Ben Zeev, Jehuda L.

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Menora7.png ben Zeev, Jehuda Leib יהודה ליב בן-זאב (* Lelów bei Krakau, Galizien 20 Av 5524 / 18. Aug. 1764 Mem.png 23. Shevat 5571 / 17. Feb. 1811 .....)


[Chokmat Jehoschua ben Sira] • חכמת יהושע בן סירא

(Weisheit des Jehoschua) BEN SIRA

[Masoretischer Text, Targum Aramith und aschkenasische (=deutsche) Übersetzung].

Mit Biur, von Jehuda Leib ben Zeev] יהודא ליב בן זאב.

Wien (Austria): gedruckt bey Anton Schmid, k. k. priv. und N. Ö. Landschafts – deutsch und orientalischem Buchdrucker. (1798). 1814 (dritte Auflage)

Koph.png Wortstimme

32 Wer sah ihn, daß er seine Größe bestimmen kann? / Fasste dessen Inbegriff? / Daß er ihn angebe!

33 Ein Winziges nur, was wir sehen; / das Wissen – ach wie eingeschränkt!

34 Reines Lobes höchster Umfang, o Allmächtiger! /

D u   s e l b s t   b i s t   a l l e s ,

35 der Weise merkt dies, / der Vernünftige denkt nach.

36 Der Ewige schafft alles, / seinen Verehrern schenkt er Weisheit;

37 denk nach, kraft deines Verstandes, / deiner Einsicht gemäß, forsche nach, / mehr wird von dir nicht verlangt:

38 helldenkende Betrachtung sie (die Werke Gottes) / Toren aber schließen die Augen zu.

Cap. 44 


Bookmitband.gif
Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; (18) & 105 Doppels. Schrift– bzw. Kommentartexte einspaltig: punktierter hebräischer Text und Targum Aramith in größerer Schrift je oben, Biur und Übersetzung in kleinerer Schrift darunter.

Die deutsche Übersetzung ist nicht in der üblichen hebräischen Quadrat–, sondern in der so genannten Raschischrift abgedruckt, was das Lesen durchaus erschwert.

Jehuda Leib ben Zeev verfasste ein mehrseitiges Vorwort in Hebräisch, datiert Breslau, am Neumondtag des Adar, (5)5658 (= 17. Febr. 1798) [soweit zu entziffern]

Ein weiteres Vorwort, ebenfalls in Hebräisch, ist geschrieben zu Wien, datiert am Neumondtag Tammuz (5)564 d.k.Z. (=10. Juni 1804)

Die deutsche Übersetzung endet bei (ben Zeev´s) Kap. 44:42, wobei ben Zeev hier von der (später) üblichen Zählung abweicht; dieser gemäß ist das Kap. 43 noch weitgehend vorhanden, darauf folgt der Epilog aus Kap. 50:27 bis 29. Welche Vorlage Ben Zeev benutzte, ist nicht klar; die Schlußtexte stimmen nur bedingt überein mit denen aus anderen zeitgenössischen Übertragungen.

Diese Rückübersetzung des BEN SIRA ins Hebräische ist weitgehend unbekannt geblieben oder, was auch möglich ist, von den "christlichen" Wissenschaftlern, die sich mit Jesus Sirach literarisch beschäftigten, ausgeblendet worden, denn in keiner Bibliographie eines mir vorliegenden Werkes ist Ben Zeev genannt. Auch nicht in den Monographien von Norbert Peters, Rudolf Smend, Hermann Strack und, neuerdings, Georg Sauer. Möglicherweise war dieses Buch auch, weil aus jüdischer Feder und nur in hebräischen Lettern gesetzt, als irrelevant für die Textforschung betrachtet. Die ersten hebräischen Sirach–Fragmente wurden erst 1896 von Salomon Schechter in einer Kairoer Synagoge entdeckt; dort in einer Geniza, einer Dachkammer für nicht mehr benutzte Schriften etc. J. L. ben Zeev muß also einer der Ersten gewesen sein, die den Sirach aus dem Griechischen (oder dem Lateinischen) zurückübersetzten in die O–Sprache Hebräisch.



Biogramm.png
Biogramm:

Andere Schreibweisen: Bensef, Juda Löw, Ben Seeb, Judah Löb • Bensew, Jehuda Löw • Ben-Ze'ēv, Yehûdā Lêb • Ben Ze'ev, Judah Leib.

http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/judaica/ejud_0002_0003_0_02579.html