmen in Martin Dreyers Volxbibel, der Rap von Mose etwa, Psalm 90) Beide Titel sind schon ein paar Jahre alt und ich bin natürlich glücklich, daß nach 9 Jahren noch ein unverkauftes Ex. in der Buchhandlung zu finden war (jetzt nicht mehr). Wer immer diese beiden Evv in einem anderen als dem gewohnten Aufsatzdeutsch lesen will und neuen Zugang zu finden hofft zum alten, manchmal allzu wohlgeformten Text, der suche nach den restlichen Exemplaren, die es hoffentlich die Tage noch geben mag.

28. Juli> Hört, ihr Weisen, was ich sage und leiht mir euer Ohr, ihr Verständigen! Nachdem ueberaus fruchtbaren Jahr 2011 faellt a. D. 2012 eher sparsam aus betreffs neuer Schriftausgaben. Hier zumindest zwei Neuigkeiten in der Höhe des Sommers: Das Neue- Genfer NT samt Psalmen gibt's jetzt für visuell Herausgeforderte (und solche, die es werden) in Groß- Oktav (=24cm Höhe). Es ist nicht erkennbar, ob anlaesslich dieser Vergroesserung des Schriftbildes im Text irgendetwas verbessert wurde. Wer kauft, vergleicht und ueber Aenderungen berichtet, der tue das, bitte!

Weiterhin erschien im evangelikalen Buchsektor juengst von Heinz Schumacher (mittlerweile im biblischen Alter von 84 Jahren) die neue Uebersetzung nebst Erlaeuterungen des Buches Hiob (bei Verlag Paulus, Heilbronn). Daraus auch mein Intro aus der Rede des Busiters Elihu (Kap. 34:1). Die Psalmen, Jesaia und ein NT hatte er ja bereits veroeffentlicht.

Eintrag Mai 2012

Nach diversen Katholica hat nun auch die evangelikale Fraktion der Christenheit eine Neuerscheinung zu praesentieren: Hinter obiger Abk. verbirgt sich die Auslegungsreihe Historisch- Theologische Auslegung zum NT von Brockhaus/ Brunnen; soeben ist der neueste Band von Gerhard Maier erschienen, der zweite Teil der Offenbarung des Johannes Kap. 12- 22. Zur recht woertlichen Übersetzung und dem Kommentar, der auch der Koine sprachlich

Rechnung trägt, gibt es nahezu zehn Seiten bibliographische Angaben sowie ausfuehrliche Autoren- und Stichwortverzeichnisse. 544 Seiten für 10 Kapitel ΑΠΟΚΑΛΥΨΙΣ versprechen solide Auslegungsqualitaet für diejenigen, die das Wort Gottes noch unmißverstaendlich als solches gelten lassen. In der Subskription kostet es 40 Euro.
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Buch № 445 ExLibris Dr. KURT SCHEYER

Einträge April 2012

28. April > Was er nicht ist: leicht lesbar - Milchgetraenk gemaess 1. Kor 3 - Schnellimbiss - leicht verdaulich -- liberal protestantisch -- auch nicht eben evangelikal: Der Roemerbrief- Kommentar des nunmehr 80- jährigen Jesuiten Norbert Baumert ist soeben nahezu pünktlich erschienen. Wem der Kommentar zu katholisch dünkt und € 17.- zu viel Geld für 460 Seiten klebegebundenes Paperback sind, der kann für € 2.70 die Arbeitsübersetzung »pur« erwerben. Aber es ist wirklich Vollkornbrot. Paulus haette seine reine Freude daran, wie Baumert ihn 2000 Jahre spaeter verdeutlichen wird.....

WAS ES NOCH NICHT GIBT: Die textkritische Ausgabe der Elberfelder Bibel (Brockhaus Edition). Nichts genaues weiss man nicht...

WAS ES SONST NOCH GIBT: By the way, to whom it may concern! Das "Befuettern" von bibelpedia macht Fortschritte, auch wenn ich nicht so viel Musse dafuer habe, wie erwuenscht waere. Ich habe mal - vorauseilend - eine ENGLISH SECTION von meinem "Netzknecht" einbauen lassen. Mal sehen, was daraus wird.

17. April >...als ob ich es geahnt heatte - war ich doch vorige Tage mental mit den Lateinisch- deutschen Psalmen zugange - in der Schweiz tut sich was bezueglich der Vetus Latina: Ein Uebersetzerteam hat allen Ernstes vor, eine wissenschaftliche Uebersetzung der Vulgata herauszubringen. Bevor ich lange doziere, hier der Link zur Meldung: www.thchur.ch/index.php?PHPSESSID=028udv682b290fup324hlv5n27&na=4,5,3,0,d,130083\,0,0,t

15. April > Nur für einen sehr begrenzten Interessentenkreis ist das DIURNALE ROMANUM publiziert; dennoch unterfange ich mich, es kurz vorzustellen, denn es beinhaltet unter anderem eine ganz neue Übersetzung von 116 Psalmen und 17 Lobgesängen aus AT und NT. Das besondere an der Übersetzung ist, daß sie aus der Vulgata (unter Berücksichtigung der LXX und der Masora) stammt; so etwas ist seit Jahren auf Deutsch nicht mehr geschehen, denn nur Liebhaber des tridentinischen (=lateinischen) Gottesdienstes lassen sich normalerweise darauf ein. Das DIURNALE ist ein Gebetsbrevier für alle Wochentage und Feste; die Schrifttexte sind zweisprachig vorhanden. Veröffentlicht hat es die Priesterbruderschaft St. Petrus 2011 im schweizerischen Thalwil. 1448 (!) Seiten Bibeldünndruckpapier bekommt man im schwarzen Lederumschlag für € 60.- In bibelpedia.com habe ich es unter den Herausgebern kurz beschrieben.

11. April >Komme eben aus der bevorzugten Buchhandlung am Ort, habe zu meiner Ueberraschung die puenktlich erschienene vom Revisor Josef Franzkowiak kommentierte neue Herder- Bibel (Textstand 2005) in den Haenden gehalten: »Mit Einleitungen, Kommentar und Erlaeuterungen« für € 50.- Ich vermutete anfangs, es sei eine Art Herder'sche Variante der Jersusalemer Bibel; das ist (leider) nicht der Fall. Nach kurzer Inaugenscheinnahme meine Einschaetzung: Die Erlaeuterungen sind hauptsächlich dem NT beigebracht, das AT wird eher stiefmuetterlich behandelt. Herr Franzkowiak bringt den ueblichen theologischen Stand der liberalen katholischen Theologie. Das Wort, das Mensch ward und Stimme dem Hoerenden, wird dadurch wohl niemandem naehergebracht. Was ich in der Kuerze lesen konnte und der Herder- Verlag auf seiner Webseite aus dem Buch preisgibt (Genesis 1 bis 3), macht mir nun gar keine Kauflaune. Diese kommentierte Bibel ist also auch keine Studienbibel, wie erhofft. Nichts Neues unter der Sonne.... In kurzer Frist erfolgt Teil 2 der "Katholica".

Eintrag März 2012

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ExLibris Theological Department of KING´S COLLEGE, London

Information aus der Presse:

""Bischof Zollitsch: Überarbeitung der "Einheitsübersetzung" geht in Endphase!

Die Überarbeitung der «Einheitsübersetzung» des Neuen Testamentes geht in der katholischen Kirche in die Endphase. Die katholischen deutschen Bischöfe wollen die Revision, die vor sieben Jahren beschlossen wurde, noch in diesem Jahr verabschieden, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung in Regensburg.

In den kommenden Wochen könnten noch Änderungen zur Übersetzung und den redaktionellen Texten eingebracht werden. Danach werde der Text im Laufe des Jahres 2012 zur Verabschiedung vorgelegt, sagte Erzbischof Zollitsch. Nach Abschluss der Revision wird die «Einheitsübersetzung» nur noch von katholischer Seite verantwortet, es steht dann keine evangelisch-katholische Bibelübersetzung mehr zur Verfügung. Bislang waren die Psalmen und das Neue Testament ökumenische Texte. Zollitsch kündigte an, dass er den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, über den Stand der Verfahrens unterrichten werde.

Die EKD hatte 2005 entschieden, sich aus dem zunächst ökumenisch angelegten Projekt der Überarbeitung der «Einheitsübersetzung» zurückzuziehen. Als entschiedenes Hindernis nannte die EKD die vom Vatikan herausgegebene Instruktion über den «Gebrauch der Volkssprachen bei der Herausgabe der römischen Liturgie». Dieses vatikanische Dokument enthalte Kriterien, die von evangelischer Seite nicht mitgetragen werden könnten, argumentierte der damalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber.

Die Vatikan-Instruktion zur Liturgie betont, dass bei einer Übersetzung auch die katholische Glaubenslehre berücksichtigt werden muss. Im Protestantismus dagegen gilt allein die Heilige Schrift als Grundlage des Glaubens. Von evangelischer Seite wurde zudem kritisiert, dass protestantische Vertreter in strittigen Übersetzungsfragen hätten überstimmt werden können. Der EKD-Rückzug hatte zu Verstimmung in dem evangelisch-katholischen Verhältnis geführt.

Im Juli 2010 hatte der Rat der EKD eine Durchsicht der Lutherbibel beschlossen. Noch vor dem Reformationsjubiläum 2017 soll die überarbeitete Bibelübersetzung der Öffentlichkeit vorgestellt werden.""

Eintrag Ende Dezember 2011

Grimme's Aramäisches vs Grimm's Märchen... hier die angekuendigte Neuerscheinung: Holger Grimme hat den neuesten 3. Teil des ADNT (Peschitta- Projekt) Ende Dezember auf den Bibelmarkt gebracht. Damit ist für anno Domini 2011 das letzte Bibelbuch veröffentlicht. Mit diesem Band sind Mattai, Luqa, Philemon und Yehuda den ersten vier Buechern (in 2 Bänden) zugeordnet; das macht zusammen acht von 27 neutestamentlichen Schriften. Ein knappes Drittel des NT ist damit fertiggestellt. Der Text ist (nur) deutsch abgedruckt. Format DIN_A5, wie das vorangegangene Heft, mit 190 Seiten. Lasst uns hoffen, dass H. Grimme den verlegerischen Mut behält und die finanziellen Mittel erhält, dieses Projekt zu Ende zu bringen. Schließlich ist es die erste Arbeit dieser Art in deutscher Sprache!!

DER EWIGE BEHÜTE DEINE SEELE, ER SEGNE DEINEN AUSGANG UN DEINEN AUSGANG VON JETZT AN UND DIE KOMMENDEN ZEITEN.... (nach Psalm 121)

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ExLibris Prof. D. von SODEN, Marburg–Lahn, Wörthstraße 37
Hans Otto Arthur Maria Roderich Ulrich Freiherr v. S 
(* Striesen b. Dresden, Sachsen 1881 † 1945 Marburg/ Lahn)

Eintrag November 2011

Die von den einen gefeierte und von den anderen abschlaegig beurteilte »Bibel in gerechter Sprache« ist nun auch als Taschenausgabe (gebunden) erhaeltlich; nicht nur das, sie wurde auch für die nunmehr 4. Auflage erweitert und verbessert. > Drei neue Namen haben sich dem Herausgeberkreis angeschlossen. Wie zu erwarten, uebertrifft der feminine Anteil am Bearbeiterstamm den Maskulinen um 100 %. > Noch nicht herausgefunden habe ich, ob der weibliche Anteil des Namens Gottes in der Uebertragung für die Neuauflage nun ebenfalls proportional gestiegen ist.

> Noch etwas betreffs der (von mir so getauften) »Selters- Bibel«: Vor etwa einem Jahr rief ich mal dort an und recherchierte bezueglich einer nachgeordnet wichtigen Frage; bei der Gelegenheit wurde mir - ohne daß ich mich genauer identifizieren & erklaeren mußte - verraten, daß eine Neubearbeitung der NWÜ in Angriff genommen sei. Hat nun jemand aus dem Juengerschaftskreis der Neuen Welt eine Ahnung, wann mit diesem Werk zu rechnen sein koennte?

Eintrag Anfang November 2011

Heute habe ich dennoch einen neuen Titel zu melden, und zwar für alle, die den "Kleinen" Propheten Maleachi intensiv kennen lernen möchten oder die Herder- Reihe um einen weiteren Titel ergaenzen wollen: Rainer Kessler hat gerade den Kommentarband aus der Reihe »Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament - HThK AT« auf den Buchmarkt bringen lassen.

So wie es aussieht, war es das für das recht produktive Jahr 2011. Eine moeglicherweise interessante Ankuendigung kommt aber vom Alpha- Buchhandel (neuester Katalog) in Form einer speziellen Ausgabe der Elberfelder Bibel aus dem Hause R. Brockhaus: "Elberfelder NT - Textkritische Ausgabe für Handschriften-Kundler. Was da genau zu lesen sein wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Das NT haette bereits im Oktober erscheinen sollen; es gibt aber - wie heute erfragt - noch keine

Meldenummer mit genauerem Publikationsdatum.
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ExLibris HANS SEITZ, Pastor ecclesiae in peregrinorum novalibus me iure possidet.
[“Hirte der Gemeinde auf Pilgerschaft, deren Neubruch (=Acker) mich mit Recht 
in Besitz nimmt“]  
[H. S., Pastor der evangelisch–lutherischen Kirchengemeinde 
Pilgramsreuth Kr. Hof, Oberfranken.]

Eintrag Oktober 2011

Eine der bemerkenswertesten Uebersetzungen der Evangelien, die es zur Zeit auf dem Markt gibt, stammt von dem roemisch- katholischen Renegaden Eugen Drewermann. 2004 war die exzellente Uebersetzung seiner 4 Evangelien erschienen, nun ist die Apostelgeschichte dazugekommen. Allerdings nur in Verbindung mit den Evv, als 2., durchgesehene & erweiterte Auflage beim Patmos- Verlag. Dafuer sind allerdings auch knapp € 30 zu zahlen. Wer für die Taten der Apostel noch mehr bezahlen möchte und Lesestoff für Wochen benötigt, darf Drewermanns 1000- seitigen Kommentar erwerben, wofuer aber nochmals € 20.- mehr hinzulegen sind (erscheint demnächst).

Eintrag September 2011

Zwei Neuerscheinungen auf dem Uebersetzungsmarkt sind anzukuendigen: Das Katholische Bibelwerk hat den dritten Band aus der Reihe der kommentierten Evangelien herausgebracht: Nach Ebner's Markus und Frankemoelle's MatthaeusEv. ist nun das LukasEv , neu uebersetzt & kommentiert von Detlev Dormeyer, herausgekommen. Für Freunde der bzw. an der Peschitta- Interessierte hat Holger Grimme nun aus der Serie ADNT (Aramaeisch- Deutsches NT/ Peschitta Deutsch) nach "Yochanan" den zweiten Band herausgebracht: Roemer, Galater & Offenbarung (allerdings ohne den aramaeischen Text).

Nun in eigener Sache: Von Karlo Vegelahns unschaetzbarer Arbeit abgesehen gibt es ja im Net zwei Listen, die chronologisch die wesentlichsten BÜ auf Deutsch auflisten: das sind 1.) http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/bibel_zeittafel3.html 2.) http://www-user.uni-bremen.de/~wie/translation/Deutsche-Bibeluebersetzungen.html

Diese beiden Listen sind nicht zu verwerfen, aber auch nicht wirklich befriedigend, da z. T. fehlerhaft und mittlerweile unvollstaendig. Ich habe nun als Fleissarbeit eine neue Liste erstellt und diese auf meiner (im Bau befindlichen) Seite: http://www.bibelpedia.com/index.php?title=Übersetzungen/Übersicht veröffentlicht.

Mein Webmaster meinte, das alte Textbearbeitungsprogramm, mit dem das Bibelarchiv-Birnbaum erstellt ist, sei ueberholt und die ganze Seite muesste dringend auf ein neue Textbearbeitung umgestellt werden. So wird also - sehr langfristig - www.bibelpedia.com die alte Seite ersetzen. Bis alle Inhalte hinuebergeschaufelt sind, werde ich wohl das Alter des Methusalem erreicht haben..... Das BB wird - nicht mehr aktuell gehalten, und Schritt für Schritt werden die Inhalte ins neue Bibelpedia transferiert. Als Neuestes also dort die chronologisch- gefertigte Liste der deutschen BÜ. Ich bin nun auf Eure Mithilfe angewiesen, was die Inhalte anbetrifft: falls jemand Fehler oder Ungenauigkeiten entdeckt oder Ergänzungen machen kann, bitte melden. Ich bin noch nicht ganz fertig, vor allem betreffs der Farbgebung, aber das Gros der Daten ist eingepflegt. Ich bin fuer jedwede Kommentare, Kritik und Anregung dankbar.

Eintrag August 2011

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Bibliothek der jüdischen Gemeinde Berlin 
היבל שלמה, ירושלים

Mit Erscheinungsdatum 2011 sind einige Titel neu im Buchhandel, hauptsaechlich anthroposophischer Coleur: Die Eingeweihten der von Rudolf Steiner geprägten Christengemeinschaft koennen nicht vom Johannes- Evangelium lassen, da die Inhalte wohl immer noch eine Art Arkandisziplin darstellen, die es in Wort und Sprache zu enthüllen gilt. Bernhard Lampe hat nun den dritten Band seines "Johanneischen Werkes", die Briefe, in zwei Varianten (=ein Buch) herausgegeben: Als Interlineartext griechisch / wörtlich- deutsch, zusätzlich als Übertragung sowie mit einem sprachlichen Kommentar (Verlag der Kooperative Dürnau). Weiterhin und wiederum aus anthroposophischer Sicht drei Bände, gebunden, im Schuber: "Die Schriften des Iohannes" von Manfred Krüger, erschienen bei Verlag Freies Geistesleben: Evangelium, Briefe, Apokalypse. Auch wenn man der "Menschenweisheit" (siehe 1. Kor. zwei: 4) gegenüber kritisch eingestellt sein mag, sprachlich können diese Übersetzungen ohne weiteres mit renommierten christlichen Werken mithalten. Wie gesagt, Theosophie ist nicht jedermanns Ding, aber man muß den Fisch eben ohne die Gräten essen.

Nun etwas von den Römlingen; man warb dafür bereits letzten November: Soeben erschien noch der dritte Band der katholischen Evangelienauslegung "Eine universale JESUSGESCHICHTE: Das Matthäusevangelium aus dem Urtext übersetzt und kommentiert von Uta Poplutz (KBw, Stuttgart). Dieser Titel ergänzt Hans Thüsings "Das Älteste JESUSBUCH. Das Markusevangelium" und "Die lebendigste JESUSERZÄHLUNG. Das Lukasevangelium" kommentiert von Thomas P. Osborne und wörtlich übersetzt von Rudolf Pesch, die bereits in den vergangenen Jahren erschienen waren. Fehlt noch das JohannesEv ........

Einträge Mai 2011

21. Mai >Die bisher nur "kartonierten" Psalmen der Neuen Genfer Üs kommen nun auch in gebundener Form - und zwar als Kombi- Ausgabe NGÜ NT & PS. Format Aufmachung wie das NT; dieses NT ist mittlerweile schon in dritter Auflage im Handel. Das NT & PS wird als erste Gesamtauflage gezählt. Es grüßt mit V. 1 des markigen Ps 27 aus der Tageslosung: "Jahwe ist der Schild meines Lebens, vor wem bebe ich?"

16. Mai > "Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Schmuecket das Fest mit Maien bis an die Hoerner des Altars", so uebersetzt Martin Luther Ps 118:27, (1913) für heutige Leser etwas altbacken klingend. Die Neue Genfer schreibt "Der HERR ist Gott und er hat uns Licht geschenkt. Tanzt einen festlichen Reigen, mit Zweigen in der Hand, bis dicht an die Hörner des Altars!" Alles klar?? Will sagen: eben erwarb ich das neueste Bibelteil der NGÜ: Psalmen. 2011. Die Hörner sind geblieben, warum auch nicht? Bibelsprache, wie es ich geziemt! Leider nur kartoniert erhältlich. Einspaltiger Text wie im NT, Anmerkungen am Rand. weniger als € 8.- Schabbat Schalom!

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ExLibris HANS PRÜFERT, Paderborn, Leostr. 21
[Pfarrer, StDir. Hans Julius P.]

4. Mai > Ein Sammler hat dankenswerterweise auf das »NT- Magazin« hingewiesen. Dieses Magazin des Katholischen Bibelwerks erschien bereits vor einem Jahr zum Auferstehungsfest 2010. Schrifttext ist der Einheitsübersetzung entnommen; weitere Beigaben gibt es nicht; lediglich also eine "Magazin- Anmutung". So kann man beim Arzt, in der Bahn oder in der Arbeitsagentur un-heimlich Gottes Wort lesen. Wenn da keine Fragen kommen.....

Aus dem Munde einer Mitarbeiterin des Herder- Verlages habe ich anlaesslich einer Anfrage folgendes erfahren: Naechstes Jahr 2012 soll eine kommentierte Bibel mit dem zuletzt 2005 revidierten Herder-Text erscheinen. Sie koennte der "Neuen Jerusalemer Bibel" aehnlich aufgemacht sein; ob diese dann ersetzt wird, war nicht zu erfahren, ist aber eher unwahrscheinlich. Nachdem viele katholische Bibelleser (die soll es geben) der alten Jerusalemer Bibel hinterherweinen, mag das eine Verlagsreaktion sein; aber das ist eine Birne vom Baum, keine offizielle Auskunft. Es gibt zwar noch keinen Namen für das katholische Werk, aber "Freiburger Bibel" o. ä. wäre eine Option. Soweit die Dame aus FR.

Eintrag Januar 2011

Im Juni 2004 (!!) orderte ich beim Kath. Bibelwerk in Stuttgart die angekündigte Neuausgabe der herausragenden Ijob- Übersetzung von Fridolin Stier aus 1954. Heute, nach sechseinhalb Jahren oder achtundsiebzig (in Worten: 78 !) Monden und schlußendlichem Vergessen geschah das Unerwartete: Die PostCaravane schaffte den langen Weg durch eisige Minusgrade nach der badischen Provinzstadt. Nach beträchtlicher Enttäuschung letztendlich übergroßes Erstaunen! Im Umfang zwar um mehr als die Hälfte geschrumpft, der Hebräischen Stimme (ktiv) beraubt, dafür in vollfarbigem Cover statt 50er Jahre- Braun liegt er nun vor mir: Herausgegeben vom Eleonore Beck und Martha Sonntag für € 16.90. Ein bibliophiles Kleinod: Fridolin Stier: Das Buch Ijob. Meisterlich übersetzt & ausgelegt (siehe auch meine Rezension desselbigen bei amazon.de). -- Friede den Fernen & den Nahen!
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№ 1508 ExLibris Dr. med. E. A. LUTZE, Berlin
[Ernst Arthur L. Homöopath, * Köthen, Anhalt 1848 † 1924 Berlin]

Eintrag Nov. 2010

NEU!! Vor 14 Tagen wurde die Gesamtausgabe NT der BasisBibel in den Büchermarkt geschickt. Was die Aufmachung betrifft, kann sie sich sehen lassen und das alles sehr buntig.

2. Eintrag Sept. 2010

Markus- esoterisch Das Markus- Evangelium aus astrologischer Sicht behandelt - samt einer eigenen Übersetzung; soeben durchgeblättert in einer ehemals katholischen Buchhandlung: Darlison, Bill: Jesus und die Sterne. Das astrologische Geheimnis des Markus Evangeliums. Diederich Verlag 2010.

Nach der Verlagsinfo ist das Ev. ursprünglich esoterisch ("arkane Weisheit") und nicht historisch gemeint", meint Bill D.

Nach genauer Inaugenscheinnahme werde ich ein paar Zeilen darüber im BB schreiben. jedenfalls gibts zu den arkanen (=geheimen) Weisheiten, vor 40 Jahren als "New Age" bezeichnet, noch eine von Bill eigens angefertigte Übersetzung. Das Buch heißt im Original: "Gospel and the Zodiac" und beschwört völlig neue Erkenntnisse, die natürlich mit Fragezeichen versehen sind: Hier nach der englischen Promotion die üblichen verfänglichen Behauptungen: "" What if the conviction that Jesus is God's only Son was founded in error? What if there never was a historical Jesus? What if the Gospels have been misread for two thousand years?"" Incredibly new & astonishing delusions (d. Vf.) !!! Stimmt vielleicht für den englischsprachigen Bereich, aber in Deutschland hat ⇒ Drews,_Arthur solche Hypothesen bereits Anfang der zwanziger Jahre verbreitet...

1. Eintrag Sept. 2010

Bubers "Rausschmiss":

Die Medienplattform "Jokers Restseller" verkauft in ihrem Augustkatalog die GVH- Ausgabe der Preisungen (verkapitelt und beverst) von Martin Buber für unter € 8.- (anstatt € 17.95) Ob das der Ausverkauf der Einzelausgaben sein wird, ist unklar. Bubers Psalmenverdeutschung ist ein absolutes Kleinod!

Einträge Aug. 2010

Wie mir neulich zugemailt wurde, ist das NT "Gottes Agenda 2010" von Andreas Eichberger frisch aus der Druckerei geschlüpft und sollte demnächst im Handel

sein (Edition Lebenswege, siehe auch im BB)
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ExLibris Pastor H. TUMMES, Petershagen a. d. Weser