Andreae, Hermann Victor

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Andreae, Hermann Victor (* Frankfurt am Main 9. Juni 1817 † 8. Sept. 1889 ebenda) Advokat Dr. jur., Dr. med., Dr. phil., Lic. theol.



Hiob

Classisches Gedicht der Hebräer.

Aus dem Grundtexte neu übersetzt / und mit Andeutungen zum tieferen Verständniß versehen / von Hermann Victor Andreä

Barmen, Rheinl.: Verlag von W. Langewiesche's Verlagshandlung. 1870.

Frankfurt a. M.: bei A. Bömel.

Koph.png Wortstimme

"Willst d u ergründen können Gottes Wesen?

Zu des Allmächtigen Vollkommenheit hinangelangen   d u   ?

Des Himmels Höhen sind's — was willst   d u   thun?

Und Tiefen, tiefer als die Unterwelt — was kannst   d u   wissen?

Ihr Maas ist länger als die Erde,

Und breiter ist es als der Ocean. — Wenn   E r   einherfährt und verhaftet,

Wenn vor Gericht   E r   ruft — wer darf ihn hindern?

Fürwahr,   E r   kennt die trügerischen Menschen,

E r   sah das Unrecht ohne hin zu schau'n.

Doch eh' ein Dumkopf dies zu Herzen nimmet,

Darf wohl ein wilder Esel selbst zum Menschen werden! —"

XI: 7- 12


"Ach, daß doch aufgeschrieben würden meine Worte!

O, möchten sie verzeichnet werden in ein Buch!

Ja, würden sie mit Eisengriffel und in Blei

Für ew'ge Zeiten in den Fels gemeißelt!

Weiß ich es dich, daß mein   E r l ö s e r   lebt,

Und daß als letzter auf dem Plan   E r   stehen wird!

Ich werde, selbst nachdem man meine Haut schon   a l s o   hat zerstört

Gott   d e n n o c h   einst aus   m e i n e m   F l e i s c h e   schau'n.

e r b l i c k e n   werd' ich ihn, zu meinem eignen Heile,

Ich   s e l b s t ,   mit   m e i n e n   Augen, nicht ein Fremder!

XIX: 23- 27
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Zum Buch:

gebundener Kleinoktavband, XII, 161 & (3) S. Frakturdruck. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt. Erläuterungen ab. S. 103; diese sind durchweg erklärender Art, nicht etwa philologischer. Das siebenseitige Vorwort verfasste Dr. V. Andreä zu Frankfurt a M., im December 1869. Darin schreibt er u. a.:

»Ich habe versucht, eine neue Uebersetzung aus dem grundtexte anzufertigen, wobei es mir ein Hauptbestreben war, die hohe Schönheit des Originals in einer derselben entsprschenden stylistischen Schönheit des Ausdruckes wiederzugegeben. (…) Nach reiflicher Erwägung entschloß ich mich, das im Grundtexte vorhandene Versgepräge, von dem sich einem des Hebräischen unkundigen Leser meines Erachtens weder durch Nachahmung noch durch Erklärung eine irgendwie genügende Anschauung geben läßt, in deutsche Jamben zu übertragen, und zwar, weil sich diese Form in unserer Literatur längst als die für solche Dichtungen sich am besten eignende bewährt hat. (…) Es versteht sich von selbst, daß ich allen Fleiß darauf verwandt habe, den ursprünglichen Sinn des Originals überall auf´s bestimmteste und mit größtmöglicher Treue zum Vorschein kommen zu lassen. Alle Abweichungen meiner Uebersetzung von den früher erschienene rühren demnach nicht, wie man zu glauben versucht sein könnte, daher, daß ich mir erlaubt hätte, eine sogenannte freie Uebersetzung zu liefern; sondern sie entspringen, wo sie auch immer zu Tage treten mögen, lediglich aus den von mir wohlerwogenen Auffassung der betreffenden Textes=Stellen.«

Weiterhin bemerkt er, daß er neben christlichen auch jüdische Kommentare (!) zu Rathe gezogen habe, deren Scharfsinn er manchen Wink zum Verständnis von dunklen und schwierigen Stellen entnehmen konnte.

Die Psalmen

aus dem Grundtexte übersetzt und durch eine fortlaufende Besprechung erläutert / von Dr. H. V. Andreae

Frankfurt am Main: Schriften = Niederlage des Evangelischen Vereins 1885.

Koph.png Wortstimme

Ein Psalm Assaphs.

Gott, der Mächtige, Jehova=Elohim, redet und richtet die Erde

vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergange,

Aus Zion strahlt hervor Elohim, der Inbegriff aller Vollendung!

Unser Gott kommt und schweiget nicht, vor ihm sprühen Lichtblitze

gleich Feuerflammen, und rings um ihn her tost

ein gewaltig wirbelnder Sturmwind.

Er ruft den Himmeln dort oben und der Erde zu,

als Gerichte über sein Volk.

Versammelt mir meine Frommen, die mein Bundesverhältnis nur durch

Opferdienst aufrecht erhalten! Die Himmel sollen

seine Gerechtigkeit verkünden,

denn er, Elohim selbst sitzt zu Gericht.

50. Psalm


Ein Gebet Mosis, des Mannes Gottes.

O, Allherr! Eine Zufluchtsstätte bist du uns gewesen

von Generation zu Generation!

Bevor die Berge ausgeboren wurden, und du das Festland und den Erdkreis hervorbrachtest;

ja von Ewigkeit zu Ewigkeit (warst und bist) du, ja du, o starker Gott!

Du lässest das hinfällige Menschengeschlecht zurückkehren in Staub und dann befiehlst du:

kehrt wieder Menschenkinder; denn tausend Jahre sind in deinen Augen

wie der gestrige Tag, wenn er vorüber gegangen ist,

und wie eine (kurze) Nachtwache!

90. Psalm
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, VIII, 580 & (4) S. Klammerheftung, Frakturdruck. Schrifttexte einspaltig in den fortlaufenden Besprechungen abschnittsweise verteilt und durch Fettfruck kenntlich gemacht. Einige Verweisstellen innerhalb des Textes vorhanden. Die "Besprechungen" nehmen häufig Bezug zum Neuen Testament und sind weniger sprachlicher als erbaulicher Art. Ein siebenseitiges "Register zur Erleichterung des Gebrauchs der Psalmen“ ist den Psalmtexten bzw. –erläuterungen angehängt.

Zu Frankfurt a. M, im Herbst 1884, verfaßte Dr. H. V. Andreae sein fünfseitiges Vorwort; darin führt er unter anderem aus (in der dritten Person von sich sprechend):

»Seinen Zweck versucht er dadurch zu erreichen, daß er in erster Linie die Psalmen in einer neueun Übersetzung aus ihrem Grundtexte wiedergab, wodurch allein schon gar manche Psalmstelle an und für sich verständlicher wird. Was zunächst die Übersetzung anbelangt, befleißigte er sich der möglichsten Treue und Genauigkeit, und glaubt daher, überall, wo er von den gangbaren Übersetzungen abwich, seine ihm eigentümliche Auffassung des Urtextes grammatisch und lexikalisch gegen etwaige Einwürfe genügend rechtfertigen zu können.«

Das Buch Jesaja

aus dem Grundtexte übersetzt und erklärt von H. V. Andreae

mit einem Vorwort von Prof. Dr. O. Zöckler, dem Bildnis des Verfassers und kurzem Lebensbilde.

Stuttgart: J. F. Steinkopf 1892

Koph.png Wortstimme

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Zum Buch:

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